z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jeremia

Kapitel 17

1Das Unrecht Judas ist mit eisernem Griffel aufgeschrieben, mit Diamantstift eingegraben in die Tafel ihres °Herzens und in die Hörner ihrer Altäre. 2So denken auch ihre Kinder noch an ihre Altäre und heiligen Bäume(↑151), die bei belaubten Bäumen und auf hohen Hügeln stehen, 3auf den Bergen im freien Feld.
Dein Vermögen und deine Schätze gebe ich der Plünderung preis wegen deiner Kultstätten und °Unrechtstaten in deinem ganzen Gebiet. 4Du musst dein Erbe aufgeben, das ich dir gegeben habe. Ich werde zulassen, dass diejenigen, die dich anfeinden, dich °versklaven in einem Land, das du nicht kennst. Denn ihr habt ein Feuer in meiner Nase entfacht, das für immer lodert. 5So sagt Gott: Verflucht ist jede Frau und jeder Mann, die auf Menschen vertrauen, das °Hinfällige am Menschen zu ihrer Stärke machen und ihr °Herz von Gott abwenden. 6Sie sind wie Sträucher in der Steppe. Ihnen fehlt, was sie zum Leben brauchen. Sie wohnen in heißer Wüstengegend, in salzigem, unbewohnbarem Land. 7Gesegnet ist jede Frau und jeder Mann, die auf Gott vertrauen und deren Rückhalt Gott ist. 8Sie sind wie Bäume, am Wasser gepflanzt, zum Wasserlauf strecken sie ihre Wurzeln hin. Dass Hitze kommt, fürchten sie nicht, sie behalten ihr Laub. Auch in einem Dürrejahr sind sie ohne Sorge, sie hören nicht auf, Frucht zu tragen.
9Schwankend ist das °Herz, mehr als alles, und heillos. Wer kann es begreifen? 10Ich, Gott, erforsche das Herz, prüfe die Nieren, um jeder und jedem nach ihrem Verhalten, nach der Frucht ihrer Taten zu geben. 11Einem Rebhuhn, das ausbrütet, was es nicht gelegt hat, gleicht, wer zu Unrecht Reichtum sammelt. In der Mitte seiner Tage muss der Mensch alles aufgeben und steht danach als Dummkopf da.
12Du Thron des °machtvollen Ansehens, erhaben von Anbeginn, du Ort unseres Heiligtums! 13Du Hoffnung Israels, Gott! Alle, die dich verlassen, werden zugrunde gehen. Die sich von dir abwenden, werden in Erde geritzt, weil sie die Quelle lebendigen Wassers, Gott, verlassen haben. 14Heile du mich, Gott, dann werde ich heil! °Hilf du mir, dann erfahre ich Hilfe! Denn mein Ruhm bist du allein! 15Sieh doch, sie sagen zu mir: Wo ist das °Wort Gottes? Mag es doch eintreffen! 16Ich habe mich nicht wegen der Führung(280) an dich gedrängt, den Tag des Unglücks nicht herbeigesehnt. Du weißt, was über meine Lippen kam, es liegt offen vor dir. 17Werde mir nicht zum Schrecken, du meine Zuflucht am Tag des Unglücks. 18Zugrunde gehen sollen alle, die mich verfolgen, aber nicht ich. Jene mögen bestürzt dastehen, aber nicht ich. Bringe über sie den Tag des Unglücks, zerschmettere sie mit gewaltigem Schlag. 19So sagt Gott zu mir: Geh und stell dich in das Tor der Kinder des °Volkes, durch das die Könige Judas kommen und gehen, und in alle Tore Jerusalems. 20Sag zu ihnen: Hört das °Wort Gottes, ihr Könige Judas, ihr alle aus Juda und Jerusalem, die ihr durch diese Tore geht. 21So sagt Gott: Hütet euch bei eurem °Leben! Tragt am Sabbattag keine Lasten, um sie durch die Tore Jerusalems zu schaffen. 22Tragt am Sabbattag auch keine Lasten aus euren Häusern heraus. Keinerlei Arbeit dürft ihr verrichten. So sollt ihr den Sabbattag °Gott weihen, wie ich es euren Eltern befohlen habe. 23Doch sie hörten nicht, neigten ihr Ohr nicht, blieben hartnäckig dabei, nicht zu hören und die Zurechtweisung nicht anzunehmen. 24Wenn ihr aber nun wirklich auf mich hört – so Gottes Spruch – und am Sabbattag keine Lasten durch die Tore dieser Stadt tragt, den Sabbattag Gott weiht und keinerlei Arbeit verrichtet, 25dann werden durch die Tore dieser Stadt Könige und Regierende einziehen, die auf dem Thron Davids sitzen und mit Wagen und Pferden fahren, Könige, die Leute ihrer Regierung, alle Leute aus Juda und die in Jerusalem wohnen. Diese Stadt wird für immer bewohnt sein.