z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesaja

Kapitel 49

1Hört(259) auf mich, ihr Inseln, hört gut zu, ihr Völker in der Ferne! Gott hat mich berufen von Mutterleib an,
gedachte meines Namens, als ich noch im Leib meiner Mutter war.
2Gott hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, mich im Schatten der Gotteshand geborgen,
mich zu einem spitzen Pfeil gemacht, im Köcher mich verwahrt.
3Gott hat zu mir gesprochen: »Du stehst °in meinem Dienst!
Israel, durch dich will ich meine Würde zeigen!«
4Ich aber hatte mir gesagt: »Umsonst habe ich mich bemüht, für nichts und wieder nichts meine Kraft verbraucht!«
Trotzdem: Mein °Recht liegt bei Gott und der Lohn meines Tuns bei meiner Gottheit.
5Aber nun hat Gott gesprochen! Von Mutterleib an bin ich gebildet,
im Dienst Gottes zu stehen, um Jakob °zurückzuführen zu Gott, so dass Israel für Gott gesammelt wird.
Ich hatte Gewicht in Gottes Augen und meine Gottheit war meine Kraft.
6Und Gott sprach: »Zu wenig ist es, dass du °in meinem Dienst stehst, um die Stämme Jakobs aufzurichten
und die Geretteten Israels zurückzubringen,
sondern ich mache dich zum Licht der °fremden Völker, damit meine °Rettung reicht bis an die Enden der Erde.« 7So spricht Gott, die Erlösung Israels, heilig für es,
zu der Person, die das °Leben verachtet,
das °fremde Volk verabscheut und im Dienst der Herrschenden steht: Könige werden es sehen und sich erheben, Fürsten ihr huldigen,
weil Gott treu ist, heilig in Israel und dich erwählt hat.
8So spricht Gott:
In der Zeit des Wohlgefallens habe ich dir geantwortet und am Tag der Rettung dir geholfen.
Ich habe dich gebildet und gemacht zum °Bund des °Volkes, um das Land aufzurichten, um verwüstete Erbteile zu verteilen,
9um zu den Gebundenen zu sagen: »Geht hinaus!«, zu denen in der Finsternis: »Zeigt euch!«
An den Wegen werden sie weiden
und auf allen kahlen Höhen ist ihre Weide.
10Sie werden weder Hunger noch Durst haben, weder Gluthitze noch Sonne wird sie stechen,
denn Gott hat sich ihrer erbarmt, leitet sie und führt sie zu den Wasserquellen.
11Alle meine Berge mache ich zum Weg
und alle meine Straßen sollen aufgeschüttet sein.
12Schau, diese da kommen aus der Ferne,
und schau, die da von Norden und vom Meer, und diese aus dem Land Sinim!
13Jubelt, ihr Himmel, freue dich, Erde! Brecht aus in Jubel, ihr Berge!
Denn Gott hat sein Volk getröstet und erbarmt sich der °Elenden. 14Aber Zion spricht: » Gott hat mich verlassen,
°die Macht über mein Leben hat mich vergessen.«
15Kann eine Frau ihr Neugeborenes vergessen? Sie erbarmt sich doch über ihr leibliches Kind.
Selbst wenn sie es vergäße, ich vergesse dich nicht!
16Schau, in beide Handflächen habe ich dich gezeichnet,
deine Mauern sind immer vor mir.
17Deine Kinder eilen herbei,
die dich zerstört und verwüstet haben, ziehen von dir ab.
18Erhebe ringsum deine Augen und schau! Sie alle sind versammelt, kommen zu dir.
So wahr ich lebe, Spruch Gottes, ja, du wirst sie alle wie Schmuck anlegen, du wirst sie umbinden als Gürtel wie die Braut.
19Denn dein verwüstetes, geschändetes und zerstörtes Land,
wird dir nun zu eng werden zum Wohnen, aber die dich zu Grunde gerichtet haben, werden sich weit entfernen.
20Sie werden dir noch in den Ohren liegen,
die Kinder deiner Kinderlosigkeit:
»Zu eng ist mir der Platz, rücke weg, damit ich siedeln kann.«
21Und du wirst in °Gedanken zu dir sprechen: »Wer hat mir diese geboren? Ich war doch kinderlos und unfruchtbar,
vertrieben und verlassen. Wer hat diese für mich großgezogen? Schau, ich war allein übrig geblieben, wo waren denn diese?« 22So spricht Gott, die °Macht über uns: Schau, ich will für die °fremden Völker meine Hand erheben und für die °Völker mein Zeichen aufrichten,
dass sie deine Söhne vor der Brust tragen und deine Töchter auf der Schulter herbeibringen.
23Könige werden deine Pfleger sein und ihre Fürstinnen deine Ammen, mit dem Gesicht auf der Erde werden sie dir huldigen und den Staub deiner Füße lecken,
und du wirst erkennen, dass ich es bin, Gott – nicht zuschanden wird, wer auf mich vertraut. 24Kann man einem Starken seine Beute wegnehmen
oder Gefangene einem °Gerechten entreißen?
25Denn so spricht Gott: Sogar einem Starken wird man Gefangene nehmen und die Beute dem Gewaltigen entreißen!
Gegen die, die mit dir streiten, werde ich selbst streiten, und deine Kinder werde ich °retten.