z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 3

1Die Schlange hatte weniger an, aber mehr drauf(6) als alle anderen Tiere des Feldes, die Adonaj, also Gott, gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: »Da hat doch °Gott tatsächlich gesagt: ›Ihr dürft von allen Bäumen des Gartens nichts essen‹!« 2Da sagte die Frau zur Schlange: »Von den Früchten der Bäume im Garten können wir essen. 3Nur von den Früchten des Baumes in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: ›Esst nicht von ihnen und rührt sie nicht an, damit ihr nicht sterbt!‹« 4Die Schlange sagte zu der Frau: »Ganz bestimmt werdet ihr nicht sterben. 5Vielmehr weiß °Gott genau: An dem Tag, an dem ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet und ihr werdet so wie Gott sein, wissend um Gut und Böse.« 6Da sah die Frau, dass es gut wäre, von dem Baum zu essen, dass er eine Lust war für die Augen, begehrenswert war der Baum, weil er klug und erfolgreich machte. Sie nahm von seiner Frucht und aß. Und sie gab auch ihrem Mann neben ihr. Und er aß.
7Da wurden beiden die Augen geöffnet und sie erkannten(↑4), dass sie nichts anhatten. Sie fügten Feigenblätter zusammen und banden sie sich um. 8Dann hörten sie ein Geräusch. Adonaj, Gott, ging im Garten umher in der täglichen °Brise. Adam, der Mensch als Mann, und seine Frau versteckten sich vor dem Antlitz Adonajs, also Gottes, mitten zwischen den Bäumen des Gartens. 9Da rief Adonaj, also Gott, den männlichen Menschen herbei und sagte zu ihm: »Wo bist du bloß?« 10Der sagte: »Ein Geräusch von dir habe ich im Garten gehört und mich °gefürchtet, denn ich habe nichts an und da habe ich mich versteckt«. 11Darauf: »Wer hat dir denn gesagt, dass du nichts anhast? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, ja nicht zu essen?« 12Da sagte der Mann-Mensch: »Die Frau, die du mir doch an die Seite gegeben hast, die hat mir von dem Baum gegeben. Und da habe ich gegessen.« 13Da sagte Adonaj, also Gott, zur Frau: »Was hast du da getan?« Und die Frau sagte: »Die Schlange hat mich reingelegt, so dass ich gegessen habe.« 14Da sprach Adonaj, also Gott, zur Schlange: »Weil du das getan hast, bist du verflucht – als Einziges von allem Vieh und von allen Tieren des Feldes. Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Erde essen dein Leben lang 15Feindschaft stifte ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachwuchs und ihrem Nachwuchs. Der wird deinen Kopf angreifen, du wirst seine Ferse angreifen.«
16Und zur Frau: »Ich sorge dafür, dass deine Lasten groß und deine Schwangerschaften häufig sind. Nur unter Mühen wirst du Kinder bekommen. Auf deinen Mann richtet sich dein Verlangen. Doch der wird dich beherrschen.«
17Und zum Mann als Menschen: »Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir geboten hatte: ›Du sollst nicht von ihm essen‹, deswegen: Verflucht ist der Ackerboden um deinetwillen. Dein Leben lang sollst du dich nur mit Mühe von ihm ernähren. 18Dornen und Disteln lässt er für dich aufsprießen, so musst du das Kraut des Feldes essen. 19Im Schweiß deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Acker °zurückkehrst, von dem du genommen bist. Ja, Erde bist du, und zur Erde kehrst du zurück.«
20Da gab der Mann-Mensch seiner Frau einen Namen: Chawwa, Eva, denn sie wurde zur Mutter aller, die leben. 21Und Adonaj, also Gott, machte selbst für den Menschen als Mann und für seine Frau Gewänder für die Haut und bekleidete sie. 22Und Adonaj, also Gott, sprach: »Schau, der Mensch ist im Blick auf die Erkenntnis von Gut und Böse wie einer von uns geworden. Dass er nur nicht seine Hand ausstreckt, auch noch vom Baum des Lebens nimmt, isst und °ewig lebt.« 23Da schickte Adonaj, also Gott, sie fort aus dem Garten Eden, damit sie auf dem Acker °arbeiteten, von dem sie genommen wurden. 24So vertrieb Gott die Menschen und ließ östlich des Gartens Eden die Kerubim lagern, dazu die Flamme des zuckenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.