z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 26

1Du wirst in das Land kommen, das Adonaj, deine Gottheit, dir als Erbbesitz gibt. Du wirst es einnehmen und darin wohnen. 2Nimm dann von den ersten Erträgen des Feldes, die dein Land hervorbringt, das Adonaj, deine Gottheit, dir gibt. Lege sie in einen Korb und mach dich zu der Stätte auf, die Adonaj, deine Gottheit, erwählen wird, um ihren Namen dort wohnen zu lassen. 3Gehe zu der Person, die zu der Zeit gerade mit dem Priesteramt betraut ist, und sage ihr: ›Ich bekenne heute vor Adonaj, deiner Gottheit, dass ich in das Land gekommen bin, von dem Adonaj unseren Vorfahren durch einen Schwur zugesagt hat, es uns zu geben‹. 4Die mit dem Priesteramt betraute Person soll den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn vor dem Altar Adonajs, deiner Gottheit, absetzen. 5Darauf sollst du dann erwidern vor Adonaj, deiner Gottheit, und sprechen: ›Meine Vorfahren waren umherirrende aramäische Leute. Sie stiegen hinab nach Ägypten und lebten dort als Fremde in der Minderheit. Dort wurden sie zu einem zahlreichen, großen und starken °Volk. 6Die in Ägypten behandelten uns schlecht und demütigten uns. Sie drückten uns einen harten Dienst auf. 7Da schrien wir zu Adonaj, der Gottheit unserer Vorfahren. Adonaj hörte unsere Stimme und sah den Druck, unter dem wir standen, unser Elend und unsere Qualen. 8Adonaj führte uns mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm, durch große Ereignisse, durch Zeichen und Wunder aus Ägypten heraus 9und brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. 10Und jetzt: Siehe, ich bringe die ersten Erträge des Feldes, das Adonaj mir gegeben hat.‹ Lege sie vor Adonaj, deiner Gottheit, nieder und wirf dich nieder vor Adonaj, Gott für dich. 11Freue dich an all dem Guten, das Adonaj, deine Gottheit, dir und deiner Familie zukommen lässt: Du und die levitischen Familien und die Fremden, die in deiner Mitte sind.
12Entrichte in vollem Umfang jedes dritte Jahr, im Zehntjahr, den zehnten Teil deines Ertrages und gib ihn an die levitischen Familien, an die Fremden, die Waisen und Witwen, so dass sie sich in deiner Stadt satt essen können. 13Sprich dann vor Adonaj, deiner Gottheit: ›Alles, °was dir gehört, habe ich aus dem Haus geschafft und es den levitischen Familien, den Fremden, Waisen und Witwen gegeben. So verlangt es das °Gebot, das du mir geboten hast. Ich überschreite und vergesse deine Gebote nicht. 14In der Trauerzeit habe ich nichts davon gegessen. Ich habe nichts davon beiseite geschafft, als ich °unrein war. Ich habe nichts davon an Tote gegeben. Ich habe stattdessen auf die Stimme Adonajs, meiner Gottheit, gehört und mich genau nach dem gerichtet, was du mir geboten hast. 15Sieh doch aus deiner °heiligen Wohnung, vom Himmel herab und segne dein Volk Israel und den Grund und Boden, den du uns gibst, so wie du es unseren Vorfahren durch einen Schwur zugesagt hast, ein Land, das von Milch und Honig überfließt.‹
16Heute gebietet dir Adonaj, deine Gottheit, all diese Bestimmungen und °Rechtssätze, damit du dich nach ihnen richtest. Bewahre sie und richte dich nach ihnen mit deinem ganzen °Herzen und Verstand und mit jedem °Atemzug. 17Adonaj lässt du heute erklären, dass sie deine °Gottheit sein will. Das bedeutet, dass du auf ihren Wegen gehst, ihre Bestimmungen, Gebote und Rechtssätze bewahrst und auf ihre Stimme hörst. 18Adonaj lässt dich heute erklären, dass du das °Volk bist, das dieser Gottheit Eigen ist. So hat sie es dir zugesagt. Darum halte dich an alle ihre Gebote. 19Sie setzt dich zum Lob, zur Ehre und zur Zierde hoch über alle Völker, die sie geschaffen hat. Du bist ein Volk, das Adonaj, deiner Gottheit, °heilig ist, wie sie es dir gesagt hat.«