z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Exodus. Das zweite Buch der Tora

Kapitel 32

10Nun halte du dich bitte heraus: Ich will meiner Wut auf sie freien Lauf lassen und sie vernichten. Dich aber mache ich zu einem großen °Volk11Mose versuchte trotzdem, sein Gegenüber(70), Sie, seine Gottheit umzustimmen und argumentierte: »Warum bist Du so wütend auf dein °Volk? Du hast es doch eigenhändig mit großer Macht und furchtbarer Gewalt aus Ägypten herausgebracht! 12Warum sollen die Ägypter und Ägypterinnen triumphieren dürfen: ›Ha! Er hat sie mit böser Absicht befreit; er wollte sie im Gebirge umbringen und ganz vom Erdboden vertilgen.‹ °Lass doch ab von deinem glühenden Zorn, bereue, dass du deinem Volk eine solche Katastrophe schicken willst. 13Denke doch bitte an die Familien von Abraham, Isaak und Jakob! Sie haben dir °gedient, und du hast ihnen selbst eidlich zugesagt: ›Ich will eure Nachkommen so zahlreich wie die Sterne am Himmel machen. Das ganze Land, von dem ich geredet habe, werde ich euren Nachkommen geben; sie sollen darin für °immer wohnen.‹« 14Da bereute Er es tatsächlich, dass er angekündigt hatte, seinem Volk eine solche Katastrophe schicken zu wollen.
15Mose wandte sich um und stieg den Berg hinunter; er hatte die beiden Tafeln mit den °Bundesregeln in den Händen. Sie waren beidseitig, vorn und hinten beschriftet. 16°Gott selbst hatte das getan, die Schrift war Gottesschrift, eingegraben in den Stein. 17Josua hörte das Geschrei der Leute und sagte zu Mose: »Aus dem Lager kommt Kampfeslärm!« 18Der antwortete:

»Das ist kein Protzgetöse,
das ist kein Angstgejaule,
ich höre Festtagsjubel.«

19Als sie näher ans Zeltlager herankamen, da erblickte Mose den goldenen Stier und den Massentanz. Er wurde sehr zornig, warf die Tafeln unten am Berg zu Boden und zerbrach sie. 20Das Stierbild, das sie gegossen hatten, nahm er, warf es ins Feuer, zermahlte es zu Staub. Den Staub streute er aufs Wasser, das er die Leute trinken ließ. 21Mose fragte Aaron: »Was hat das Volk mit dir angestellt, dass du es in eine so schwere °Verfehlung geführt hast?« 22Aaron erwiderte: »Bitte, sei mir nicht böse, mein Herr! Du weißt doch, wie nahe das Volk dem Bösen ist. 23Sie forderten mich auf: ›Mach uns doch eine °Gottesstatue, die vor uns her ziehen kann, denn wir wissen nicht, was aus diesem Mann Mose geworden ist, der uns aus Ägypten heraufgebracht hat.‹ 24Ich antwortete ihnen: ›Wer immer Gold an sich hat, der reiße es von sich ab.‹ Sie gaben mir das Gold, ich warf es ins Feuer und heraus kam jenes Stierbild.« 25Da merkte Mose, dass das Volk die Kontrolle über sich verloren hatte, weil Aaron sie hatte gehen lassen; sie waren zum Gespött ihrer Feinde geworden. 26Mose stellte sich an den Eingang des Zeltplatzes und rief: »Hierher, zu mir, wer zu Ihr hält!« Nur die Leviten scharten sich um ihn. 27Er sagte zu ihnen: So spricht Er, Israels Gott: »Jeder lege sich sein Schwert an. Geht hin und her durch das Lager, von Tor zu Tor und jeder erschlage seinen Bruder, Freund und Nachbarn.« 28Die Leviten befolgten die Anweisung Moses, so fielen an jenem Tage an die 3.000 Männer. 29Mose sagte: »Heute werdet ihr in den Priesterdienst für Sie eingestellt. Ihr alle habt euch gegen den eigenen Sohn und Bruder entschieden. Darum sollt ihr heute Segen empfangen.«
30Am nächsten Morgen sagte Mose zum Volk: »Ihr habt euch °schwer vergangen, aber ich werde noch einmal zu Ihm hinaufsteigen. Vielleicht kann ich °Sühne für euer Vergehen erwirken.« 31Mose kehrte zu Ihr zurück und sagte: »Ach, das Volk hat ein schweres Vergehen auf sich geladen. Sie haben sich ein goldenes Götterbild gemacht. 32Kannst du diese °Sünde vergeben? Wenn nicht, dann streiche doch mich aus dem Buch, das du dir angelegt hast.« 33Da antwortete Er dem Mose: »Nur wer sich gegen mich vergeht, den streiche ich aus meinem Buch. 34Nun geh und bringe das °Volk an den Ort, den ich dir genannt habe. Mein °Engel wird dich geleiten. Zu gegebener Zeit werde ich die °Verfehlung des Volkes ahnden.«