z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Daniel

Kapitel 11

20An seiner Stelle erhebt sich jemand, der einem Tributeinnehmer die Würde der Königsherrschaft überträgt. Nach einigen Tagen wird er zerschmettert, nicht durch Zorn und nicht durch Krieg. 21An seiner Stelle erhebt sich ein Verachteter. Den Glanz der Königsherrschaft gibt man ihm nicht. Mit Leichtigkeit kommt er und reißt die Königsherrschaft durch Intrigen an sich. 22Flutgewalten werden vor ihm fluten und gebrochen werden, auch der Oberste des °Bundes. 23Seit er ein Bündnis mit ihm geschlossen hat, agiert er mit List, zieht herauf, und von Wenigen unterstützt, bekommt er Macht. 24Mit Leichtigkeit und in die fruchtbaren Gebiete der Provinz fällt er ein und führt sich auf, wie weder seine Eltern noch die Eltern seiner Eltern sich aufgeführt haben. Raub, Beute, Besitz teilt er ihnen aus. Gegen Festungen richtet er eine Zeit lang sein Planen. 25Seine Kraft und seinen Mut konzentriert er mit großer Armee auf den König des Südens. Der König des Südens macht sich mit großer und starker Armee zum Krieg bereit und hält nicht stand, denn man plant Anschläge gegen ihn. 26Die seine Tafelspeisen verzehren, zerbrechen ihn. Seine Armee flutet weg und viele fallen, im Kampf getötet. 27Die beiden Könige planen Böses und belügen einander am selben Tisch, doch ohne Erfolg, denn das Ende kommt nicht vor der festgesetzten Zeit. 28Er kehrt mit großem Tross in sein Land zurück, plant einen Anschlag auf den °heiligen °Bund, führt ihn aus und kehrt in sein Land zurück. 29Zur festgesetzten Zeit fällt er wieder im Süden ein. Diesmal ist es nicht wie beim ersten Mal. 30Kittäische Schiffe kommen ihm entgegen. Eingeschüchtert kehrt er um, gerät in Wut über den °heiligen °Bund und lässt ihr freien Lauf. Er kehrt um und richtet seine Aufmerksamkeit auf die, die den heiligen Bund verlassen. 31Kräfte, die zu ihm gehören, werden sich erheben und das Heiligtum, die Festung entweihen, das tagtägliche Opfer aufheben und entsetzliches Unheil in Gang setzen. 32Die den °Bund verletzen, will er mit Komplimenten zum Abfall bringen. Die °Bevölkerung kennt ihre Gottheit, bleibt fest und handelt entsprechend. 33Die Verständigen des °Volks bewegen die Vielen zur Einsicht. Durch Schwert und Flamme, Gefangenschaft und Plünderung geraten sie für Tage aus dem Gleichgewicht. 34Wenn sie aus dem Gleichgewicht geraten, werden sie wenig Hilfe erfahren. Viele stoßen zu ihnen und meinen es nicht ernst. 35Einige der Verständigen geraten aus dem Gleichgewicht, um unter ihnen Läuterung, Sichtung und Reinigung zu bewirken, bis zur Zeit des Endes, ja, noch bis zur festgesetzten Zeit.
36Der König tut, was er will, wird anmaßend und macht sich groß gegen jede °Gottheit. Gegen die °Gottheit der °Gottheiten redet er Ungeheuerliches und hat damit Erfolg, bis der Zorn ein Ende gefunden hat. Ja, Beschlossenes wird ausgeführt. 37Die °Gottheiten seiner Vorfahren wird er nicht beachten. Den ›Schatz der Frauen‹(495) und alle °Gottheiten wird er nicht beachten. Über alle macht er sich groß. 38Stattdessen nimmt er die Gottheit der Festungen ernst: Die Gottheit, die seine Vorfahren nicht kannten, nimmt er ernst mit Gold, Silber, Edelsteinen und Schmuck. 39Er errichtet starke Festungen mit einer fremden Gottheit. Die, die Anerkennung zeigen, nimmt er sehr ernst. Er gibt ihnen die Herrschaft über die Vielen und belohnt sie mit Landzuteilungen.
40Zur Zeit des Endes gerät der König des Südens mit ihm aneinander. Der König des Nordens stürmt gegen ihn mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen. Wie eine Überschwemmung und Flutkatastrophe fällt er in die Länder ein. 41Er fällt in das herrliche Land ein. Viele verlieren das Gleichgewicht. Folgende entziehen sich seinem Zugriff: Edom, Moab und die Ersten des ammonitischen Volkes. 42Auf Länder erstreckt sich sein Zugriff, und das Land Ägypten wird nicht entkommen. 43Den Gold- und Silberreichtum und alle Schätze Ägyptens bringt er unter seine Kontrolle. Lubische und kuschitische Leute befinden sich in seinem Gefolge. 44Gerüchte von Osten und von Norden jagen ihm Schrecken ein. In großer Wut zieht er ab, um viele zu vernichten und zu zerstören.