z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesaja

Kapitel 10

9Erging es wie Karkemisch nicht auch Kalne,
wie Arpad nicht auch Hamat, wie Damaskus nicht auch Samaria?
10Wie meine Hand die Reiche der Götzen zu fassen bekommen hat –
und sie hatten mehr Kultbilder als Jerusalem und Samaria –,
11kann ich nicht das, was ich Samaria und den Götzen dort angetan habe,
auch Jerusalem und seinen Kultbildern antun?« 12Wenn die °göttliche Herrschaft ihr gesamtes Werk am Berg Zion und an Jerusalem zu Ende gebracht hat, wird es heißen: Ich will die Frucht des hochmütigen °Herzens des Königs von Assur und den Stolz seiner überheblichen Augen bestrafen.
13Denn Assur hat gesagt: Ich habe es mit der Kraft meiner Hand getan und mit meiner Weisheit, denn ich bin schlau.
Die Grenzen der °Völker entferne ich, ihre Vorräte habe ich geplündert, wie ein Starker stoße ich die Bevölkerung herunter.
14Meine Hand fand wie in einem Nest das Vermögen der Völker, wie man verlassene Eier sammelt, habe ich die ganze Erde eingesammelt.
Aber niemand bewegte einen Flügel, riss einen Schnabel auf und piepste. 15Rühmt sich die Axt gegen die, die mit ihr schlägt?
Oder hält sich die Säge für wichtiger als den, der sie bewegt? Als ob der Stab schwingen kann gegen die, die ihn erheben! Als ob sich der Stock erheben kann gegen den, der nicht Holz ist!
16Deshalb wird die Herrschaft, Gott der Heere,
gegen Assurs Fettleibigkeit eine Schwindsucht senden,
und statt seiner °Pracht wird ein Brand brennen wie eine Feuersbrunst.
17Dann wird das Licht Israels zu Feuer und das, was in ihm °heilig ist, zur Flamme,
die Disteln und Dornen anbrennt und frisst an einem einzigen Tag.
18Und die Pracht seines Waldes und seines Gartens wird Gott zerstören von der °Kehle bis zum °Fleisch,
so dass Assur dahinsiecht wie ein Kranker.
19Und der Rest seiner Waldbäume wird an Zahl so gering sein, dass sie auch ein Kind aufschreiben kann. 20An jenem Tag werden der Rest Israels und die Entronnenen des Hauses Jakobs und seiner Frauen sich nicht mehr auf den verlassen, der sie schlägt. Dann werden sie sich auf Gott verlassen, auf Gott, in °Wahrheit heilig in Israel. 21Ein Rest wird zurückkehren, ein Rest Jakobs zur starken °Gottheit. 22Wenn dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres wäre, wird doch nur ein Rest zu ihr zurückkehren: Vernichtung ist beschlossen, °Gerechtigkeit ergießt sich. 23Ja, Verderben – und das ist beschlossen – schafft die °Herrschaft, Gott der Heere, in der Mitte des ganzen Landes. 24Daher: So hat die °Herrschaft, Gott der Heere, gesprochen: Fürchte dich nicht vor Assur, mein °Volk, das auf dem Zion wohnt: Mit dem Stab wird es dich schlagen, und seinen Stock wird es über dich heben, wie es in Ägypten üblich ist. 25Denn noch eine winzige Weile, dann ist der Grimm am Ende und mein Zorn richtet sich auf ihre eigene Vernichtung. 26Dann schwingt Gott der Heere die Geißel gegen es, wie beim Schlag gegen Midian am Rabenfelsen. Und sein Stock richtet sich gegen das Meer, Gott erhebt ihn auf dem Weg nach Ägypten.(227) 27An jenem Tag wird Assurs Last von deiner Schulter weichen und sein Joch von deinem Hals,
und zerstört wird das Joch durch die Fruchtbarkeit.
28Assur kommt nach Aja, zieht an Migron vorbei,
Richtung Michmas ordnet es sein Gerät.
29Sie ziehen durch die Schlucht: »Geba ist unser Nachtlager.
Rama zittert, Sauls Gibea flieht.
30Lass deine Stimme kreischen, Tochter Gallim!
Merke auf, Lajescha! Antworte, Anatot!«
31Madmena flieht, die Bevölkerung von Gebim flüchtet.
32Noch heute plant er, in Nob zu stehen.
Er wird seine Hand gegen den Berg der Tochter Zion schwingen, gegen die Höhe Jerusalems.
33Siehe, die Herrschaft, Gott der Heere, haut Zweige ab mit Schreckensgewalt.
Die in die Höhe ragen, werden abgehauen und die Hohen werden sinken.