z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 2

1Danach machten wir kehrt und brachen in die Wüste auf. Dabei nahmen wir den Weg zum Schilfmeer, so wie Adonaj es mir gesagt hatte. Wir zogen lange Zeit um das Gebirge Seïr herum. 2Da sprach Adonaj zu mir: 3›Ihr seid lange genug um dieses Gebirge herum gezogen, wendet euch nun nach Norden! 4Teile dem Volk mit: Ihr werdet das Gebiet eurer Geschwister, der Nachfahren Esaus, durchqueren, die in Seïr wohnen. Wenn sie sich vor euch fürchten, seid ja auf der Hut! 5Lasst euch auf keinen Streit mit ihnen ein! Ja, ich werde euch keinen Fußbreit von ihrem Land geben, weil ich Esau das Seïrgebirge zum Besitz gegeben habe. 6Proviant sollt ihr gegen Geld von ihnen kaufen und euch versorgen, auch Wasser sollt ihr von ihnen gegen Geld besorgen und trinken. 7Ja, Adonaj, Gott für dich, segnet dich bei all der Arbeit deiner Hände. Er weiß, dass du durch diese große Wüste gezogen bist. Diese 40 Jahre ist Adonaj, Gott für dich, bei dir gewesen. Es hat dir an nichts gefehlt.‹ 8Da zogen wir fort von unseren Geschwistern, den Nachfahren Esaus, die Seïr bewohnen, fort von dem Weg durch die Araba, fort von Elat und von Ezjon-Geber.
Wir machten kehrt und zogen weiter, den Weg in die Wüste Moabs. 9Adonaj sprach zu mir: ›Belagere Moab nicht und lass dich auf keinen Krieg mit ihm ein, denn ich gebe dir nichts von seinem Land zum Besitz. Ja, den Nachfahren Lots habe ich Ar zum Besitz gegeben.‹ 10Vor ihnen wohnte das emitische Volk dort. Es war so groß, zahlreich und hochgewachsen wie das anakitische. 11Es wurde wie das anakitische für rafaïtisch gehalten. Nur das moabitische Volk bezeichnete es als emitisch. 12In Seïr wohnte das horitische Volk, bevor die Nachfahren Esaus es vertrieben und ausrissen. Dann ließen sie sich an seiner Stelle nieder, so wie es Israel mit seinem Landbesitz tut, den Adonaj ihm gegeben hat. 13›Nun, steht auf und überquert den Bach Sered!‹ Da überquerten wir den Bach Sered. 1438 Jahre waren wir seit dem Aufbruch von Kadesch-Barnea unterwegs, bis wir den Bach Sered überqueren konnten – so lange, bis die Generation der Kriegsleute aus der Mitte des Lagers weggestorben war, wie Adonaj es ihnen geschworen hatte. 15Es war die Hand Adonajs selbst, die gegen sie war und sie vollständig aus der Mitte des Lagers verschwinden ließ.
16Als alle Kriegsleute aus dem Volk gestorben waren, 17sprach Adonaj zu mir: 18›Du durchquerst heute das moabitische Gebiet, die Gegend von Ar. 19Du näherst dich dem Gebiet der Nachfahren Ammons. Belagere sie nicht und lasse dich auf keinen Streit mit ihnen ein, denn ich werde dir nichts von dem Land der Nachfahren Ammons zum Besitz geben. Ja, den Nachfahren Lots habe ich es zum Besitz gegeben.‹ 20Auch dies wird für ein rafaïtisches Land gehalten. Das rafaïtische Volk wohnte dort vor ihnen. Das ammonitische Volk bezeichnete sie als samsummitisch. 21Es war so groß, zahlreich und hochgewachsen wie das anakitische, aber Adonaj riss es aus. Ammon vertrieb das rafaïtische Volk und wohnte an seiner Stelle dort, 22so wie Gott es für die Nachfahren Esaus getan hat, die auf dem Gebirge Seïr wohnen. Er hat das horitische Volk ausgerissen, so dass die Nachfahren Esaus es vertrieben und sie an seiner Stelle bis auf den heutigen Tag dort wohnen. 23Was das awitische Volk betrifft, das in den Dörfern bis nach Gaza hin wohnt: Es ist vom kaftoritischen Volk, das aus Kaftor auszog, ausgerissen worden, das jetzt an seiner Stelle dort wohnt. 24›Steht auf! Brecht auf! Überschreitet den Bach Arnon! Siehe, ich gebe den amoritischen König Sihon von Heschbon und sein Land in deine Gewalt. Fang an, es einzunehmen und lass dich auf einen Krieg mit ihm ein! 25Heute will ich beginnen, bei den Völkern unter dem Himmel überall Furcht und Schrecken vor dir auszubreiten. Wenn sie von dir hören, werden sie unruhig und winden sich vor dir.‹