z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Brief an die Gemeinden in Galatien

Kapitel 4

1Ich sage also: Für die Zeit, solange Erbberechtigte noch unmündig sind, unterscheidet sie nichts von °Sklavinnen und Sklaven, obwohl sie doch °Verfügungsgewalt über alles besitzen. 2Dennoch sind sie Vorgesetzten und Verwaltungspersonen unterstellt bis zu dem Zeitpunkt, den der °Vater bestimmt. 3So ist es auch mit uns. Solange wir noch unmündig waren, sind wir versklavt gewesen unter die Ordnungskategorien(796) der Welt. 4Als aber die Fülle der Zeit kam, da sandte Gott das °Gotteskind aus: geboren aus einer Frau und geboren unter die °gesetzte Ordnung. 5Die unter der °Gesetzesordnung leben, sollte es freikaufen, damit wir als Kinder adoptiert würden. 6Weil ihr aber Kinder seid, hat Gott die °Geistkraft des Gotteskindes in unsere °Herzen ausgesandt, die mit lauter Stimme ruft: Abba! °Vater! 7Du bist also nicht mehr versklavt, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch erbberechtigt durch Gott.
8Damals freilich, als ihr von °Gott nichts wusstet, habt ihr Göttern und Göttinnen °sklavisch gedient, die in Wirklichkeit ein Nichts sind. 9Wenn ihr nun jedoch Gott kennt – oder vielmehr von Gott erkannt worden seid –, wie könnt ihr euch wieder rückwärts wenden zu den schwachen und armseligen Ordnungskategorien, denen ihr euch von Neuem versklaven wollt? 10Besondere Tage und Monate und Zeiten und Jahre begeht ihr – 11ihr macht mir Angst, dass ich mich vergeblich um euch gemüht haben könnte.
12Werdet wie ich, weil auch ich geworden bin wie ihr, Schwestern und Brüder, ich bitte euch. Ihr habt euch durch nichts an mir ins Unrecht gesetzt – 13es ist ja kein Geheimnis, dass ich euch beim ersten Mal die °gute Botschaft aus °körperlicher Versehrtheit heraus verkündete. 14Und obwohl ihr durch meine °äußere Erscheinung hart auf die Probe gestellt wart, habt ihr mich nicht als menschlichen Auswurf verachtet, sondern habt mich wie einen °Gottesboten aufgenommen, wie den Messias Jesus. 15Wo ist jetzt euer Überschwang? Denn ich bin Zeuge für euch, dass ihr wenn möglich eure Augen ausgerissen und für mich hergegeben hättet … 16Bin ich also nun euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage? 17Es ist kein guter Eifer, mit dem sie sich um euch mühen, sondern sie wollen euch für nicht zugehörig erklären, damit ihr euren Eifer auf sie richtet. 18Eifer im Guten ist zwar immer gut, allerdings nicht nur dann, wenn ich bei euch bin! 19Meine Kinder, mit denen ich wieder in Geburtswehen bin, bis der Messias in euch Gestalt annimmt: 20Wie gern wäre ich jetzt bei euch und könnte mit anderer Stimme reden, denn ich weiß nicht weiter mit euch.
21Sagt mir nun, die ihr unter der °gesetzten Ordnung sein wollt, ob ihr die °Gesetzesverordnung denn gar nicht hört? 22Es steht doch geschrieben, dass Abraham zwei °Söhne hatte, einen von der Sklavin und einen von der freien Frau. 23Der eine jedoch, der Sohn der Sklavin, war °nach den Spielregeln der Macht geboren, der andere dagegen, der Sohn der Freien, durch die Verheißung. 24Das ist als eine Allegorie zu verstehen: Diese Frauen bedeuten zwei °Erbverfügungen. Die eine vom Berg Sinai gebiert hinein in die Sklaverei, das ist Hagar. 25Hagar ist nun der Berg Sinai in Arabien, aber er ist der gleichen Ordnungskategorie zuzurechnen wie die Stadt Jerusalem jetzt, denn sie ist in der Sklaverei mit ihren Kindern.