z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 31

5Adonaj wird sie euch ausliefern und ihr werdet mit ihnen verfahren gemäß all dem °Gebotenen, das ich euch aufgetragen habe. 6Seid stark und mutig! °Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht von ihnen verwirren! Adonaj, deine Gottheit, geht mit dir. Sie wird sich dir nicht entziehen und dich nicht im Stich lassen.«
7Da rief Mose Josua zu sich und sprach zu ihm vor den Augen ganz Israels: »Sei stark und mutig, denn du wirst mit diesem °Volk in das Land kommen, von dem Adonaj euren Vorfahren durch einen Schwur zugesagt hat, es ihnen zu geben. Du bist es, der es unter ihnen als Erbe verteilen wird. 8Adonaj selbst wird vor dir hergehen und mit dir sein. Er wird sich dir nicht entziehen und dich nicht im Stich lassen. Fürchte dich nicht! Lass dich nicht verwirren!«
9Dann schrieb Mose diese °Tora auf und übergab sie den mit dem Priesteramt betrauten Personen, den Nachkommen Levis, die den Schrein der °Bundesverpflichtung Adonajs tragen, und allen Ältesten Israels. 10Mose trug ihnen auf: »Alle sieben Jahre zum Erlassjahr, am Laubhüttenfest, 11soll ja ganz Israel zu der Stätte kommen, die Gott auswählen wird, um das Angesicht Adonajs, Gott für dich, zu sehen. Dann sollst du diese Tora vor ganz Israel, vor ihren Ohren verlesen. 12Versammle dazu das Volk, die Männer, Frauen, Kinder und die Fremden deiner Städte, damit sie hören und lernen, Adonaj, eure Gottheit, zu °achten. Sie sollen alle Worte dieser Tora bewahren, um sich nach ihnen zu richten. 13Ihre Kinder, die das alles noch nicht kennen, sollen es hören und lernen. Sie sollen lernen, Adonaj, Gott für euch, Zeit eures Lebens zu achten in dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um es einzunehmen.«
14Adonaj sprach zu Mose: »Siehe, dein Tod rückt näher. Rufe Josua! Tretet in das Zelt der Begegnung ein. Ich werde Josua einsetzen!« Da gingen Mose und Josua hin und traten in das Zelt der Begegnung. 15Adonaj erschien im Zelt in einer Wolkensäule, die beständig über dem Eingang des Zeltes stand.
16Adonaj sprach zu Mose: »Siehe, wenn du dich zu deinen Vorfahren legst, wird dieses Volk sich aufmachen und sich den fremden Gottheiten des Landes darbieten, in das es mitten hineinkommt. Es wird mich verlassen und meine °Bundesverpflichtung brechen, die ich mit ihnen eingegangen bin. 17An diesem Tag wird mein Zorn gegen sie auflodern. Ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen. Sie werden zum Fraß werden. Großes Übel und Not werden sie treffen. An diesem Tag wird es sich die Frage stellen: ›Hat mich dieses Übel getroffen, weil mein Gott nicht bei mir ist?‹ 18Ich werde an diesem Tag wegen all des Übels, das dieses Volk angerichtet hat, mein Angesicht noch mehr verbergen. Es hat sich anderen Gottheiten zugewandt. 19Nun schreibt in eurem Interesse dieses Lied auf. Lehre es die Töchter und Söhne Israels und lege es in ihren Mund, damit dieses Lied unter ihnen ein Zeuge für mich ist. 20Ich bringe das Volk in das Land, das ich seinen Vorfahren durch einen Schwur zugesagt habe. Es ist ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Wenn dieses Volk gegessen hat und satt und reich geworden ist, dann wird es sich anderen Gottheiten zuwenden und für sie arbeiten. Es wird mich missachten, indem es meine °Bundesverpflichtung bricht. 21Wenn viele Übel und Bedrängnisse dieses Volk treffen werden, dann wird dieses Lied vor ihm Zeugnis ablegen. Es wird den Nachkommen dieses Volkes nicht aus dem Kopf gehen. Ich habe seine innere Haltung erkannt, nach der es heute handelt, noch bevor ich es in das Land gebracht habe, das ich ihnen durch einen Schwur zugesagt habe.« 22Mose schrieb dieses Lied noch am gleichen Tag auf und lehrte es die Töchter und Söhne Israel. 23Er setzte Josua, den Sohn Nuns, ein und sprach zu ihm: »Sei stark und mutig! Du wirst die Söhne und Töchter Israel in das Land bringen, das ich ihnen durch einen Schwur zugesagt habe. Ich werde mit dir sein!«
24Als Mose damit fertig war, die Worte dieser Tora vollständig in ein Buch zu schreiben, 25wies er die mit dem Levirat betrauten Personen an, die den Schrein der Bundesverpflichtung Adonajs trugen: 26»Nehmt dieses Torabuch und legt es an die Seite des Schreins der °Bundesverpflichtung Adonajs, eurer Gottheit. Es soll dort unter euch ein Zeuge sein. 27Ich kenne dein Widerstreben und deine Halsstarrigkeit. Siehe, noch während ich heute mit euch lebe, widerstrebt ihr Adonaj immer wieder – um wie viel mehr, wenn ich gestorben bin! 28Versammelt zu mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Führung: Ich werde vor ihren Ohren all das zur Sprache bringen und mitten unter ihnen Himmel und Erde als Zeuge und Zeugin anrufen. 29Denn ich habe erkannt, dass ihr ganz und gar verderben werdet, nachdem ich gestorben bin. Ihr werdet von dem Weg abweichen, den ich euch gewiesen habe. Euch wird am Ende das Übel treffen, denn ihr tut Übles in den Augen Adonajs. Mit dem, was eure Hände hergestellt haben, macht ihr Adonaj rasend.«