z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 48

1Danach trug sich Folgendes zu: Man sagte dem Josef: »Schau, dein Vater ist erkrankt.« Er nahm seine beiden Söhne mit sich, Manasse und Efraim. 2Man erzählte es dem Jakob und sagte: »Schau, dein Sohn Josef ist zu dir gekommen.« Da nahm Israel seine Kraft zusammen und setzte sich auf dem Bett auf. 3Und Jakob sagte zu Josef: »°El-°Schaddaj hat sich in Lus im Land Kanaan von mir sehen lassen und segnete mich 4und sagte zu mir: ›Da hast du mich. Ich will dich fruchtbar und zahlreich machen und gewähre dir, zu einer °Versammlung von Völkern zu werden. Ich gebe dieses Land deinen Nachkommen nach dir zum Verfügungsland auf Dauer.‹ 5So sollen jetzt deine beiden Söhne, die dir im Lande Ägypten geboren wurden, bevor ich zu dir nach Ägypten gekommen bin, mir gehören. Efraim und Manasse sollen mir wie Ruben und Simeon sein. 6Nachkommen von dir, die du nach ihnen bekommst, sollen dir gehören. Unter dem Namen ihrer Brüder sollen sie genannt werden in deren Erbbesitz. 7Und ich – als ich aus Mesopotamien kam, ist mir leider Rahel gestorben im Land Kanaan, unterwegs, als noch eine Strecke bis nach Efrata zu gehen war. So habe ich sie dort beigesetzt auf dem Weg nach Efrata – das ist Betlehem.«
8Da sah Israel die Söhne Josefs und sagte: »Wer sind die?« 9Josef sagte zu seinem Vater: »Meine Söhne sind sie, die mir Gott hier gab.« Und er sagte: »Bring sie doch zu mir heran, auf dass ich sie segne!« 10Israels Augen waren nämlich vom Alter schwer geworden, er konnte nicht deutlich sehen. Er ließ sie zu sich herantreten und er küsste sie und umarmte sie. 11Und Israel sagte zu Josef: »Dein Angesicht wieder zu sehen, darauf hatte ich mich nicht eingerichtet, und da lässt mich Gott sogar noch deine Nachkommen sehen!« 12Da zog Josef sie ihm wieder von seinen Knien weg und verneigte sich tief, bis seine Nase an den Boden stieß. 13Josef nahm die beiden, Efraim mit seiner rechten Hand zur Linken Israels und Manasse mit seiner linken Hand zu Israels Rechter und ließ sie nahe zu ihm treten. 14Da streckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf den Kopf Efraims – der war aber der jüngere – und seine Linke auf den Kopf Manasses. Er verschränkte seine Hände – Manasse war ja der Erstgeborene. 15Er segnete Josef und sagte:
»Die Gottheit, vor der meine Väter gewandelt sind, Abraham und Isaak,
die Gottheit, die mich hütet, seit ich bin, bis zum heutigen Tag,
16der °Engel, der mich auslöst von allem Bösen, segne die Burschen!
Gerufen werde in ihnen mein Name und der Name meiner Väter Abraham und Isaak und sie sollen fischartig wimmeln an Menge mitten im Lande!«
17Da sah Josef: Sein Vater hatte seine rechte Hand auf dem Kopf Efraims liegen. Das war falsch in seinen Augen und er stützte die Hand seines Vaters, um sie von Efraims Kopf weg auf den Kopf Manasses zu wenden. 18Josef sagte zu seinem Vater: »So nicht, mein Vater! Der ist doch der Erstgeborene, lege deine Rechte auf seinen Kopf!« 19Doch sein Vater verweigerte es und sagte: »Ich weiß es wohl, mein Sohn, ich weiß es wohl. Auch der wird zu einem Volk werden, auch der wird groß werden. Doch sein kleinerer Bruder wird größer als er und seine Nachkommenschaft wird zu einer Fülle von Völkern.« 20So segnete er sie an diesem Tage mit den Worten:
»Mit dir wird Israel so segnen:
›Es mache dich Gott wie Efraim und wie Manasse!‹«
So setzte er Efraim vor Manasse. 21Dann sagte Israel zu Josef: »Ich sterbe nun. Gott wird mit euch sein und wird euch zurückbringen in das Land eurer Eltern. 22Und ich, ich gebe dir eine Schulter hoch mehr als deinen Brüdern, das, was ich genommen habe aus amoritischer Hand mit meinem Schwert und meinem Bogen.«