z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 32

26Ich hatte gesagt: Ich will sie zerschlagen!
Dass Menschen noch an sie denken, das will ich beenden!
27Wenn ich nur nicht die Kränkung durch die Feinde fürchtete!
Die, die Jakob bedrängen, könnten behaupten:
Unsere Hand ist erhoben, nichts von dem hat Adonaj getan!
28Ja, diesem °Volk fehlt jeder gute Rat, sie haben nichts verstanden.
29Wären sie klug, hätten sie Erfolg, sähen voraus, was ihnen bevorsteht.
30Wie könnte eine Person Tausende jagen,
und zwei zehntausende in die Flucht schlagen,
wenn nicht ihr Fels sie verkauft und Adonaj sie nicht ausgeliefert hätte?
31Aber ihr Fels ist nicht wie unser Fels –
die uns feindlich sind, bringen es selbst an den Tag.
32Ihr Weinstock stammt vom Weinstock Sodoms und vom Acker Gomorras.
Ihre Beeren sind Giftbeeren, bittere Trauben haben sie.
33Drachengift ist ihr Wein, grausames Otterngift.
34Liegt dies nicht bei mir beschlossen,
versiegelt in meinen Schatzkammern?
35Mir stehen °Rache und Heimzahlung zu
in der Zeit, in der sie ins Wanken geraten.
Ja, der Tag ihres Zusammenbruches ist nahe,
was ihnen bevorsteht, eilt herbei.
36Ja, Adonaj wird ihrem Volk Recht verschaffen,
sie wird mit denen, die für sie °arbeiten, Mitleid haben,
denn sie wird die ermattete Kraft sehen,
Nichts als Gebundene und Verlassene.
37Gott wird sagen: Wo sind seine Gottheiten?
Wo ist der Fels, zu dem sie fliehen können?
38Die das Fett ihrer °Schlachtopfer aßen,
den Wein ihres Trankopfers tranken,
sie sollen doch aufstehen und euch eine Hilfe sein – euch bergen!
39Jetzt seht doch endlich ein: Ich allein bin es und nur ich!
Da ist keine Gottheit neben mir!
Ich töte und mache lebendig,
ich habe zerschlagen und werde heilen.
Niemand kann aus meiner Hand erretten.
40Ja, meine Hand strecke ich zum Himmel aus
und spreche: So wahr ich für °immer die Lebendige bin:
41Wenn ich den blitzenden Dolch schärfe
und das °Recht in meine Hand nehme,
so lenke ich °Strafe auf diejenigen, die mich in Bedrängnis bringen,
so zahle ich es denen heim, die mich hassen.
42Ich tränke meine Pfeile mit Blut – mein Schwert frisst Fleisch,
vom Blut der Durchbohrten und Gefangenen, vom Kopf der Feinde.
43Ihr °Völker! Lasst Gottes °Volk jubeln!
Ja, sie geht dem Blut derer nach, die für sie arbeiten,
°Strafe wendet sie auf die zurück, die sie bedrängen,
°entsühnt aber den Grund und Boden ihres Volkes.« 44Mose kam und trug dieses Lied vor den Ohren des Volkes in seinem vollen Wortlaut vor, er und Hosea(116), der Sohn Nuns. 45Mose beendete seine Rede vor ganz Israel mit den Worten: 46»Beherzigt all das, was ich euch heute bezeugt habe. Schärft es euren Kindern ein, damit sie alle Worte dieser °Tora bewahren und danach richten. 47Es ist kein leeres °Gerede an euch vorbei, sondern es ist euer eigenes Leben. Durch dieses Wort werdet ihr lange in dem Land bleiben, in das ihr über den Jordan hineinzieht, um es in Besitz zu nehmen.«
48Adonaj sprach zu Mose noch am selben Tag: 49»Steige auf den Berg Abarim, den Berg Nebo, der im Land Moab liegt, gegenüber von Jericho, und sieh dir das Land Kanaan an, das ich Israel als Grundbesitz gebe. 50Dann stirb auf dem Berg, den du bestiegen hast, und lass dich zu deinem °Volk versammeln, wie dein Bruder Aaron auf dem Berg Hor starb und zu seinem Volk versammelt wurde.