z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora

Kapitel 17

1Du sollst für Adonaj, Gott für dich, keine Rinder, Ziegen oder Schafe opfern, die mit irgendeinem Mangel behaftet sind. Das wäre Adonaj, deiner Gottheit, ein Gräuel.
2Es mag sich herausstellen, dass mitten unter euch in einer deiner Städte, die Adonaj, Gott für dich, dir gegeben hat, ein Mann oder eine Frau Übles tut in den Augen Adonajs, deiner Gottheit, und deren °Bundesverpflichtung übertritt. 3Er oder sie geht hin und dient anderen Gottheiten und fällt vor ihnen auf die Knie, sei es die Sonne, der Mond oder andere Himmelskörper. Das habe ich verboten! 4Wenn dir dieser Vorgang angezeigt wird, oder du so davon hörst, dann gehe dieser Sache sorgfältig nach. Stellt sich dieser Sachverhalt als wahr heraus, und es ist wirklich so ein Gräuel in Israel geschehen, 5dann führe diesen Mann oder diese Frau, die derart Übles getan hat, zu deinem Stadttor und steinige diesen Mann oder diese Frau dort zu Tode. 6Aufgrund der Aussage von zwei oder drei Personen, die den Vorgang bezeugen, soll hingerichtet werden, wer sterben muss. Dies darf aber nicht aufgrund der Aussage einer einzelnen Person geschehen, die den Vorgang bezeugt. 7Die den Vorgang bezeugenden Personen sollen bei der Hinrichtung als erste Hand anlegen, anschließend soll das gesamte Volk Hand anlegen. Schaffe das Böse aus deiner Mitte!
8Es mag geschehen, dass eine Rechtsangelegenheit, die in deiner Stadt entschieden werden soll, dir zu schwer ist – sei es eine Mordsache, ein Eigentumsdelikt oder eine Körperverletzung: Mache dich dann auf und gehe zu dem Ort, den Adonaj, deine Gottheit, für sich auswählen wird. 9Suche die mit dem levitischen Priesteramt betrauten und die Recht sprechenden Personen auf, die zu dieser Zeit amtieren. Befrage sie, und sie werden dir den °Urteilsspruch verkünden. 10Richte dich nach dem, was sie dir von dem Ort aus verkünden, den Adonaj auswählen wird. Achte darauf, dass du dich nach all dem richtest, worin sie dich unterweisen. 11Richte dich nach dem Wortlaut der °Tora, mit dem sie dich unterweisen, und nach dem °Urteil, das sie dir mitteilen. Weiche nicht ab von °dem, was sie dir kundtun – weder zur Rechten noch zur Linken. 12Wer aber so vermessen ist, auf die mit dem Priesteramt betraute oder auf die Recht sprechende Person nicht zu hören, die dort vor Adonaj, deiner Gottheit, ihren Dienst versieht, soll sterben. Schaffe das Böse weg aus Israel! 13Das gesamte °Volk soll es erfahren und sich fürchten, damit es nicht noch einmal so vermessen handelt.
14Wenn du in das Land kommst, das Adonaj, deine Gottheit, dir gibt, und du es einnimmst, dich darin niederlässt, und dann sagst: ›Ich will einen König über mich setzen, genau so wie all die Völker um mich herum!‹, 15dann setze auf jeden Fall einen König über dich, den Adonaj, deine Gottheit, auswählen wird. Aus der Mitte Israels setze einen König über dich. Du darfst keinen Ausländer über dich setzen, der nicht aus den Reihen deiner Geschwister stammt. 16Allerdings soll sich der König nicht viele Pferde halten! Er soll nicht das Volk noch einmal nach Ägypten führen, um sich noch mehr Pferde anzuschaffen! Schließlich hat Adonaj euch gesagt: ›Geht diesen Weg nie °wieder zurück!‹ 17Der König soll nicht viele Frauen haben. Er soll sein °Herz und seinen Verstand nicht ablenken lassen. Gold und Silber soll der König nicht über die Maßen mehren. 18Wenn er auf dem Thron seines Königreiches sitzt, soll er für sich auf einer Buchrolle eine Zweitschrift dieser Tora schreiben lassen, so wie sie den mit dem levitischen Priesteramt beauftragten Personen vorliegt. 19Diese Zweitschrift soll bei ihm verbleiben. Der König soll Zeit seines Lebens darin lesen und so lernen, Adonaj, seine Gottheit, zu °fürchten und alle °Worte dieser Tora zu beachten und sich nach diesen Bestimmungen zu richten. 20Das soll ihn davor bewahren, sich mit Herz und seinem Verstand über seine Geschwister zu erheben und von dem °Gebotenen zur Rechten oder zur Linken abzuweichen. Dann werden er und seine Nachfahren mitten in Israel lange regieren.