z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 49

8Juda, du, dir werden deine Brüder danken,
deine Hand liegt deinen Feinden im Nacken,
vor dir werden sich die Söhne deines Vaters tief verneigen.
9Ein Löwenjunges war Juda,
vom Zerfleischen, mein Sohn, stiegst du auf;
er kauert, lagert sich wie ein Löwe
und wie eine Löwin – wer wird ihn aufstören?
10Nicht weichen soll das Zepter von Juda
und der Herrscherstab zwischen seinen Füßen,
bis die Gestalt kommt, der es zusteht(28),
und ihr der Gehorsam der Völker gehört,
11die ihren Eselhengst an den Weinstock bindet
und an die Purpurrebe das Füllen ihrer Eselin.
Sie wäscht in Wein ihr Gewand und in Traubenblut ihren Mantel.
12Dunkler funkeln ihre Augen als Wein, heller sind ihre Zähne als Milch. 13Sebulon – zum Meeresstrand hin wird er siedeln,
er – am Pier von Schiffen und seine Flanke an Sidon gelehnt. 14Issachar ist ein knochiger Esel, sich lagernd zwischen Packtaschen.
15Und er sah die Ruhe als gut an und das Land als lieblich.
Da beugte er seine Schulter zum Lasttragen und wurde so zum Fronarbeiter. 16Dan – er wird seinem Volk Recht verschaffen, ist wie einer der Stämme Israels.
17Dan wird eine Schlange auf dem Weg, eine Viper am Pfad,
die die Fessel des Pferdes beißt, so dass sein Reiter nach hinten fällt.
18– Auf deine Rettung warte ich gespannt, Adonaj19Gad – dringen Drangscharen an ihn, drängt er an die Ferse. 20Von Ascher – fett ist seine Speise
und er, königliche Leckerbissen wird er geben. 21Naftali – eine geschickte Hirschkuh,
einer, der schöne Worte macht. 22Ein junger Fruchtbaum: Josef, ein junger Fruchtbaum an einer Quelle,
seine Sprösslinge waren die Mauer empor geschritten.
23Man machte ihn bitter, beschoss ihn und es befeindeten ihn Pfeilschützen.
24Doch sein Bogen blieb fest, gelenkig sind seine Arme beidseitig.
Von den Händen des Starken Jakobs, von dort kommt, wer Israels Stein hütet.
25Von deines Vaters Gott, da wird dir Unterstützung,
mit °Schaddaj, da wird dir Segen zuteil,
Segnungen des Himmels droben,
Segnungen der Urflut, die sich unten lagert,
Segnungen von Brüsten und Schoß.
26Die Segnungen deines Vaters überragten
die Segnungen meiner Voreltern,
bis an die uralten Höhen.
Mögen sie kommen auf Josefs Haupt
und auf den Scheitel des Geweihten seiner Brüder! 27Benjamin – ein zerfleischender Wolf,
am Morgen verzehrt er Beute, am Abend verteilt er Raub. 28All die sind die Stämme Israels, zwölf an der Zahl, und dies ist es, was ihr Vater zu ihnen geredet hat. Und so segnete er sie, einen jeden segnete er mit dem ihm entsprechenden Segen. 29Und er sagte ihnen als Befehl: »Ich werde nun mit meinen Angehörigen vereint. Setzt mich bei meinen Vorfahren bei in der Höhle auf dem Feld des Hetiters Efron, 30in der Höhle auf dem Feld von Machpela, das Mamre gegenüber im Land Kanaan liegt – das Feld, das Abraham von dem Hetiter Efron zum Grabbesitz erwarb. 31Dort wurden Abraham und seine Frau Sara beigesetzt, dort wurden Isaak und seine Frau Rebekka beigesetzt und dort habe ich Lea beigesetzt. 32Rechtmäßig von den hetitischen Leuten erworben sind das Feld und die Höhle darauf.«