z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Exodus. Das zweite Buch der Tora

Kapitel 19

1Am Anfang des dritten Monats nach dem Auszug aus Ägypten erreichte Israel die Wüste Sinai, es war genau am ersten Tag. 2Sie waren von Refidim aus in Richtung Sinai gewandert und schlugen nun ihre Zelte in der Wüste, vor dem Gottesberg auf. 3Mose stieg zu Gott hinauf. Er rief ihm vom Berggipfel her zu: »Das sollst du den Nachkommen Jakobs, allen Israelitinnen und Israeliten, mitteilen: 4Ihr habt miterlebt, wie ich Ägypten behandelt habe. Euch aber habe ich wie auf Adlerflügeln hierher zu mir gebracht. 5Wenn ihr jetzt auf mich hört und euch an meine °Bundessatzung haltet, dann werdet ihr unter allen °Nationen mein bevorzugtes Eigentumsvolk sein, denn mir gehört die ganze Welt. 6Ihr seid für mich ein priesterliches Volk, eine °heilige °Gemeinschaft. Das sollst du Israel °sagen7Mose kam zurück und rief die Sippenvorstände zusammen. Er legte ihnen die Botschaft vor, die Sie ihm aufgetragen hatte. 8Das °Volk war einhellig einverstanden: »Alles, was Er uns hat sagen lassen, wollen wir ausrichten.« Mose brachte diese Entscheidung zu Ihr zurück.
9Er sprach zu Mose: »Ich komme in einer dichten Wolke zu dir, damit sich das Volk mit eigenen Ohren überzeugen kann, dass ich mit dir rede, und damit sie dir immer °glauben.« Mose hatte ja die Antwort des Volkes an Sie weitergegeben. 10Er erwiderte dem Mose: »Geh zu den Leuten und sag ihnen, sie sollen sich heute und morgen auf die Gottesbegegnung °vorbereiten. Sie müssen ihre Kleidung waschen. 11Übermorgen sollen sie fertig sein; an diesem dritten Tag wird Sie vor den Augen des °Volkes auf den Berg Sinai hinunterkommen. 12Ziehe für das Volk eine Grenzlinie um den Berg und sage ihnen: ›Versucht ja nicht, auf den Berg zu steigen; überschreitet nicht diese Linie. Jedes Wesen, das dem Berg zu nahe kommt, ist dem Tod verfallen. 13Welches auch immer ihn berührt, wird gesteinigt oder erstochen, sei es Mensch oder Tier. Ein solches Wesen darf nicht am Leben bleiben. Erst wenn das Widderhorn ertönt, darf man hinaufsteigen.‹« 14Mose kam vom Berg herunter, ging zum Volk und sorgte dafür, dass es sich °rein halte und auch die Kleidung wasche. 15Er sagte den Leuten: »Bereitet euch auf übermorgen vor. Niemand darf bis dahin Geschlechtsverkehr haben.«
16Es kam der dritte Tag; im Morgengrauen begann es zu blitzen und zu donnern. Eine schwere Wolke legte sich auf den Berg, der Posaunenschall war unheimlich laut. Die °Menschen in ihren Behausungen zitterten vor Angst. 17Mose führte das °Volk vom Zeltplatz aus Gott entgegen. Alle stellten sich ganz unten am Berg auf. 18Der Berg Sinai war eingehüllt in eine Wolke, und mittendrin kam Er im Feuer auf den Berg herunter. Rauch stieg auf wie aus einem Schmelzofen, und der ganze Berg bebte fürchterlich. 19Es erklang dröhnender Posaunenschall; Mose sprach, und °Gott antwortete ihm persönlich. 20Sie kam auf den Berg Sinai herunter, oben auf den Gipfel des Berges. Er rief Mose zu sich herauf; der ging hinauf zum Gipfel. 21Sie sprach zu Mose: »Geh hinunter zur °Gemeinde und ermahne sie, nur nicht die Linie zu überschreiten, um Ihn zu sehen. Viele von ihnen würden dabei umkommen. 22Auch die Priester, die sich Ihr nähern dürfen, sollen sich °sorgfältig vorbereiten, damit Er nicht unter ihnen aufräumt.« 23Mose erwiderte Ihr: »Das Volk kann gar nicht auf den Berg Sinai steigen. Du selbst hast uns ja schon angewiesen, den Berg abzugrenzen und °heilig zu halten.« 24Darauf sagte Er zu ihm: »Kommt, du und Aaron, doch Priester und Volk sollen nicht die Grenze überschreiten und zu Mir hinaufsteigen. Sonst würde ich ein Blutbad unter ihnen anrichten.« 25Mose stieg wieder zum Volk hinunter und sprach zu ihnen.