z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 18

1Die mit dem levitischen Priesteramt betrauten Personen – das heißt, alle aus dem levitischen Stamm – sollen weder Anteil noch Erbe am Land in Israel haben. Die Feueropfer und der Anteil Adonajs sollen ihr Lebensunterhalt sein. 2Der levitische Stamm soll inmitten seiner Geschwister keinen Anteil besitzen. Adonaj hat ihm zugesagt, selbst sein Erbteil zu sein.
3Das Folgende ist der °Rechtsanspruch der mit dem Priesteramt betrauten Personen gegenüber dem Volk und gegenüber denen, die ein °Schlachtopfertier schlachten, sei es Rind, Schaf oder Ziege: Der mit dem Priesteramt betrauten Person stehen die Vorderkeule, die Kinnbacke und der Labmagen zu. 4Dieser Person sollst du den ersten Ertrag deines Getreides, deines Weins und deines Öls und den ersten Ertrag der Schafschur zukommen lassen. 5Ja, Adonaj, deine Gottheit, hat den levitischen Stamm aus all deinen Stämmen ausgewählt, damit er und seine Nachkommen im Namen Adonajs Zeit ihres Lebens dastehen und ihren Dienst tun.
6Es mag geschehen, dass mit dem Levirat betraute Personen aus einer deiner Städte in ganz Israel, in der sie als Fremde leben, dringend danach °verlangen, zu der Stätte zu kommen, die Adonaj, Gott für dich, auswählen wird. 7Diese Personen sollen dann im Namen Adonajs, ihrer Gottheit, ihren Dienst versehen, genau so wie all ihre anderen levitischen Geschwister, die dort vor Adonaj stehen. 8Sie sollen dann gleichen Anteil an der Versorgung bekommen, unabhängig von dem Erlös ihres Erbes, das sie von den Vorfahren erhalten haben.
9Ja, du wirst in das Land kommen, das Adonaj, deine Gottheit, dir gibt. Lerne dann nicht, die Gräueltaten dieser °Völker zu tun. 10Es soll unter euch keine Leute geben, die ihre Söhne und Töchter ins Feuer schicken, Orakel befragen oder Hellseherei betreiben, nach Omen suchen oder zaubern. 11Ebenso soll es keine Leute unter euch geben, die Beschwörungen praktizieren, Totengeister und Wahrsager befragen oder Tote beschwören. 12Alle, die das tun, sind für Adonaj ein Gräuel. Wegen dieser Gräuel vertreibt Adonaj, Gott für dich, diese Völker vor dir. 13Sei ganz und gar auf der Seite Adonajs, deiner Gottheit.
14Ja, diese Völker, die du vertreibst, hören auf Hellseherei und Losbefragung. Das hat aber Adonaj, deine Gottheit, nicht für dich bestimmt. 15Eine Prophetin oder einen Propheten wie mich wird Adonaj, deine Gottheit, aus deiner Mitte, aus deinen Geschwistern immer wieder für dich aufstehen lassen. Auf sie oder ihn höre! 16Genau so hast du es von Adonaj, deiner Gottheit, am Horeb erbeten am Tag der °Vollversammlung: ›Ich will nicht weiterhin die Stimme Adonajs, meiner Gottheit, hören und dieses große Feuer nicht sehen, damit ich nicht sterbe.‹ 17Da sprach Adonaj zu mir: ›Sie tun gut daran, so zu reden. 18Eine Prophetin oder einen Propheten wie dich werde ich aus der Mitte ihrer Geschwister sich erheben lassen. Ich werde mein °Wort in den Mund dieser Person legen. Sie wird ihnen all das mitteilen, was ich ihr gebiete. 19Wer nicht auf meine Worte hört, die sie in meinem Namen redet, den ziehe ich selbst zur Rechenschaft. 20Eine prophetisch begabte Person aber, die so vermessen ist und Dinge in meinem Namen sagt, die ich nicht geboten habe, oder im Namen anderer Gottheiten spricht, eine solche Person muss sterben.‹ 21Nun fragst du dich vielleicht in deinem Herzen und deinem Verstand: ›Woran soll ich die Botschaft erkennen, die nicht von Adonaj kommt?‹ 22Wenn eine prophetisch begabte Person im Namen Adonajs etwas verkündet, und es trifft nicht ein und geschieht nicht, dann ist ihre Botschaft nicht das Wort Adonajs gewesen. Diese prophetisch begabte Person hat dann aus Vermessenheit geredet, du brauchst sie nicht zu fürchten.