z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 5

1Mose berief ganz Israel ein und sprach: »Israel, höre die Bestimmungen und Rechtssatzungen, die ich euch heute vortrage. Lernt und bewahrt sie, damit ihr euch danach richten könnt. 2Adonaj, unsere Gottheit, machte uns gegenüber am Horeb eine °Zusage. 3Nicht unseren Vorfahren gegenüber machte Adonaj diese Zusage, sondern uns gegenüber, die wir alle heute hier sind und leben. 4Von Angesicht zu Angesicht sprach Adonaj folgendermaßen mit euch auf dem Berg mitten aus dem Feuer. 5Ich aber stand damals zwischen Adonaj und euch, um euch die Worte Adonajs bekannt zu geben, denn aus Furcht vor dem Feuer seid ihr nicht auf den Berg gekommen:
6›Ich bin Adonaj, deine Gottheit(106), weil ich dich aus Ägypten, dem Haus der Sklavenarbeit, befreit habe. 7Für dich soll es keine anderen Gottheiten geben – mir ins Angesicht. 8Mache dir kein Kultbild, das irgendeine Gestalt dessen hat, was im Himmel oben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde ist. 9Beuge dich ihnen nicht, arbeite nicht für sie, denn ich, Adonaj, deine Gottheit, bin eine eifersüchtige Gottheit. Ich gehe der °Schuld der Eltern bis zu den Kindern, Enkelkindern und Urenkelkindern nach, bei denen, die mich hassen, 10aber ich erweise mich gegenüber der ganzen Verwandtschaft derer, die mich lieben und meine °Gebote halten, als °gnädig und treu.
11Trage den Namen Adonajs, deiner Gottheit, nicht zum Schaden auf deinen Lippen, denn Adonaj wird all jene nicht lossprechen, die diesen Namen zum Schaden gebrauchen.
12Bewahre den Sabbat! Halte ihn °heilig, so wie es Adonaj, deine Gottheit, geboten hat.
13Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk verrichten. 14Doch der siebte Tag gehört Adonaj, deiner Gottheit. Da verrichte keinerlei Werk, weder du, noch dein Sohn und deine Tochter, noch dein °Sklave und deine Sklavin, noch dein Rind, dein Esel und all dein Vieh, noch deine Fremdlinge in deiner Stadt, damit dein Sklave und deine Sklavin ihre Ruhe haben, so wie du. 15Erinnere dich daran, als du selbst ein °Sklave, eine Sklavin in Ägypten warst: Da führte dich Adonaj, deine Gottheit, mit starker Hand und erhobenem Arm von dort heraus. Darum gebietet dir Adonaj, deine Gottheit, den Sabbat zu begehen.
16Dein Vater und deine Mutter sollen für dich °Gewicht haben, so wie Adonaj, deine Gottheit, dir befohlen hat, damit du lange lebst und es dir auf dem Ackerboden gut geht, den Adonaj, deine Gottheit, dir gibt.
17Töte nicht!
18Verletze keine Lebenspartnerschaft!
19Stiehl nicht!
20Verleumde deine Nächsten nicht!
21Sei nicht auf den Partner oder die Partnerin anderer aus!
Sei nicht auf das Haus anderer aus, weder auf ihr Feld, ihre Sklaven oder ihre Sklavinnen, noch ihre Rinder, Esel oder irgendetwas, was ihnen gehört!‹
22Diese °Worte sprach Adonaj auf dem Berg zu eurer °Vollversammlung mitten aus dem Feuer, der Wolke, dem Dunkel heraus, mit lauter Stimme, und fügte nichts hinzu. Adonaj schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir. 23Als ihr die Stimme mitten aus dem Dunkel hörtet und der Berg brannte, da kamen alle Oberen der Stämme und eure Ältesten auf mich zu 24und sprachen: ›Siehe, Adonaj, unsere Gottheit, hat uns ihren °Lichtglanz und ihre Größe sehen lassen, und ihre Stimme haben wir aus der Mitte des Feuers gehört. Heute haben wir zwar erlebt, dass Gott mit Menschen spricht – und sie überleben. 25Nun aber, warum sollen wir sterben? Schließlich wird dieses große Feuer uns doch verzehren! Wir sterben, wenn wir weiterhin die Stimme Adonajs, Gott für uns, hören.