z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesaja

Kapitel 8

1Gott sagte zu mir: »Nimm dir eine große Tafel und schreibe auf ihr eigenhändig: Für ›Eile-Beute-Raube-Bald‹«(222). 2Ich nahm mir als vertrauenswürdige Zeugen den Priester Urija und Secharja ben-Jeberechja. 3Dann näherte ich mich der Prophetin. Sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Da sagte Gott zu mir: »Nenne ihn ›Eile-Beute-Raube-Bald‹! 4Denn bevor der Junge ›Mein Papa‹ und ›Meine Mama‹ sagen kann, wird das Vermögen von Damaskus und die Beute aus Samaria vor den König von Assur gebracht.«
5Gott redete weiter zu mir: 6»Weil dieses °Volk die ruhig fließenden Wasser des Schiloach verachtet und an Rezin und dem Ben-Remalja Freude hat, 7darum, schau an: Die °göttliche Herrschaft lässt über sie die mächtigen und großen Wasser des Stromes kommen, den König von Assur und seine ganze °Macht, so dass er sein gesamtes Flussbett übersteigt und über alle Ufer tritt 8und dann durch Juda weiterfließt. Er ergießt sich und tritt über die Ufer, reicht bis zum Hals. Und die Spanne seiner Flügel wird dein Land in seiner Breite ausfüllen, du ›Gottist-mit-uns‹.
9Seid nur erbost, ihr °Völker, und erschreckt! Hört, alle Fernen der Erde!
Rüstet euch und erschreckt! Rüstet euch und erschreckt!
10Beratet einen Plan, aber es wird nichts daraus!
Besprecht eine °Sache, aber sie kommt nicht °zu Stande, denn: Gott ist mit uns!«
11Ja, so sprach Gott zu mir, als die Hand stark zupackte und Gott mich warnte, den Weg dieses Volkes zu gehen, und sagte: 12»Ihr sollt nicht alles Verschwörung nennen, was dieses °Volk Verschwörung nennt. Und was es °fürchtet, sollt ihr nicht fürchten und nicht davor zurückschrecken. 13Ihr sollt Gott der Heere heiligen, fürchten und vor Gott erschrecken. 14Gott wird zum °Heiligtum, zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für beide Häuser Israels, zum Fangnetz und zur Falle für die Bevölkerung Jerusalems. 15Viele werden dann über sie stolpern, fallen, zerbrechen, sich verstricken und gefangen werden.«
16Das °Zeugnis ist zusammenzurollen, die °Weisung zu versiegeln in denen, die von mir gelernt haben! 17Ich will auf Gott warten, die ihr Angesicht vor dem Haus Jakobs verbirgt und auf die ich hoffe. 18Siehe, ich und die Kinder, die mir Gott gab, sollen Zeichen und Wunder in Israel sein von Gott der Heere, die auf dem Berg Zion wohnt.
19Wenn Leute zu euch sagen: »Befragt die Totengeister und die, die sie beschwören, die Zwitschernden und Murmelnden!« Befragt ein Volk nicht seine °Gottheiten, um der Lebenden willen die Toten? 20»Zur °Tora(223) hin und zum °Bekenntnis!« Wer dieses nicht sagt, für die gibt es keine Morgenröte!
21Die Leute werden in der Stadt herumgehen, bedrückt und hungrig. Wenn sie dann hungrig sind, werden sie zornig werden, ihrem König und ihrer Gottheit fluchen, sich nach oben wenden 22und zu Boden blicken. Und siehe, da ist Not und Finsternis, bedrückendes Dunkel und in Dunkelheit ist man gestoßen.
23Doch: Kein Dunkel für die, die Bedrückung erleiden. Wie die frühere Zeit Schande über das Land Sebulon und das Land Naftali brachte, kommt letztlich °Ehre über die Straße am Meer, auf die andere Seite des Jordans, über den Kreis der fremden Völker.