z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 2

1So wurden Himmel und Erde und alles, was in ihnen kämpft, zum Abschluss gebracht.
2°Gott aber brachte das eigene Werk am siebten Tag zum Abschluss, indem sie am siebten Tag von all ihrem Werk ruhte, das sie getan hatte. 3Und °Gott segnete den siebten Tag und machte ihn °heilig. Denn an ihm ruht sie von all ihrem Werk, das Gott geschaffen hat, um zu wirken. 4Das Folgende ist die Geschichte der Kinder von Himmel und Erde, seit diese erschaffen wurden: Am Tage, als Adonaj (3), vertritt den Namen °Gottes, Erde und Himmel machte, – 5noch gab es die Sträucher des Feldes nicht auf der Erde und das Grün der Felder war noch nicht aufgesprossen, denn Adonaj, also Gott, hatte es noch nicht regnen lassen auf die Erde, und es gab auch noch keine Menschen, um den Acker zu bearbeiten, 6nur ein Quell stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackers, – 7da bildete Adonaj, also Gott, Adam, das Menschenwesen, aus Erde vom Acker und blies in seine Nase Lebensatem. Da wurde der Mensch °atmendes Leben.
8Nun legte Adonaj, also Gott, einen Garten in Eden an, das ist im Osten, und setzte das gerade geformte Menschenwesen dort hinein. 9Aus dem Acker ließ Adonaj, Gott, sodann alle Bäume aufsprießen, reizvoll zum Ansehen und gut zum Essen, samt dem Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und dem Baum der Erkenntnis(4) von Gut und Böse.
10Ein Strom geht aus von Eden, um den Garten zu bewässern. Und von da an teilt er sich in vier Hauptarme. 11Der Name des einen ist Pischon; das ist der, der das ganze Land Hawila umfließt, wo es das Gold gibt. 12Gut ist das Gold dieses Landes, zudem gibt es da Bdellion-Harz und Schoham-Steine. 13Der Name des zweiten Flusses ist Gihon, der fließt um das ganze Land Äthiopien herum. 14Der Name des dritten Flusses ist Tigris, der fließt östlich von Assur. Und der vierte Fluss, das ist der Eufrat. 15Adonaj, also Gott, nahm das Menschenwesen und brachte es in den Garten Eden, ihn zu °bearbeiten und zu beaufsichtigen. 16Dann sprach Adonaj, Gott, ein Gebot für das Menschenwesen aus: »Von allen Bäumen des Gartens kannst du ruhig essen. 17Nur vom Baum der Erkenntnis(↑4) von Gut und Böse – von dem darfst du nicht essen. An dem Tag, an dem du von ihm isst, bist du zum Tode verurteilt.« 18Dann sagte Adonaj, also Gott: »Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Ich will für ihn eine Hilfe machen, so etwas wie ein Gegenüber.« 19Da bildete Adonaj, also Gott, aus Ackererde alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zum Menschen, um zu beobachten, wie er sie nennen würde. Ganz so wie der Mensch – das °atmende Leben – sie nennen würde, so sollte ihr Name sein. 20Da gab der Mensch allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen. Aber für das Menschenwesen fand sich keine Hilfe, die so etwas wie ein Gegenüber wäre.
21Da ließ Adonaj, also Gott, einen Tiefschlaf auf das Menschenwesen fallen, dass es einschlief, nahm eine von seinen Seiten und verschloss die Stelle mit Fleisch. 22Dann formte Adonaj, also Gott, die Seite, die sie dem Menschenwesen entnommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu Adam, dem Rest des Menschenwesens(5). 23Da sagte der Mensch als Mann: »Dieses Mal ist es Knochen von meinen Knochen, und °Fleisch von meinem Fleisch! Die soll Ischscha, Frau, genannt werden, denn vom Isch, vom Mann, wurde die genommen!« 24Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden. Sie werden ein °Fleisch sein. 25Und obwohl die beiden nichts anhatten, der Mensch als Mann und seine Frau, schämten sie sich nicht.