z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Genesis. Das erste Buch der Tora

Kapitel 1

6Da sprach Gott: »Es soll ein Gewölbe mitten in den Wassern sein, so dass es Wasser von Wasser trennt.« 7Und Gott machte das Gewölbe und es trennte das Wasser unterhalb des Gewölbes von dem Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es. 8Gott nannte das Gewölbe ›Himmel‹. Es wurde Abend und wurde Morgen – ein zweiter Tag.
9Da sprach Gott: »Das Wasser unter dem Himmel soll an einem Ort gesammelt werden, so dass das Trockene sichtbar wird.« So geschah es. 10Gott nannte das Trockene ›Erde‹ und die Ansammlung des Wassers ›Meer‹. Und Gott sah: Ja, es war gut.
11Da sprach Gott: »Die Erde lasse Grünes aufsprießen: Gewächse, die Samen aussäen, Fruchtbäume, die nach ihrer Art Früchte hervorbringen, in denen ihr Same ist, oberhalb der Erde.« Und so geschah es: 12Die Erde brachte Grün hervor, Gewächse, die Samen aussäen nach ihrer Art, Bäume, die Früchte hervorbringen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah: Ja, es war gut. 13Es wurde Abend und wurde Morgen – ein dritter Tag.
14Da sprach Gott: »Es sollen Lichter sein am Gewölbe des Himmels, um den Tag von der Nacht zu trennen. Sie sollen zu Zeichen werden für Festzeiten, für Tage und Jahre. 15Sie sollen Lichter sein am Himmelsgewölbe, um die Erde zu beleuchten.« Und so geschah es: 16Gott machte die zwei großen Lichter, das größere Licht zur Herrschaft über den Tag, das kleinere Licht zur Herrschaft über die Nacht, dazu die Sterne. 17Und Gott setzte sie an das Gewölbe des Himmels, um die Erde zu beleuchten, 18um über den Tag und über die Nacht zu herrschen und um das Licht von der Finsternis zu trennen. Und Gott sah: Ja, es war gut. 19Es wurde Abend und wurde Morgen – ein vierter Tag.
20Da sprach Gott: »Die Wasser sollen nur so wimmeln von lebenden Wesen, und über der Erde sollen Flugtiere fliegen – angesichts des Himmelsgewölbes.« 21Da schuf Gott die großen Seeungeheuer und jedes sich bewegende Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt nach ihren Arten, und alle geflügelten Tiere nach ihren Arten. Und Gott sah: Ja, es war gut. 22Da segnete Gott sie und sagte: »Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt die Wasser der Meere. Die Flugtiere aber sollen sich auf der Erde vermehren.« 23Es wurde Abend und wurde Morgen – ein fünfter Tag.
24Da sprach Gott: »Die Erde soll lebende Wesen hervorbringen je nach ihrer Art, Vieh, Kriechtiere, das Wild der Erde nach seinen Arten.« Und so geschah es: 25Gott machte das Wild der Erde nach seinen Arten, das Vieh nach seinen Arten und alle Kriechtiere auf dem Acker nach ihrer Art. Und Gott sah: Ja, es war gut.
26Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen machen – als unser Bild, etwa in unserer Gestalt. Sie sollen niederzwingen die Fische des Meeres, die Flugtiere des Himmels, das Vieh, die ganze Erde, alle Kriechtiere, die auf dem Boden kriechen.« 27Da schuf Gott Adam, die Menschen, als göttliches Bild, als Bild °Gottes wurden sie geschaffen, männlich und weiblich hat er, hat sie(1), hat Gott sie geschaffen. 28Dann segnete Gott sie, indem Gott zu ihnen sprach: »Seid fruchtbar, vermehrt euch, füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Zwingt nieder(2) die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels und alle Tiere, die auf der Erde kriechen.« 29Da sprach Gott: »Seht, ich übergebe euch alle Samen aussäenden Gewächse auf der ganzen Erdfläche, sowie jeden Baum, an dem Samen aussäende Baumfrüchte sind. Das soll euch als Nahrung dienen. 30Auch allen Tieren der Erde, allen Vögeln des Himmels, allem, was auf der Erde kriecht, was immer mit einer °Kehle lebt, soll alles grüne Gewächs als Nahrung dienen.« So geschah es.