z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 21

9Da sah Sara, wie der Sohn Hagars, der Ägypterin, den diese dem Abraham geboren hatte, herumjauchzte, 10und sie sagte zu Abraham: »Verstoße diese Sklavin samt ihrem Sohn. Denn der Sohn dieser Sklavin soll nicht mit meinem Sohn, mit Isaak, das Erbe teilen.« 11Das war ein böses °Wort in den Augen Abrahams – seines Sohnes wegen. 12Doch Gott sagte zu Abraham: »Sieh es nicht als böse an im Blick auf den Knaben und auf deine Sklavin. In allem, was Sara zu dir sagt, hör auf ihre Stimme. Denn nach Isaak soll deine Nachkommenschaft benannt werden. 13Aber auch den Sohn der Sklavin werde ich zu einem °Volk machen. Denn er ist dein Nachkomme.« 14Da machte sich Abraham am nächsten Morgen früh auf, nahm Brot und einen Ledersack voll Wasser, gab es der Hagar, indem er es ihr auf die Schulter legte, dazu das Kind. Dann schickte er sie fort. Sie ging und irrte in der Wüste von Beërscheba umher. 15Als das Wasser aus dem Sack zu Ende war, warf sie das Kind unter einen der Sträucher, 16ging weg und setzte sich gegenüber, ungefähr einen Bogenschuss weit. Denn sie dachte: »Ich kann nicht zusehen, wie das Kind stirbt.« Sie setzte sich gegenüber, erhob laut ihre Stimme und weinte. 17Da hörte °Gott die Stimme des Jungen, und Gottes °Bote rief Hagar vom Himmel her an und sagte zu ihr: »Was hast du, Hagar? Fürchte dich nicht, denn Gott hat die Stimme des Jungen gehört, da drüben, wo er ist. 18Steh auf, nimm den Knaben hoch, zeige deine Kraft an ihm. Denn zu einem großen °Volk will ich ihn machen.« 19Da öffnete Gott ihre Augen und sie sah einen Brunnen mit Wasser. Sie ging hin, füllte den Sack mit Wasser und gab dem Jungen zu trinken. 20Und es war so, dass Gott mit dem Knaben war. Er wuchs heran, wohnte in der Wüste und wurde ein Bogenschütze. 21Er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm für ihn eine Frau aus dem Land Ägypten.
22In jener Zeit geschah es, dass Abimelech samt seinem Heerführer Pichol zu Abraham sagte: »Gott ist mit dir in allem, was du tust. 23Deshalb schwöre mir jetzt hier bei Gott, dass du mich, meine Kinder und meine Enkelkinder nie betrügen wirst. Entsprechend der °Freundlichkeit, die ich dir erwiesen habe, wirst du an mir handeln, sowie an dem Land, in dem du dich als Fremder aufhältst. 24Und Abraham sagte: »Ich schwöre es.« 25Zugleich aber mahnte Abraham den Abimelech wegen der Wasserquelle an, die die °Knechte Abimelechs geraubt hatten. 26Und Abimelech sagte: »Ich weiß nicht, wer °das getan hat. Weder hast du es mir mitgeteilt, noch hatte ich bis heute davon gehört.« 27Da nahm Abraham Kleinvieh und Rinder und gab sie Abimelech. Und die beiden schlossen einen °Bund miteinander. 28Doch Abraham stellte sieben Lämmer aus der Herde besonders zur Seite. 29Da fragte Abimelech den Abraham: »Was bedeuten diese sieben Lämmer, die du besonders zur Seite gestellt hast?« 30Der sagte: »Nun, die sieben Lämmer sollst du aus meiner Hand annehmen, damit es mir als Zeugnis dienen kann, dass ich diesen Brunnen hier gegraben habe.« 31Deshalb nennt man jenen Ort Beërscheba, Schwur- oder Siebenbrunnen, denn da haben sich die beiden verschworen. 32So schlossen sie einen °Bund in Beërscheba. Dann stand Abimelech auf, samt Pichol, seinem Heerführer, und sie kehrten ins Land der Philister zurück. 33Er aber pflanzte eine Tamariske in Beërscheba und rief dort den Namen › Adonaj El Olam‹ an, ›Adonaj °Gott °ewiger Zeiten‹.