z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesaja

Kapitel 63

1Wer kommt aus Edom, grellrot gekleidet aus Bozra? Eine Person, prächtig angezogen,
eingeschlossen in der Fülle ihrer Kraft.
Ich rede in °Gerechtigkeit, bin groß genug, zu °helfen.
2Warum bist du edom-rot angezogen?
Warum gleicht deine Kleidung denen, die die Kelter treten?
3Ich trat die Weinpresse allein, niemand aus den °Völkern war bei mir.
Ich trete sie in meinem Zorn, ich zertrampele sie in meiner Wut.
Ihr Lebenssaft spritzt an meine Kleider und mein ganzes Gewand habe ich befleckt.
4Denn ein Tag der °Rache ist mir im °Sinn,
das Jahr der Befreiung durch mich kommt.
5Ich blicke mich um, und da ist niemand zur Hilfe bereit. Ich staune, dass mich niemand unterstützt.
Da hilft mir mein Arm, meine Wut, die unterstützt mich.
6Ich zertrete °Völker in meinem Zorn, ich mache sie trunken in meiner Wut
und lasse ihren Lebenssaft auf den Boden fließen. 7An die °tätige Güte Gottes will ich erinnern, an die Ruhmestaten Gottes, gemäß allem, was Gott für uns tat:
Gutes in Fülle für das Haus Israel,
das Gott entsprechend seiner Mutterliebe
und entsprechend der Fülle der göttlichen Treue für sie tat.
8Gott sprach: »Sicherlich sind sie mein °Volk, meine Kinder, die ich nicht belügen werde.«
So wurde Gott ihnen zur Rettung.
9In all ihrer Bedrängnis wurde es nicht zu eng,
der °Bote des göttlichen Angesichts rettete sie,
mit Liebe und Schonung handelte Gott an ihnen,
hob sie auf und trug sie alle Tage lang und °für immer.
10Aber sie waren verbittert
und kränkten die °Geistkraft ihrer °göttlichen Heiligkeit.
Da wandte sie sich um und wurde ihnen zur Feindin, die Gottheit selbst kämpft gegen sie.
11Sie erinnerte sich an die Tage am °Anfang, an Mose, an sein Volk:
Wo ist die, die sie heraufführte aus dem Meer, sie behütete wie Schafe? Wo ist die, die in ihre Mitte die °heilige °Geistkraft setzte?
12Sie ließ zur Rechten des Mose ihren prächtigen Arm gehen,
spaltete das Wasser vor dem Angesicht des Volkes, um sich einen °dauerhaften Namen zu machen.
13Gott ließ sie durch die Fluten gehen,
wie ein Pferd in der Wüste, sie straucheln nicht.
14Wie ein Tier, das ins Tal hinabsteigt, brachte uns die °Geistkraft Gottes an einen ruhigen Ort.
So führtest du dein Volk, um dir einen Ehrennamen zu machen. 15Blicke vom Himmel und sieh aus deiner °heiligen und prächtigen Wohnung!
Wo ist dein Eifer, dein Heldenmut? Deine innersten Gefühle und deine Mutterliebe bleiben mir vorenthalten!
16Du bist ja unser Vater, unsere Mutter. Abraham kennt uns nicht, Israel nimmt uns nicht wahr.
Du bist Gott, unser Vater, unsere Mutter. ›Unsere Befreiung seit jeher‹, das ist dein Name.
17Warum lässt du uns abirren, Gott, von deinen Wegen,
lässt unser °Herz hart werden, dass wir keine °Ehrfurcht mehr vor dir haben?
°Kehre um, zugunsten derer, die °in deinem Dienst stehen, der Stämme, die dir als Erbe gehören.
18Für eine kleine Weile haben Feinde dein heiliges °Volk in Besitz genommen,
unsere Widersacher zertreten dein Heiligtum.
19Seit °langem sind wir wie Menschen geworden,
über die du keine Macht hast, über die dein Name nicht ausgerufen wird.
Ach, wenn du doch die Himmel zerreißen und herabkommen würdest,
damit vor deinem Angesicht Berge erbeben,