z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Hosea

Kapitel 2

1Und so wird es sein: Die Zahl der Menschen in Israel wird wie der Sand am Meer,
der nicht gemessen und nicht gezählt werden kann.
So wird es sein:
Statt dass ihnen gesagt wird: ›Ihr seid nicht mein °Volk‹,
wird ihnen gesagt: ›Kinder des lebendigen °Gottes‹.
2Dann versammeln sich die Menschen Judas
gemeinsam mit den Menschen Israels,
sie wählen sich ein gemeinsames Oberhaupt
und ziehen aus dem Lande herauf.
Ja, groß ist der Tag Jesreëls!
3Sprecht zu euren Brüdern: Ammi – ›Mein Volk‹,
und zu euren Schwestern: Ruhama – ›Sie hat Erbarmen gefunden‹. 4Streitet mit eurer Mutter, klagt sie an!
Ja, sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann!
Sie soll ihren Hurenschmuck aus ihrem Gesicht entfernen
und ihre Ehebruchszeichen zwischen ihren Brüsten.
5Sonst ziehe ich sie nackt aus, lege sie hin wie am Tag ihrer Geburt.
Sonst mache ich sie wie die Wüste, lasse sie werden wie dürres Land,
töte sie durch Durst.
6Auch ihrer Kinder will ich mich nicht erbarmen,
denn Kinder der Geilheit sind sie.
7Ja, getrieben hat's ihre Mutter, mit Schande bedeckte sich, die sie gebar.
Sie hat gesagt: »Ich will meinen Liebhabern nachlaufen,
die mir mein Brot und mein Wasser geben,
meine Wolle und meinen Flachs, mein Öl und meine Getränke.«
8Deshalb bin ich jetzt dabei, deinen Weg mit Dornen zu versperren.
Ich mauere sie ein, damit sie ihre Pfade nicht findet.
9Läuft sie dann ihren Liebhabern nach, kann sie sie nicht erreichen.
Sie sucht sie und findet sie nicht. Dann wird sie sagen: »Ich will gehen
und zu meinem ersten Mann °zurückkehren,
denn damals ging es mir besser als jetzt.«
10Sie hat aber keineswegs erkannt,
dass ich selbst ihr das Korn und den Most und das Olivenöl gegeben habe.
Das Silber, mit dem ich sie überhäufte,
und das Gold machten sie zum Baal.
11Deshalb °kehre nun ich um
und nehme mein Korn weg zu seiner Zeit und meinen Most zu seiner Frist.
Ich entreiße meine Wolle und meinen Flachs, womit sie ihre Blöße bedeckt.
12Jetzt gilt: Ich decke ihre Scham vor den Augen ihrer Liebhaber auf.
Kein Mann soll sie aus meiner Hand reißen.
13Ich beende all ihre Freude,
ihre Feste, ihren Neumond, ihren Sabbat, ihre ganze Festversammlung.
14Ich veröde ihren Weinstock und ihren Feigenbaum, von denen sie sagt: »Das ist der Lohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben.«
Doch ich mache daraus Waldgestrüpp,
so dass das Getier des Feldes sie frisst.
15Ich suche an ihr heim die Tage der Baale,
denen sie Rauchopfer dargebracht hat.
Sie schmückte sich mit ihrem Nasenring und ihrem Geschmeide
und lief ihren Liebhabern nach.
Mich aber hat sie vergessen – spricht die Ewige.
16Darum, ja, will ich sie jetzt verführen.
Ich werde sie in die Wüste bringen und ihr zu °Herzen reden.
17Ich gebe ihr ihre Weinberge von dort aus,
samt der Ebene Achor – ›Unglück‹ – als Tor der Hoffnung.
Dann wird sie singend antworten wie in den Tagen ihrer Jugend,
wie am Tag, als sie aus dem Land Ägypten heraufzog.
18An jenem Tag geschieht's – spricht die Ewige –:
du nennst mich »mein Mann«,
und nennst mich nicht weiter »mein Baal, mein Herr«.
19Ich entferne die Namen der Baale aus ihrem Mund.
Man wird sich an deren Namen nicht mehr erinnern.
20Ich schließe für sie an jenem Tag
mit den Tieren des Feldes, den Vögeln des Himmels
und dem Gewürm des Erdbodens einen °Bund.
Bogen und Schwert und Krieg breche ich weg aus dem Land
und lasse sie in Sicherheit wohnen.
21Ich will dich für mich auf °ewig gewinnen.
Ich will dich für mich gewinnen
durch Gerechtigkeit und °Recht,
durch °Güte und Barmherzigkeit als Brautpreis.
22Ich will dich für mich durch °Treue gewinnen.
So sollst du die Ewige erkennen.
23An jenem Tag geschieht's:
Ich werde antworten – spricht die Ewige –,
ich werde dem Himmel antworten, und der wird der Erde antworten.
24Die Erde wird dem Korn antworten und dem Most und dem Olivenöl.
Und diese werden Jesreël antworten.
25So säe ich sie für mich ein ins Land.
Der Lo-Ruhama – ›Nicht mein Volk‹–: Mein °Volk bist du.
Und das Volk wird sagen: Mein Gott.