z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Ezechiel

Kapitel 44

1Dann °führte sie mich zurück zum äußeren Tor des Heiligtums, das nach Osten gerichtet ist, doch dieses war verschlossen. 2Da sprach der Lebendige zu mir: Dieses Tor wird verschlossen bleiben und nicht geöffnet werden und kein Mensch soll durch es hineingehen, denn der Lebendige, die °Gottheit Israels, ist durch es hereingekommen, so es soll verschlossen bleiben. 3Was den Fürsten betrifft: Der Fürst soll in ihm sitzen, um vor dem Lebendigen Brot zu essen; von der Vorhalle des Tores soll er kommen, und auf demselben Weg soll er hinausgehen.
4Dann führte sie mich durch das Nordtor zur Vorderseite des Hauses. Und ich sah, siehe, die °Gegenwart des Lebendigen erfüllte das Haus des Lebendigen. Und ich fiel auf mein Gesicht. 5Da sprach der Lebendige zu mir: °Mensch, richte dein °Denken darauf, sieh mit deinen Augen und höre mit deinen Ohren alles, was ich dir im Hinblick auf alle Bestimmungen des Hauses des Lebendigen und alle seine Weisungen sage. Richte dein Denken auf die Eingänge des Hauses und die Ausgänge des Heiligtums. 6Und sprich zur Verschlossenheit, zum Haus Israel, so spricht der Lebendige, °mächtig über allen: Genug ist es mit allen euren abscheulichen Taten, Haus Israel, 7dass ihr Fremde mit unbeschnittenem °Herzen und unbeschnittenem °Körper hereingebracht habt, damit sie in meinem Heiligtum sind, mein Haus zu entweihen; dass ihr meine Speise, Fett und Blut, dargebracht und meinen °Bund gebrochen habt durch all eure abscheulichen Taten. 8Den Dienst an meinem °Heiligtum habt ihr nicht verrichtet, sondern ihr habt sie eingesetzt, damit sie den Dienst an meinem Heiligtum an eurer Stelle verrichten.
9So spricht der Lebendige, mächtig über allen: Alle Fremden, mit unbeschnittenem Herzen und unbeschnittenem °Körper dürfen nicht in mein Heiligtum kommen. Dies gilt für alle Fremden, die inmitten der Israelitinnen und Israeliten wohnen. 10Ja, die Leviten, die sich von mir entfernten, als Israel von mir abirrte hinter seinen Truggottheiten her, sollen ihre °Schuld tragen. 11Sie sollen in meinem Heiligtum bei den Toren des Hauses den Dienst als Wachen verrichten und sie sollen am Haus Dienst tun. Sie sind es, die für das °Volk das °Brandopfer und das °Schlachtopfer schlachten sollen, und sie sollen vor ihnen stehen, um ihnen zu dienen. 12Weil sie ihnen vor ihren Truggottheiten gedient hatten und für das Haus Israel zum Anlass für Schuld wurden, deshalb habe ich meine Hand über sie erhoben – Ausspruch des Lebendigen, mächtig über allen –, und sie sollen ihre Schuld tragen. 13Sie sollen sich mir nicht mehr nähern, um für mich den Priesterdienst auszuüben und sich meinen heiligen Dingen, den hochheiligen, zu nähern, sondern sie sollen ihre Schmach und ihre abscheulichen Taten tragen, die sie verübt haben. 14Ich setze sie ein für den Dienst am Haus, für alle Arbeiten und alles, was darin zu tun ist. 15Die Priester aber, die Leviten, die Söhne Zadoks, die den Dienst an meinem Heiligtum verrichtet haben, als die Israeliten und Israelitinnen von mir wegirrten, sie sollen sich mir nähern, um mir zu dienen, sie sollen vor mir stehen, um mir Fett und Blut darzubringen. Ausspruch des Lebendigen, mächtig über allen. 16Sie sollen in mein Heiligtum kommen und sich meinem Tisch nähern, um mir zu dienen, und sie sollen meinen Dienst verrichten. 17Wenn sie durch die Tore des inneren Vorhofs hineingehen, sollen sie Kleider aus Leinen anziehen, sie sollen keine Wolle tragen, wenn sie in den Toren des inneren Vorhofs und drinnen Dienst tun. 18Eine Kopfbedeckung aus Leinen sollen sie auf ihren Köpfen tragen und Beinkleider aus Leinen an ihren Hüften, und sie sollen sich nicht mit schweißtreibender Kleidung gürten. 19Wenn sie in den äußeren Vorhof hinausgehen, in den äußeren Vorhof zum °Volk, sollen sie ihre Kleider, in denen sie den Dienst verrichtet hatten, ausziehen und in den heiligen Räumen lassen und andere Kleider anziehen, damit sie nicht das °Volk heiligen mit ihren Kleidern. 20Ihren Kopf sollen sie nicht scheren, ihr Haar aber auch nicht frei hängen lassen, sondern sie sollen ihr Haupthaar ordentlich schneiden. 21Kein Priester soll Wein trinken, wenn er in den inneren Vorhof hineingeht. 22Eine Witwe oder eine Verstoßene sollen sie nicht heiraten, sondern junge Frauen aus der Nachkommenschaft des Hauses Israel. Die Witwe jedoch, die eine Priesterwitwe ist, dürfen sie heiraten. 23Sie sollen mein °Volk unterscheiden lehren zwischen °heilig und profan, und ihnen den Unterschied erklären zwischen °unrein und °rein. 24Bei einem Rechtsstreit halten sie Gericht, nach meinen °Rechtsvorschriften sollen sie richten. An allen meinen Festtagen sollen sie meine °Weisungen und meine Bestimmungen beachten und meine Sabbate heilig halten. 25Einem Toten sollen sie sich nicht nähern, denn sie werden dadurch °unrein. Nur bei Vater und Mutter, Sohn und Tochter, Bruder und Schwester, sofern sie keinen Mann gehabt hat, dürfen sie sich °unrein machen.