z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Exodus. Das zweite Buch der Tora

Kapitel 18

1Jitro, der midianitische Oberpriester, Schwiegervater des Mose, hörte von allem, was °Gott für Mose und dessen Volk getan hatte: Er hatte Israel aus Ägypten gerettet. 2Zippora, Moses Ehefrau, lebte nach ihrer Entlassung bei Jitro. Da machte er, der Schwiegervater des Mose, sich mit Zippora 3und ihren beiden Söhnen auf den Weg. Der erste Sohn hieß Gerschom. Mose hatte nämlich bei seiner Geburt gesagt: »Ich bin fremd(52) in einem feindlichen Land.« 4Der andere hieß Eliëser, weil er gesagt hatte: »Der Gott meiner Eltern kam mir zu Hilfe(53); er hat mich der Gewalt Pharaos entrissen.« 5Jitro, der Schwiegervater des Mose, dessen Söhne und Frau erreichten Mose in seinem Wüstenlager am Gottesberg. 6Er ließ Mose ausrichten: »Ich, Jitro, dein Schwiegervater, komme zu dir; deine Frau und ihre beiden Söhne sind auch da!« 7Da ging Mose dem Schwiegervater entgegen, verbeugte sich tief und küsste ihn. Die beiden boten einander den °Friedensgruß. Dann gingen sie ins Zelt hinein. 8Mose berichtete dem Schwiegervater in allen Einzelheiten, wie Sie um Israels willen mit Pharao und Ägypten umgegangen war, welchen Gefahren sie in der Wüste ausgesetzt gewesen waren und dass Er sie stets gerettet hatte. 9Jitro war glücklich, weil Sie Israel so viel Gutes erwiesen und das Volk von ägyptischer Herrschaft befreit hatte. 10Er sagte: »Gepriesen sei Er, der euch von der Herrschaft Ägyptens und Pharaos befreit hat! Ja, er hat das Volk aus der Knechtschaft Ägyptens befreit. 11Jetzt weiß ich gewiss: Sie ist stärker als alle anderen Gottheiten! Die hatten Israel brutal unterdrückt.« 12Dann brachte Jitro, der Schwiegervater des Mose, Gott °Brand- und °Mahlopfer dar. Aaron und die Ältesten Israels nahmen mit dem Schwiegervater Moses an dem Gottesmahl teil.
13Des andern Tags setzte sich Mose hin, um dem °Volk °Recht zu sprechen. Von morgens bis abends standen die Leute dicht gedrängt um ihn herum. 14Sein Schwiegervater sah, wie viel Mühe ihn das kostete, und fragte: »Was ist hier los, wie gehst du mit den Menschen um? Warum sitzt du ganz allein da und die Leute bedrängen dich von morgens bis abends?« 15Mose erwiderte ihm: »Sie kommen zu mir, weil sie eine Entscheidung von °Gott erbitten wollen. 16Das heißt, wenn sie Streit miteinander haben, kommen sie zu mir. Ich vermittle zwischen ihnen und gebe ihnen die Ordnungen und °Weisungen Gottes bekannt.« 17Der Schwiegervater wandte ein: »So, wie du das machst, geht es nicht. 18Du reibst dich und die Menschen um dich herum auf. Die Aufgabe ist viel zu schwer, als dass du sie alleine lösen könntest. 19Hör doch auf meinen Rat, dann steht dir auch Gott bei. Du vertrittst das °Volk vor Gott, du bringst schwere Fälle vor Gott. 20Du erklärst ihnen seine Ordnungen und Weisungen, du gibst ihnen die grundlegende Orientierung(54) und sagst, was sie zu tun haben. 21Im Übrigen aber wählst du standhafte Männer und Frauen aus, sie müssen gottesfürchtig, zuverlässig und unbestechlich sein. Du machst sie zu Schiedsleuten über jeweils 1.000, 100, 50 und zehn Menschen. 22Sie sollen dem Volk jederzeit zur Verfügung stehen. Schwierige Fälle verweisen sie an dich, einfache entscheiden sie selber. Mach es dir nicht so schwer! Lass sie die Last mittragen! 23Nur wenn du so verfährst, kannst du den Auftrag Gottes erfüllen. Und die Leute werden °zufrieden nach Hause gehen.« 24Mose hörte auf seinen Schwiegervater und hielt sich an alles, was der gesagt hatte. 25Er wählte standhafte Männer und Frauen von ganz Israel aus und machte sie zu Autoritätspersonen im Volk, nämlich zu Schiedsleuten jeweils über 1.000, 100, 50 und 10 Menschen.