z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 20

1Wenn du gegen die in den Krieg ziehst, die dir feind sind, und bemerkst, dass das °Kriegsvolk, ihre Reiterei und Streitwagen, zahlreicher sind als du, dann fürchte dich nicht vor ihnen. Schließlich ist Adonaj, deine Gottheit, die dich aus Ägypten heraufgeführt hat, mit dir. 2Wenn ihr zum Krieg auszieht, dann soll die mit dem Priesteramt betraute Person vor das °Volk treten und zu ihm sprechen. 3Sie soll zu ihnen sagen: ›Höre, Israel! Ihr rückt heute gegen die zum Krieg aus, die euch feind sind. Verliert nicht euer Herz und euren Verstand! °Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht verwirren! Erschreckt euch nicht vor ihnen! 4Ja, Adonaj, eure Gottheit, geht mit euch mit. Sie kämpft für euch gegen die, die euch feind sind. Sie rettet euch.‹ 5Eure Führung soll dem Volk dann Folgendes sagen: ›Wer ein neues Haus gebaut, aber noch nicht eingeweiht hat, soll gehen und nach Hause °zurückkehren. Er soll im Krieg nicht sterben, so dass jemand anderes das Haus einweiht. 6Wer einen Weinberg gepflanzt, aber noch nicht genutzt hat, soll gehen und nach Hause zurückkehren. Er soll nicht im Krieg sterben, so dass jemand anderes beginnt, den Weinberg zu nutzen. 7Wer sich gerade verlobt, aber noch nicht mit der Partnerin geschlafen hat, soll gehen und nach Hause zurückkehren. Er soll nicht im Krieg sterben, so dass jemand anderes mit der Partnerin schläft.‹ 8Darüber hinaus soll die Führung dem Volk mitteilen: ›Wer sich °fürchtet und dabei ist, Herz und Verstand zu verlieren, soll gehen und nach Hause zurückkehren und nicht auch noch Herz und Verstand der Geschwister ebenso durcheinander bringen.‹ 9Wenn die Führung ihre Ansprache vor dem Volk beendet hat, sollen sie Heeresoberste an die Spitze des Volkes stellen.
10Wenn du dich einer Stadt näherst, um sie zu bekriegen, dann biete ihr zunächst °Frieden an. 11Falls sie den Frieden von dir annimmt und sich dir öffnet, soll dir ihre gesamte Bevölkerung, die du dort vorfindest, zur Zwangsarbeit verpflichtet sein und versklavt werden. 12Wenn sie keinen Frieden mit dir schließt, sondern Krieg mit dir führt, dann belagere sie. 13Wenn Adonaj, deine Gottheit, sie in deine Hände gibt, dann erschlage alles, was männlich ist, mit der Schärfe des Schwertes. 14Jedoch die Frauen und Kinder, das Vieh und alles, was in der Stadt ist, sollst du dir zur Beute nehmen. Du darfst verzehren, was du erbeutet hast von denen, die dir feind sind, die Adonaj, Gott für dich, in deine Hand gegeben hat. 15So sollst du mit allen Städten verfahren, die sehr weit von dir entfernt liegen und die nicht zu den Städten der Völker hier gehören. 16Doch aus den Städten der Völker hier, die Adonaj, deine Gottheit, dir als Erbbesitz übergibt, lasse nichts am Leben, was Atem hat. 17Vollstrecke vielmehr den Bann an ihnen, dem hetitischen, amoritischen, kanaanäischen, perisitischen, hiwitischen und dem jebusitischen Volk. So hat es dir Adonaj, Gott für dich, geboten. 18Sonst lernt ihr noch von ihnen all die Gräuel zu vollbringen, wie sie es für ihre Gottheiten tun. Dann würdet ihr euch an Adonaj, eurer Gottheit, °versündigen.
19Wenn du eine Stadt lange Zeit belagerst, um Krieg gegen sie zu führen und sie zu erobern, dann sollst du ihre Bäume nicht fällen und sie nicht mit der Axt abhauen. Du kannst von ihnen essen, sollst sie aber nicht abholzen. Ist denn der Baum des Feldes ein Mensch, dass er von dir in die Belagerung mit einbezogen werden muss? 20Nur die Bäume, von denen du weißt, dass sie keine essbaren Früchte tragen, kannst du fällen und abholzen. Aus ihnen kannst du so lange Belagerungsgeräte gegen die Stadt bauen, die gegen dich Krieg führt, bis sie fällt.