z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesaja

Kapitel 1

6Von der Fußsohle bis zum Kopf ist nichts Unversehrtes am Körper, Wunden, Striemen, frische Schläge: Sie sind nicht ausgedrückt und nicht verbunden und nicht mit Öl massiert worden.
7Euer Land – eine Wüste, eure Städte – verbrannt von Feuer, euer Acker – in eurem Beisein verzehren ihn Fremde: eine Wüste wie nach einer Zerstörung durch Fremde.
8Aber die Tochter Zion ist übrig geblieben, wie eine Laube im Weinberg; wie eine Nachthütte im Gurkenfeld, wie eine belagerte Stadt.
9Wenn nicht Gott der Heere uns einen geringen Rest übrig gelassen hätte; wie Sodom wären wir geworden, Gomorra würden wir gleichen. 10Hört das °Wort Gottes, ihr Obersten von Sodom! Lauscht auf die °Weisung unserer °Gottheit, Volk von Gomorra!
11Was soll ich mit der Menge eurer °Schlachtopfer, sagt Gott. Satt habe ich die °Brandopfer der Widder und das Fett der Mastkälber; und auf das Blut junger Stiere, Lämmer und Böcke habe ich keine Lust!
12Wenn ihr kommt, um mein Gesicht zu sehen: Wer hat von euch gefordert, meine Vorhöfe zu zertrampeln?
13Hört auf, eine Heuchelgabe zu bringen, gräulicher Opferrauch ist sie für mich! An Neumond und Sabbat ruft ihr Zusammenkünfte aus, ich halte Frevel und Festlichkeit nicht aus!
14Eure Neumondfeste und eure Festversammlungen sind °mir verhasst,
sie sind mir zur Last geworden; ich bin's müde, sie zu ertragen.
15Während ihr eure Hände ausbreitet, verberge ich meine Augen vor euch, auch wenn ihr noch so viel betet, ich höre es nicht.
Eure Hände sind voll Blut. 16Wascht euch, reinigt euch!
Schafft eure bösen Taten aus meinen Augen; lasst das Böse!
17Lernt Gutes zu tun! Sucht das °Recht! Kontrolliert die Gewalttäter!
Verhelft dem Waisenkind zum Recht! Prozessiert für die Witwe!
18Kommt und lasst uns miteinander rechten!, spricht Gott.
Wenn eure °Sünden auch wie Karmesin sind, weiß wie Schnee werde ich sie bleichen. Wenn sie auch rot wie Scharlach sind, werden sie wie Wolle sein.
19Wenn ihr willig seid und gehorcht,
werdet ihr das Gute des Landes essen.
20Aber wenn ihr euch weigert und widerspenstig seid,
werdet ihr vom Schwert gefressen, denn der Mund Gottes hat es gesagt.
21Wie ist sie zur Hure geworden, die °treue Stadt!
Sie war erfüllt von °gesprochenem Recht,
Gerechtigkeit nächtigte in ihr, und nun: Mörder!
22Dein Silber ist zu Schlacke geworden, dein Wein gepanscht mit Wasser.
23Deine Oberschicht sind Abtrünnige und Diebesgenossen, alle schätzen Geschenke und sind hinter Bestechungen her.
Dem Waisenkind schaffen sie nicht Recht und der Prozess der Witwe kommt nicht vor sie.
24Darum ergeht der Spruch der Herrschaft, des Gottes der Heere, der Macht für Israel:
Wehe, ich will mich trösten an denen, die mich bedrängen, und ich will mich °rächen an denen, die mir feind sind.
25Ich will meine Hand gegen dich wenden und mit Lauge deine Schlacke läutern und all dein unedles Metall entfernen.
26Dann werde ich dir wieder Menschen geben, die Recht sprechen
wie in der Vorzeit und die dir raten wie am Anfang.
Danach wirst du genannt werden: Stadt der Gerechtigkeit, °treue Stadt.
27Zion wird durch °Recht erlöst,
und die zu ihr zurückkehren durch °Gerechtigkeit.
28Aber zerbrechen sollen die, die sich °verfehlen und °sündigen zugleich,
und die Gott verlassen, werden verschmachten.
29Denn sie werden beschämt werden wegen der Götzenbilder, die ihr begehrt.
Ihr werdet enttäuscht werden von den Gärten, die ihr erwählt habt.
30Denn ihr werdet sein: wie eine Eiche, deren Laub verwelkt,
oder wie ein Garten, in dem es kein Wasser gibt.