z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Exodus. Das zweite Buch der Tora

Kapitel 5

1Danach gingen Mose und Aaron zu Pharao und sagten zu ihm: »So spricht Sie, die °Gottheit Israels: ›Lass mein °Volk gehen, damit sie mir in der Wüste ein Fest feiern können.‹« 2Pharao erwiderte: »Wer ist schon Er, dass ich ihm gehorchen müsste? Ich soll Israel weggehen lassen? Ich kenne keine Sie! Und ich lasse Israel auf keinen Fall los!« 3Die beiden antworteten: »Der Gott des hebräischen Volkes ist uns erschienen. Wir wollen drei Tagesmärsche in die Wüste gehen und unserem Gott, Ihm, °Opfer bringen, sonst wird er uns mit Pest oder Krieg heimsuchen.« 4Der König von Ägypten sagte zu ihnen: »Was, Mose und Aaron, ihr wollt das Volk von seiner Arbeit abhalten? Macht euch fort, an eure Fronarbeit!« 5Pharao weiter: »Sie sind schon zahlreicher als die Einheimischen, und ihr wollt sie von der Arbeit befreien?« 6Sofort bestellte Pharao die Aufseher und Vorarbeiter zu sich und wies sie an: 7»Ihr sollt den Leuten kein Stroh mehr für ihre Ziegelproduktion liefern, wie vorher üblich. Sie sollen es sich selbst besorgen. 8Die Stückzahl an Ziegelsteinen, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr aber weiter fordern. Ihr dürft das Soll nicht ermäßigen. Denn sie sind einfach faul, darum schreien sie: ›Wir wollen weggehen und unserem Gott Opfer bringen!‹ 9Lasst sie schwerer arbeiten, damit sie beschäftigt sind und nicht auf leeres °Gerede hereinfallen!« 10Aufseher und Vorarbeiter gingen davon und sagten dem Volk: »So hat Pharao gesprochen: ›Ich stelle euch kein Stroh mehr zur Verfügung. 11Ihr müsst es euch selbst suchen, wo immer ihr es findet. Trotzdem wird euch nichts von eurer Leistungsnorm erlassen.‹« 12So durchstreiften die °Geknechteten ganz Ägypten, um Häcksel für ihre Ziegel zu finden. 13Die Aufseher aber trieben sie an: »Erfüllt weiter euer Tagessoll, genau wie in der Zeit, als euch das Stroh gestellt wurde.« 14Die Vorarbeiter – sie waren Israeliten, von den Aufsehern Pharaos eingesetzt – bekamen Prügel und wurden angeschrien: »Warum habt ihr heute wieder nicht die festgesetzte Stückzahl von Ziegeln hergestellt, wie sonst?«
15Die israelitischen Vorarbeiter riefen in ihrer Not Pharao an: »Warum behandelst du uns so schlecht? 16Wir bekommen kein Stroh mehr, doch sollen wir Ziegelsteine machen. Wir werden sogar geschlagen, dein °Volk macht sich °schuldig17Er entgegnete: »Faulpelze seid ihr, Faulpelze! Deshalb fordert ihr: ›Wir wollen weggehen und Ihr Opfer bringen.‹ 18Macht, dass ihr fortkommt, schuftet. Ihr bekommt kein Stroh mehr, ihr müsst aber eure Sollzahl an Ziegeln abliefern.« 19Da sahen die israelitischen Vorarbeiter, wie schlimm es um sie stand; man hatte sie beschieden: »Ihr dürft von eurem Tagessoll an Ziegeln nichts abstreichen.«
20Auf dem Heimweg von Pharao trafen sie Mose und Aaron, die auf sie warteten. 21Sie sprachen die beiden an: » Er überwache euch und bestrafe euch! Denn ihr habt uns bei Pharao und seinen Untergebenen in Verruf gebracht.(37) Ihr habt ihnen eine Waffe geliefert, mit der sie uns umbringen.« 22Mose wandte sich wieder an Sie: »°Meine Herrin, warum quälst du dieses °Volk so sehr? Warum hast du mich überhaupt hierher geschickt? 23Seitdem ich bei Pharao gewesen bin, um in deinem Namen zu ihm zu reden, geht es uns schlechter als vorher. Und du hast nichts getan, um dein Volk zu retten.«