z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 27

26Dann sagte sein Vater Isaak zu ihm: »Komm her, küss mich, mein Sohn!« 27Und er trat heran und küsste ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider. So segnete er ihn und sprach:
»Sieh da, der Geruch meines Sohnes ist
wie der Geruch des Feldes, das Adonaj gesegnet hat.
28So gebe dir denn °Gott vom Tau des Himmels
und vom Reichtum der Erde und Korn und Most in Fülle.
29°Völker sollen für dich °arbeiten, Nationen sich dir unterwerfen!
Sei ein Herrscher über deine Brüder,
unterwerfen sollen sich dir die Söhne deiner Mutter.
Die dich verfluchen – verflucht! Die dich segnen – gesegnet!«
30Als Isaak den Segen über Jakob beendet hatte und Jakob gerade eben vom Angesicht seines Vaters Isaak weggegangen war, da kam sein Bruder Esau von seiner Jagd zurück. 31Auch er bereitete nun ein schmackhaftes Gericht, brachte es seinem Vater und sagte zu seinem Vater: »Mein Vater möge sich aufrichten und von dem Wildbret seines Sohnes essen, damit deine °Kehle mich segnen kann.« 32Da sagte sein Vater Isaak zu ihm: »Wer bist du?« Und der: »Ich bin dein erstgeborener Sohn Esau.« 33Da erschrak Isaak mit einem riesengroßen Schrecken und sagte: »Wer war dann der, der Wildbret gejagt und mir gebracht hat? Ich habe von allem gegessen, bevor du kamst, und habe ihn gesegnet. Und somit ist er nun gesegnet.« 34Als Esau die Worte seines Vaters hörte, schrie er auf, laut, erbittert, über die Maßen. Und er sagte zu seinem Vater: »Du musst auch mich segnen, mein Vater!« 35Der sagte: »Dein Bruder hat Betrug begangen und hat deinen Segen weggenommen.« 36Er sagte: »Heißt er nicht zu Recht Jakob, der Fersenmann? Zweimal hat der mich schon hintergangen, meine Erstgeburt hat er mir genommen und jetzt nahm er meinen Segen.« Und er sagte: »Hast du nicht einen Segen für mich aufgehoben?« 37Da antwortete Isaak und sagte zu Esau: »Schau, ich habe ihn zum Herrscher über dich gesetzt und habe seine Brüder für ihn zu °Sklaven gemacht, mit Korn und Most habe ich ihn ausgestattet. Was kann ich da noch für dich tun, mein Sohn?« 38Da sagte Esau zu seinem Vater: »Ist das der einzige Segen, den du hast, mein Vater? Segne auch mich, mein Vater!« Und Esau erhob seine Stimme und weinte. 39Da antwortete sein Vater Isaak und sagte ihm:
»Siehe, ohne den Reichtum der Erde sei dein Wohnsitz
und ohne den Tau vom Himmel oben.
40Durch dein Schwert musst du leben
und für deinen Bruder sollst du °arbeiten.
Doch bei deinem Umherirren
wirst du sein Joch von deinem Hals abwerfen.«
41Da wurde Esau zum Feind Jakobs wegen des Segens, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte. Und Esau sprach zu sich °selbst: »Bald kommen die Tage der Trauer um meinen Vater. Dann werde ich meinen Bruder Jakob töten.« 42Als Rebekka die Worte ihres älteren Sohnes Esau überbracht wurden, da sandte sie hin, rief Jakob, ihren jüngeren Sohn, zu sich und sprach zu ihm: »Pass auf! Esau, dein Bruder, will sich an dir rächen und dich töten. 43Jetzt hör' auf meine Stimme, mein Sohn. Mach dich auf, flieh zu meinem Bruder Laban nach Haran 44und bleibe einige Zeit bei ihm, bis sich die Wut deines Bruders legt, 45bis sich der Zorn deines Bruders von dir °abwendet und er vergisst, was du ihm angetan hast. Dann will ich zu dir senden und dich von dort zurückholen. Warum sollte ich euch zwei an einem Tag verlieren?« 46Dann sagte Rebekka zu Isaak: »Mein Leben ekelt mich wegen der Hetiterinnen. Wenn Jakob auch eine Frau von den Hetiterinnen heiratet, wie die da von den Landestöchtern – wozu soll ich dann noch leben?