z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Hosea

Kapitel 9

1Freue dich nicht, Israel, bis zum Jauchzen, wie die °Völker! Denn du hast es mit vielen getrieben, dich so von deiner °Gottheit entfernt,
hast für Geschenke geliebt auf allen Korntennen.
2Tenne und Kelter werden sich ihnen verweigern,
und der Most wird sie täuschen.
3Nicht dürfen sie im Lande der Ewigen bleiben,
sondern Efraim muss nach Ägypten °zurück,
und in Assur essen sie Unreines.
4Sie dürfen für die Ewige keinen Wein mehr ausgießen
und ihr nicht ihre °Schlachtopfer darbringen.
Wie Brot der Totentrauer ist das für sie:
Alle, die davon essen, °verunreinigen sich.
Das heißt, ihr Brot ist allein für die eigene °Kehle,
nichts davon kommt ins Haus der Ewigen.
5Was wollt ihr tun, am Tag der Begegnung oder am Fest der Ewigen?
6Sieh nur, vor der Zerstörung sind sie weggelaufen,
doch Ägypten sammelt sie ein, Memfis begräbt sie.
Die Augenweide ihres Silbers!
Unkraut beerbt sie, Disteln in ihren Zelten!
7Gekommen sind die Tage der Heimsuchung,
gekommen die Tage der Bezahlung. Israel muss es erkennen.
»Ein Narr ist der Prophet, verrückt der Mann der °Geistkraft
Wegen der Fülle deiner °Schuld ist die Anfeindung vielfältig.
8Der Beobachter(342) Efraims – zusammen mit meinem °Gott!
Der Prophet ist wie die Falle des Vogelfängers auf allen seinen Wegen,
erfährt Anfeindung im Haus seines Gottes.
9Aufs Tiefste sind sie verdorben – wie in den Tagen von Gibea.
Sie gedenkt ihrer °Schuld, sucht heim ihre °Sünden.
10Wie Trauben in der Wüste habe ich Israel gefunden;
wie eine Erstlingsfrucht am Feigenbaum, die allererste,
so habe ich eure Vorfahren erblickt.
Kaum aber waren sie nach Baal-Pegor gekommen,
da weihten sie sich der Schande
und wurden selbst Scheusale wie ihre Lieblinge.
11Efraim ist Vögeln vergleichbar – ihre °Pracht fliegt davon:
weg vom Gebären, weg vom Mutterleib, weg von der Schwangerschaft.
12Selbst wenn sie ihre Kinder groß bekommen,
mache ich sie kinderlos, menschenleer.
Ja, sogar dann gilt »Weh ihnen!«, weil ich sie allein lasse.
13Efraim habe ich ausersehen als Palmbaum, gepflanzt auf einer Weide,
doch nun muss Efraim seine Kinder zu ihrem Schlächter hinausführen.
14Gib ihnen, Ewige, – was kannst du geben? –
gib ihnen unfruchtbaren Mutterschoß und vertrocknete Brüste.
15Ihre ganze Bosheit zeigte sich in Gilgal,
ja, dort begann ich sie zu hassen.
Wegen der Bosheit ihrer Taten vertreibe ich sie aus meinem Haus.
Die Liebe zu ihnen setze ich nicht fort.
Alle ihre Regierenden sind widerspenstig.
16Geschlagen ist Efraim, ihre Wurzel vertrocknet,
Frucht bringen sie jedenfalls nicht mehr.
Auch wenn sie gebären, töte ich die Lieblinge ihres Mutterleibes.
17Meine °Gottheit verwirft sie, sie haben ja nicht auf sie gehört.
So werden sie Umherirrende unter den °Völkern.