1Jeder menschliche Hohepriester wird zum Dienst für die Menschen als Anwalt vor Gott eingesetzt, damit er wegen der °Toraübertretungen Gaben und °Schlachtopfer darbringt. 2Er kann mitfühlen mit den Unwissenden und in die Irre Geführten, weil er auch selber schwach sein kann. 3Wegen dieser Schwachheit muss er für sich selbst wie für das °Volk Israel die °Entfernung der Menschen von Gott durch Opfer verringern. 4Da niemand sich selbst ein Ehrenamt gibt, sondern von Gott berufen wird, wie es auch bei Aaron war, 5so hat sich auch der °Messias nicht selbst für würdig gehalten, Hoherpriester zu werden. Gott hat aber zu ihm gesagt: »Du bist mein °Kind, ich habe dich heute geboren.« 6Außerdem sagte Gott auch anderswo in der Schrift: »Du bist für immer ein Priester wie Melchisedek.«
7Jesus flehte und betete, unter lautem Schreien und mit Tränen, in seiner °Lebenszeit zur Ewigen, die fähig ist, ihn aus dem Tod zu retten. Aufgrund seiner Ehrfurcht vor Gott wurde Jesus erhört. 8Obgleich er °Sohn war, lernte er aus dem, was er erlitt, den Gehorsam. 9Als er vollkommen war, wurde er für alle, die auf ihn hören, Urheber der °ewigen Rettung; 10er, der von °Gott als Hoherpriester wie Melchisedek ausgerufen worden war.
11Darüber haben wir noch viel zu sagen; aber es ist schwer auszudrücken, da ihr schwerhörig geworden seid. 12Ihr, die ihr der Zeit nach bereits Lehrende sein müsstet, habt es wieder nötig, dass man euch belehrt, welches die Grundelemente der göttlichen °Botschaft sind, und ihr Milch und nicht feste Nahrung bekommt. 13Denn Säuglinge, die alle nur mit Milch ernährt werden, können nicht vernünftig reden. 14Die feste Nahrung ist den erwachsenen und vollkommenen Menschen vorbehalten, welche durch ihre Sinnesorgane in der Unterscheidung zwischen gut und böse geübt sind.