z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesaja

Kapitel 41

4Wer bewirkt und macht das, beruft die Generationen von Anfang an: Ich bin es, Gott, am Anfang, und bei den Letzten bin ich es auch! 5Die Inseln haben es gesehen und sich gefürchtet, die Enden der Erde erbebten. Sie näherten sich und kamen herbei. 6Einer will der anderen helfen, eine spricht zu ihrem Verwandten: »Sei stark!« 7Der Feinschmied hält sich an die Goldschmiedin, mit dem Hammer glätten sie, schlagen auf den Amboss. Über die Lötstelle sagen sie: »Die ist gut!« und befestigen es mit Nägeln, damit es nicht wackelt. 8Und nun, Israel, °in meinem Dienst, Jakob, dich habe ich erwählt, Nachkomme Abrahams, den ich liebe, 9den ich festhalte von den Enden der Erde her, von ihren entferntesten Winkeln her habe ich dich berufen. Ich sprach zu dir: °In meinem Dienst bist du, ich habe dich erwählt und nicht verschmäht. 10Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir, schau nicht umher, denn ich bin deine °Gottheit. Ich stärke dich, ja, ich helfe dir,
ich ergreife dich mit der rechten Hand voll Gerechtigkeit. 11Sie werden beschämt und von Schande überwältigt, alle, die in Zorn entbrannt sind gegen dich. Sie werden wie Nichts und zugrunde gehen, die Leute, die mit dir streiten. 12Du wirst sie suchen und nicht finden, die Leute, die mit dir hadern.
Sie werden wie Nichts, wie Staub, die Leute, die gegen dich kämpfen. 13Denn ich, Gott, bin deine Gottheit, die dich bei deiner rechten Hand ergriffen hat, die zu dir spricht: »Fürchte dich nicht, ich helfe dir!« 14Fürchte dich nicht, du kleiner Wurm Jakob, ihr Leute aus Israel. Ich helfe dir, Spruch Gottes, ich erlöse dich, ich, °heilig in Israel. 15Siehe, ich habe dich zum Dreschschlitten gemacht, scharf und neu, zweischneidig. Du wirst die Berge dreschen und zermalmen und die Hügel zu Spreu machen. 16Du wirst sie worfeln und der °Wind wird sie davontragen, der Sturm sie zerstreuen. Aber du wirst fröhlich sein in Gott, in Gott, °heilig in Israel, wirst du jubeln. 17Die °Armen und °Bedürftigen suchen Wasser,
doch da ist keins. Ihre Zunge verdorrt vor Durst. Ich, Gott, ich will ihnen antworten, ich, die Gottheit Israels, verlasse sie nicht. 18Ich will Wasserströme auf den Hügelkämmen öffnen und mitten in Tälern Quellteiche. Ich will die Wüste in Oasen verwandeln und das dürre Land zu Wasserquellen. 19Ich will in der Wüste wachsen lassen Zeder, Akazie, Myrte und Ölbaum, ich werde in der Steppe setzen Zypresse, Ulme und Fichte nebeneinander. 20Damit sie alle sehen und erkennen, merken und verstehen, dass die Hand Gottes dieses gemacht hat. Gott, °heilig in Israel, hat es geschaffen. 21Tretet vor mit eurer Anklage, spricht Gott. Legt eure Beweise vor, spricht die königliche Macht über Jakob.
22Sie sollen es vorlegen und uns erzählen von dem, was kommen wird. Das Frühere, was war es? Erzählt es, wir wollen darauf °achten. Und das Künftige lasst uns erkennen, damit wir hören, ob es kommt. 23Erzählt die Zeichen für das Künftige und lasst uns erkennen, dass ihr °Gottheiten seid. Bewirkt Gutes oder Böses, damit wir hinschauen und uns dabei fürchten. 24Schau, ihr seid Nichtse, und euer Tun ist nichtig, ein Gräuel ist es, euch zu erwählen. 25Ich habe einen erweckt von Norden, und er kam. Vom Aufgang der Sonne her ruft er meinen Namen. Er tritt auf die Beamten Babylons wie auf Ton, wie jemand beim Töpfern den Lehm stampft. 26Wer hat es von Anfang an verkündigt, damit wir es erkennen? Und im voraus, damit wir sagen: »°Richtig!« Ja, niemand hat es erzählt, niemand hat es hören lassen, niemand hat euer Gerede gehört.
27Ich sagte es zuerst zu Zion: »Schau, da sind sie!« Und Jerusalem gebe ich eine Freudenbotin. 28Und ich sah auf, und es war niemand da
und niemand von diesen konnte Rat geben,
niemand auf meine Fragen antworten.