z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 49

1Da rief Jakob seine Söhne und sagte: »Kommt zusammen und lasst mich euch künden,
was euch treffen wird in den Tagen hernach!
2Versammelt euch und hört, ihr Söhne Jakobs, hört auf Israel, euren Vater:
3Ruben, mein Erstgeborener bist du,
meine Stärke und der Erstling meiner Kraft, meines Unheils,
Vorrang im Erheben, Vorrang an Macht.
4Überschwappend wie Wasser –
du sollst keine Überlegenheit erlangen,
du hast ja das Bett deines Vaters bestiegen –
damals hast du mein Lager entweiht, er hat's erstiegen. 5Simeon und Levi sind Brüder, Gewaltgeräte sind ihre Messer.
6In ihren Kreis soll meine °Kehle nicht geraten,
mit ihrer Versammlung meine °Würde sich nicht vereinen.
In ihrem Wutschnauben töteten sie einen Mann,
in ihrem Mutwillen lähmten sie einen Stier.
7Verflucht ihr Wutschnauben, es ist ja Macht,
und ihr Ingrimm, er ist ja hart!
Aufteilen will ich sie in Jakob, zerstreuen will ich sie in Israel. 8Juda, du, dir werden deine Brüder danken,
deine Hand liegt deinen Feinden im Nacken,
vor dir werden sich die Söhne deines Vaters tief verneigen.
9Ein Löwenjunges war Juda,
vom Zerfleischen, mein Sohn, stiegst du auf;
er kauert, lagert sich wie ein Löwe
und wie eine Löwin – wer wird ihn aufstören?
10Nicht weichen soll das Zepter von Juda
und der Herrscherstab zwischen seinen Füßen,
bis die Gestalt kommt, der es zusteht(28),
und ihr der Gehorsam der Völker gehört,
11die ihren Eselhengst an den Weinstock bindet
und an die Purpurrebe das Füllen ihrer Eselin.
Sie wäscht in Wein ihr Gewand und in Traubenblut ihren Mantel.
12Dunkler funkeln ihre Augen als Wein, heller sind ihre Zähne als Milch. 13Sebulon – zum Meeresstrand hin wird er siedeln,
er – am Pier von Schiffen und seine Flanke an Sidon gelehnt. 14Issachar ist ein knochiger Esel, sich lagernd zwischen Packtaschen.
15Und er sah die Ruhe als gut an und das Land als lieblich.
Da beugte er seine Schulter zum Lasttragen und wurde so zum Fronarbeiter. 16Dan – er wird seinem Volk Recht verschaffen, ist wie einer der Stämme Israels.
17Dan wird eine Schlange auf dem Weg, eine Viper am Pfad,
die die Fessel des Pferdes beißt, so dass sein Reiter nach hinten fällt.
18– Auf deine Rettung warte ich gespannt, Adonaj19Gad – dringen Drangscharen an ihn, drängt er an die Ferse. 20Von Ascher – fett ist seine Speise
und er, königliche Leckerbissen wird er geben. 21Naftali – eine geschickte Hirschkuh,
einer, der schöne Worte macht. 22Ein junger Fruchtbaum: Josef, ein junger Fruchtbaum an einer Quelle,
seine Sprösslinge waren die Mauer empor geschritten.
23Man machte ihn bitter, beschoss ihn und es befeindeten ihn Pfeilschützen.
24Doch sein Bogen blieb fest, gelenkig sind seine Arme beidseitig.
Von den Händen des Starken Jakobs, von dort kommt, wer Israels Stein hütet.
25Von deines Vaters Gott, da wird dir Unterstützung,
mit °Schaddaj, da wird dir Segen zuteil,
Segnungen des Himmels droben,
Segnungen der Urflut, die sich unten lagert,
Segnungen von Brüsten und Schoß.