z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jeremia

Kapitel 30

1Das °Wort, das Jeremia von Gott her erreichte: 2So sagt Gott, die Gottheit Israels: Schreib dir alle °Worte, die ich dir gesagt habe, in einem Buch auf! 3Denn seht, die Zeit wird kommen, – so Gottes Spruch – da werde ich das Schicksal meines Volkes, Israel und Juda, zum Guten wenden, sagt Gott. Ich werde sie in das Land zurückbringen, das ich ihren Eltern gegeben habe, und sie werden es in Besitz nehmen.
4Dies sind die Worte, die Gott über Israel und Juda gesprochen hat:(292) 5So sagt Gott: Geschrei von Angst, von Schrecken hören wir, und nicht von °Frieden! 6Fragt doch und seht: Kann ein Mann gebären? Warum aber sehe ich jeden Mann, gleich einer Gebärenden, mit seinen Händen auf den Hüften und alle Gesichter verändert, totenblass? 7Ach und Weh, ja gewaltig ist jener Tag und unvergleichlich; eine Zeit der Bedrängnis ist dies für Jakob, doch wird er aus ihr gerettet.
8An jenem Tag wird es geschehen, – Spruch Gottes der Gewalten – da werde ich das Joch des Unterdrückers zerbrechen auf deinem Nacken und deine Stricke zerreißen. Fremde sollen Jakob nicht mehr knechten. 9Die Menschen werden Gott, ihrer Gottheit, und David, ihrem König, den ich für sie bestelle, dienen.
10Du aber, °fürchte dich nicht, Jakob, der du mir °dienst – so Gottes Spruch. Hab keine Angst, Israel! Denn siehe, ich rette dich aus der Ferne und befreie deine Nachkommen aus dem Land ihrer Verbannung. Jakob wird zurückkehren, Ruhe haben, sicher und ungestört leben, ohne zu erschrecken. 11Ja gewiss, ich selbst werde mit dir sein, – so Gottes Spruch – um dich zu °befreien. Ja, ich setze allen °Nationen, in die ich dich zerstreut habe, ein Ende. Dir aber mache ich kein Ende. Ich will dich gerecht zurechtweisen, dich aber nicht ganz ungestraft lassen.
12Ja, so sagt Gott: Unheilbar ist dein Zusammenbruch, schlimm ist deine Verletzung, Frau. – 13Niemand führt deinen Streit! – Für die eiternde Wunde fehlen die Arzneien, Heilmittel gibt es nicht für dich. 14Alle, denen du am Herzen liegst, haben dich vergessen, sie fragen nicht mehr nach dir. Denn gleich einem Feind schlug ich dich in grausamer Zurechtweisung aufgrund der Größe deiner °Vergehen und deiner unzähligen °Unrechtstaten. 15Was schreist du über deinen Zusammenbruch, dass dein Schmerz unermesslich sei. Aufgrund der Größe deiner Vergehen und deiner unzähligen Unrechtstaten habe ich dir das angetan. 16Alle aber, die an dir nagten, werden gefressen werden, die dich befeindeten, werden allesamt in Gefangenschaft gehen. Alle, die dich plünderten, verfallen der Plünderung, und alle, die dich beraubten, gebe ich dem Raub preis. 17Sei sicher, ich bringe dir Genesung und heile dich von deinen Wunden – so Gottes Spruch. – Ja, ›Verstoßene‹ wurdest du genannt, – gemeint ist Zion – nach der niemand mehr fragt.
18So sagt Gott: Seht, ich stelle Jakobs Zelte wieder her, seiner Wohnungen erbarme ich mich. Die Stadt soll auf ihrem Schutthügel wieder erbaut werden, Wohnraum soll nach dem alten Vorbild wieder entstehen. 19Dort werden dann Lobgesang und Lachen erklingen. Ich will die Menschen mehren, dass sie nicht weniger werden, ich will ihnen Ansehen verschaffen, dass sie nicht gering geachtet werden. 20Jakobs Kinder werden wie vordem sein, seine °Gemeinde soll vor mir Bestand haben. Ich werde alle, die ihn unterdrücken, zur Verantwortung ziehen. 21Wer über Jakob Macht ausüben wird, wird aus ihm selbst hervorgehen, die Person, die herrschen wird, wird aus seiner Mitte kommen. Ich gewähre ihr Zutritt, sie darf sich mir nähern. Denn wer sollte sonst das Leben wagen, um mir zu nahen? – so Gottes Spruch. 22Ihr werdet mir °Volk und ich werde euch °Gott sein.
23Gebt Acht, Gottes mächtiger Sturm ist losgebrochen, ein Wirbelsturm wirbelt über die Köpfe der Verbrecher hinweg. 24Die Zornesglut Gottes wird sich nicht °abkehren, ehe nicht Gottes °Pläne durchgeführt und umgesetzt sind. Doch letztlich werdet ihr es klar erkennen.