z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 32

4Dann sandte Jakob seinerseits °Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins Land Seïr, ins Gebiet Edoms. 5Und er beauftragte sie: »So sollt ihr sprechen zu meinem Herrn und Gebieter, zu Esau: ›So spricht dein °Knecht Jakob: Bei Laban war ich als Fremder und bin dort bis jetzt geblieben. 6Ich habe Rinder und Esel, Kleinvieh und °Sklaven und Sklavinnen bekommen. Nun sende ich Boten, um es meinem Herrn mitzuteilen, damit ich °Wohlwollen in deinen Augen finde.‹« 7Als die Boten zu Jakob zurückkehrten, berichteten sie: »Als wir zu deinem Bruder kamen, zu Esau, war auch er schon unterwegs, dir entgegen, und mit sich hat er 400 Mann.« 8Da geriet Jakob in große Furcht und Bedrängnis. Und er teilte die Leute, die bei ihm waren, das Kleinvieh, die Rinder und die Kamele in zwei Lager. 9Er sagte sich: »Wenn Esau kommt und das eine Lager schlägt, ist das übrig gebliebene Lager die Rettung.« 10Dann sprach Jakob: »Gottheit meines Vaters Abraham, Gottheit meines Vaters Isaak, Adonaj, die du zu mir gesagt hast: ›°Kehr um in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, dann will ich dir Gutes tun!‹, 11nicht würdig bin ich all der °Freundlichkeiten und all der °Treue, die du deinem °Sklaven erwiesen hast. Denn nur mit meinem Stock habe ich den Jordan da überschritten, und nun sind daraus zwei Lager geworden. 12Rette mich bitte aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus! Ich fürchte mich so vor ihm, dass er kommt und mich schlägt – Mutter und Kind. 13Du hast doch gesagt: ›Gutes, nur Gutes will ich dir tun! Deine Nachkommen will ich machen wie den Sand am Meer, den man nicht zählen kann wegen der Menge.‹«
14Und er blieb in jener Nacht dort. Dann nahm er von dem, was er in seine Hand bekommen hatte, eine °Abgabe für seinen Bruder Esau: 15200 Ziegen und 20 Ziegenböcke; 200 Schafe und 20 Widder; 1630 säugende Kamele mit ihren Jungen; 40 Kühe und 10 Stiere; 20 Eselinnen und 10 Eselhengste. 17Er übergab sie seinen Sklaven und Sklavinnen, Herde für Herde, je für sich. Er sprach zu seinen °Sklavinnen: »Zieht vor meinem Angesicht her und haltet Abstand zwischen Herde und Herde!« 18Er gab Befehl für die erste und sagte: »Wenn mein Bruder Esau dir begegnet und dich fragt: ›Zu wem gehörst du? Wohin willst du? Und wem gehören die da vor dir?‹, 19dann sollst du sagen: ›Deinem °Knecht Jakob gehört es. Es ist eine °Abgabe, gesandt an meinen Herrn und Gebieter, an Esau. Auch kommt er selbst hinter uns her‹.« 20Entsprechend befahl er auch der zweiten und der dritten und all den anderen, die hinter den Herden hergingen: »Dieser °Rede entsprechend sollt ihr zu Esau reden, wenn ihr auf ihn trefft. 21Und sagt auch: ›Siehe, dein Knecht Jakob kommt hinter uns her‹.« Denn er sagte sich: »°Versöhnen will ich sein Angesicht durch die Abgabe, die vor meinem Angesicht herzieht. Danach werde ich sein Angesicht sehen, vielleicht hebt er mein Angesicht zu sich empor.« 22So ging die °Abgabe vor seinem Angesicht her, und er blieb in jener Nacht im Lager. 23Er stand auf in jener Nacht, nahm seine beiden Frauen und seine beiden Sklavinnen sowie seine elf Kinder, ging selbst über den Übergang des Jabbok, 24nahm sie dann, brachte sie über den Fluss hinüber und brachte hinüber, was er hatte. 25Doch Jakob blieb zurück, für sich allein. Da rang jemand mit ihm, bis die Morgenröte aufkam. 26Da sah er, dass er ihn nicht überwinden konnte, und berührte sein Hüftgelenk, so dass das Hüftgelenk Jakobs verrenkt wurde, als er mit ihm rang. 27Da sagte er: »Lass mich los, denn die Morgenröte kommt auf.« Und der sagte: »Ich lass dich nicht los, nur wenn du mich segnest.« 28Er sagte zu ihm: »Wie ist dein Name?« Und der: »Jakob.«