z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Johannesevangelium

Kapitel 10

1»°Amen, amen, ich sage euch: Diejenigen, die nicht durch die Tür in den Hof der Schafe hineingehen, sondern von woanders her einsteigen, sind Diebe und Räuberinnen. 2Wer aber durch die Tür hineingeht, ist Hirtin oder Hirte der Schafe. 3Diesen öffnet der Türhüter, und die Schafe hören ihre Stimme, und sie rufen die eigenen Schafe mit Namen und führen sie hinaus. 4Wenn sie die eigenen Schafe alle herausgeholt haben, gehen sie vor ihnen her und die Schafe folgen ihnen, weil sie ihre Stimme kennen. 5Anderen aber folgen sie auf keinen Fall, sondern sie fliehen vor ihnen, weil sie die Stimme der anderen nicht kennen.« 6Dieses Gleichnis erzählte Jesus ihnen, sie aber verstanden nicht, was das bedeutete, was er ihnen gesagt hat.
7Daraufhin sagte Jesus: »Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür für die Schafe. 8Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuberinnen; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. 9Ich bin die Tür; alle, die durch mich hineingehen, werden gerettet werden und hineingehen und hinausgehen und Weide finden. 10Diebische Menschen kommen nur um zu stehlen und zu töten und zu vernichten. Ich bin gekommen, damit alle Leben und Überfluss haben. 11Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein °Leben für die Schafe. 12Bezahlte Angestellte, die nicht Hirtinnen oder Hirten sind, und denen die Schafe nicht gehören, die sehen den Wolf kommen und verlassen die Schafe und fliehen – und der Wolf raubt die Schafe und treibt sie auseinander. 13Dies geschieht, weil sie bezahlte Angestellte sind und ihnen nichts an den Schafen liegt. 14Ich bin der gute Hirte und ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, 15so wie mich °Gott wie eine Mutter kennt und ich °Gott kenne. Und ich gebe mein °Leben für die Schafe. 16Aber ich habe noch andere Schafe, die nicht von diesem Hof stammen; auch diese muss ich führen und sie werden meine Stimme hören, und sie alle werden eine Herde mit einem Hirten sein. 17Deshalb liebt mich °Gott, weil ich mein Leben gebe, um es wieder zu empfangen. 18Kein Mensch nimmt es von mir, sondern ich gebe es von mir selbst aus. Ich habe Macht, es zu geben, und ich habe Macht, es wieder zu empfangen. Diesen °Auftrag habe ich von °Gott, meinem Ursprung, empfangen.« 19Wieder entstand eine Spaltung unter den anderen jüdischen Menschen wegen dieser Worte. 20Viele von ihnen sagten: »Er ist von einem °Dämon besessen!« und: »Er ist verrückt! Was hört ihr auf ihn?« 21Andere sagten: »Dies sind nicht die Worte eines Besessenen. Ein Dämon kann doch Blinden nicht die Augen öffnen!«
22Damals fand in Jerusalem das Chanukkafest statt. Es war Winter 23und Jesus ging im Tempel in der Säulenhalle Salomos umher. 24Es umringten ihn nun die anderen jüdischen Menschen und sagten ihm: »Wie lange noch hältst du uns hin? Wenn du der °Messias bist, so sage es uns offen.« 25Jesus antwortete ihnen: »Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen °Gottes tue, diese legen für mich Zeugnis ab.