z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Habakuk

Kapitel 3

1Gebet des Propheten Habakuk, nach einer Klagemelodie: 2Gott, ich habe gehört, was du gesagt hast, und °fürchte, Gott, was du tust. In diesen Jahren erweck es zum Leben, in diesen Jahren lass es sichtbar werden, in deinem Wüten ruf dir das Erbarmen ins Gedächtnis!
3°Eloah(388) kommt von Teman her und die °Heiligkeit vom Berg Paran. Sela Die göttliche Hoheit bedeckt den Himmel, und der Ruhm Gottes erfüllt die Erde. 4Ein Schein wie Sonnenlicht – Strahlen an Gottes Seite –, dort ist die göttliche Kraft verhüllt. 5Vor Gott her geht ›Pest‹, und auf den Fuß folgt ›Glut‹(389). 6Gott steht auf und schreitet die Erde ab. Gott blickt hin und lässt die °Völker aufspringen. Die uralten Berge werden zerschmettert, gebeugt werden die Hügel der °Vorzeit. So tut Gott es zu °aller Zeit. 7Die Zelte Kuschs sehe ich in Bedrängnis; die Zeltbahnen des Landes Midian zittern. 8Ist denn gegen die Flüsse, Gott, gegen die Flüsse dein Zorn und gegen das Meer dein Grimm entbrannt, dass du mit deinen Pferden und deinen siegreichen Streitwagen fährst? 9Entfernt ist die Hülle deines Bogens; von Pfeilen gesättigt spricht er. Sela Du spaltest die Erde, dass Ströme fließen. 10Die Berge sehen dich und beben. Der Wolkenbruch stürzt herab. Ertönen lässt die Wassertiefe ihre Stimme. Die Höhe erhebt ihre Hände. 11Sonne und Mond bleiben in ihrem Domizil. Zum Licht deiner Pfeile bewegen sie sich, zum hellen Blitzen deines Speeres. 12In großer Wut durchschreitest du die Erde, im Zorn zertrittst du die °Völker. 13Du trittst heraus zur Rettung deines °Volkes, um die zu retten, die du °gesalbt hast. Das Dach der °Ungerechten zerschlägst du, das Fundament legst du bloß bis auf den Fels. Sela 14Du durchbohrst mit ihren eigenen Pfeilen die Köpfe derer, die sie anführen. Sie stürmen heraus und wollen mich verjagen. Ihre Freude haben sie daran, die Schutzlosen heimlich aufzufressen. 15Den Weg durchs Meer bahnst du dir auf deinen Pferden durch die brandende Wasserfülle. 16Als ich zuhörte, bebte mein Leib vom Getöse, und meine Lippen zitterten. Weich wurden meine Knochen, und ich geriet in große Unruhe. Wie könnte ich still sein bis zum Tag der Katastrophe, wenn das °Volk heraufzieht und uns angreift?! 17Ja, der Feigenbaum blüht nicht, und die Weinrebe trägt nicht. Den Ölbaum lässt seine Frucht im Stich, die Äcker liefern keine Nahrung. Von den Weiden sind Schafe und Ziegen verschwunden, und in den Ställen stehen keine Kühe. 18Ich aber will mich über Gott freuen – ich will jubeln über die °Gottheit, die mich rettet. 19Gott, °du herrschst über mich; du bist meine Stärke! Gott macht meine Füße schnell wie die Hufe der Hirschkuh, und auf meinen Bergrücken lässt Gott mich schreiten.