z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Exodus. Das zweite Buch der Tora

Kapitel 33

1Er sprach zu Mose: »Brich nun auf, geht von hier fort, du und das °Volk, das du aus Ägypten heraufgebracht hast. Wandert zu dem Land hin, das ich den Sippen Abraham, Isaak und Jakob eidlich zugesichert habe. Ich will es deinen Nachkommen geben. 2Ich lasse einen °Engel vor euch her gehen, und ich werde die kanaanäischen, amoritischen, hetitischen, perisitischen, hiwitischen, jebusitischen Sippen vertreiben lassen. 3Er wird euch in das Land bringen, das von Milch und Honig trieft. Aber ich werde selbst nicht mit euch hinaufziehen, weil ihr ein widerborstiges Volk seid. Ich würde euch unterwegs vernichten.« 4Das Volk bekam diese schlimme Nachricht und fing an zu trauern. Kein Mensch legte mehr seinen Schmuck an. 5Sie sagte zu Mose: »Richte der Gemeinde Israel aus: Ihr seid ein starrköpfiges Volk. Wenn ich nur einen Moment lang mit euch zöge, würde ich euch schon umbringen. Aber wenn ihr jetzt den Schmuck ganz beiseite legt, dann will ich sehen, was ich für euch tun kann.« 6Da legten sie alle am Berg Horeb ihren Schmuck beiseite.
7Mose schlug nun das tragbare Heiligtum draußen, in einer gewissen Entfernung vom Lager auf und nannte es das Begegnungszelt. Jede Person, die sich an Ihn wenden wollte, konnte hinaus zum Begegnungszelt abseits vom Lagerplatz gehen. 8Wenn Mose es aufsuchte, erhoben sich alle und stellten sich vor ihre Wohnzelte. Sie sahen Mose nach, bis er im Begegnungszelt verschwand. 9Trat er dann ein ins Heiligtum, kam die Wolkensäule herunter und stellte sich in den Eingang. Gott sprach mit Mose. 10Alle Leute konnten die Wolkensäule am Eingang des Heiligtums sehen; sie standen auf und warfen sich vor ihren Hauszelten ehrfürchtig nieder. 11Sie sprach dann direkt und persönlich mit Mose, so wie ein Mensch mit einem anderen redet. Mose ging danach zum Lager zurück, doch sein junger Gehilfe Josua, der Sohn des Nun, blieb ständig im Begegnungszelt.
12Mose sagte zu Ihm: »Höre doch, du gibst mir den Auftrag, das °Volk hinaufzuführen. Aber du hast mir noch nicht mitgeteilt, wen du mit uns gehen lassen willst. Dabei hast du mir zugesagt, dass du mich persönlich akzeptierst und mir dein °Wohlwollen sicher ist. 13Wenn dein Versprechen gilt, dann lass mich bitte wissen, was du tun willst. Daran kann ich erkennen, dass du mir wirklich °wohl gesonnen bist. Denke auch daran, dass °dies dein °Volk ist.« 14Gott erwiderte nur: »Ich selbst werde mitgehen; mach dir keine Sorgen.« 15Mose ließ nicht locker: »Wenn du uns nicht selbst begleitest, dann lass uns gar nicht erst von hier aufbrechen. 16Woher sollen wir denn wissen, dass du uns, mir selbst und deinem Volk, °wohl tun willst, es sei denn dadurch, dass du uns begleitest. Nur so kannst du uns, mich und dein °Volk, vor allen anderen °Völkern der Erde auszeichnen.«
17Sie entgegnete dem Mose: »Ich werde auch diesen Wunsch, den du gerade ausgesprochen hast, erfüllen, weil ich dir °wohl gesonnen bin und dich persönlich akzeptiert habe.« 18Mose wollte noch mehr, er sagte: »Lass mich jetzt bitte deinen °göttlichen Glanz sehen!« 19Gott antwortete: »Ich werde in meiner unermesslichen Schönheit dicht an dir vorbeigehen und meinen Namen Ich-bin-da vor dir ausrufen. Ich will allen wohl, denen ich °Wohlwollen schenken will. Ich leide mit allen, die ich bemitleiden will.« 20Und weiter: »Du darfst mein Gesicht trotzdem nicht anschauen, denn kein Mensch, der mir ins Gesicht sieht, würde am Leben bleiben.« 21Er sagte noch: »Hier neben mir ist noch Platz, stelle dich zu mir auf den Felsen. 22Wenn dann gleich mein °Glanz vorbeigeht, dann drücke ich dich in eine Felsnische und halte dir meine Hand vor die Augen, bis ich vorbei bin. 23Dann ziehe ich sie weg und du kannst mich von hinten sehen, aber mein Gesicht darfst du nicht anschauen.«