z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 33

1Dann blickte Jakob auf und sah, dass Esau herankam, und mit ihm 400 Mann. Da verteilte er die Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Sklavinnen. 2Und er stellte die Sklavinnen mit ihren Kindern nach vorne, Lea und ihre Kinder hinter sie, dahinter Rahel und Josef. 3Er selbst ging vor ihnen her. Siebenmal warf er sich auf die Erde, bis er seinen Bruder erreichte. 4Doch Esau lief ihm entgegen, umarmte ihn, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da weinten sie. 5Dann blickte er auf und sah die Frauen und die Kinder. Er sprach: »Wen hast du da bei dir?« Und der sagte: »Das sind die Kinder, die Gott deinem °Knecht unverdienterweise geschenkt hat.« 6Dann traten die Sklavinnen heran, sie selbst und ihre Kinder, und sie verneigten sich. 7Dann trat auch Lea mit ihren Kindern heran, und sie verneigten sich. Danach trat Josef mit Rahel heran, und sie verneigten sich. 8Dann sprach er: »Was willst du mit dem ganzen Lager, auf das ich gestoßen bin?« Er sagte: »Damit ich °Wohlwollen und Zuwendung in den Augen meines Herrn finde.« 9Da sagte Esau: »Ich besitze genug, mein Bruder. Dein bleibe, was dir gehört.« 10Doch Jakob sagte: »Nicht doch. Wenn ich wirklich Wohlwollen und Zuwendung in deinen Augen gefunden habe, dann nimmst du auch meine Abgabe aus meiner Hand an. Schließlich habe ich dein Angesicht gesehen, wie man das Angesicht °Gottes sieht, und du hast mich wohlwollend angenommen. 11Nimm nun meinen Segen an, der dir überbracht wurde. Denn Gott hat sich °freundlich gezeigt, und ich besitze die Fülle.« So drang er in ihn und der nahm es an.
12Dann sagte Esau: »Lass uns nun aufbrechen und losziehen. Ich will vor dir herziehen.« 13Doch er sagte zu ihm: »Mein Herr weiß doch, dass die Kinder zart sind und ich für säugende Schafe, Ziegen und Rinder sorgen muss. Triebe man sie nur einen Tag mit Schlägen an, wäre die ganze Herde tot. 14Mein Herr ziehe also seinem °Diener voraus, und ich komme gemächlich nach, so wie der Tross vorankommt, dem ich folge, und wie die Kinder vorankommen, bis ich zu meinem Herrn nach Seïr komme.« 15Da sagte Esau: »Dann will ich einige von den Leuten, die mit mir sind, für dich abstellen.« Der sagte: »Wozu das? Ich finde ja °Wohlwollen und Zuwendung in den Augen meines Herrn.« 16Da kehrte Esau an jenem Tag auf seinem Weg nach Seïr zurück. 17Jakob aber brach nach Sukkot auf. Er baute sich dort ein Haus, und für sein Vieh machte er Hütten. Deshalb gab er dem Ort den Namen Sukkot, ›Hütten‹.
18Dann kam Jakob wohlbehalten zur Stadt Sichem im Lande Kanaan, als er aus dem aramäischen Mesopotamien zurückkam. Er lagerte vor der Stadt 19und erwarb das Feldstück, auf dem er sein Zelt aufgeschlagen hatte, aus dem Besitz der Kinder Hamors, des Vaters von Sichem, um 100 Silberstücke. 20Dort errichtete er einen Altar und nannte ihn °›El,›El, die °Gottheit Israels‹.