z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Baruch

Kapitel 2

1Da machte der Ewige Taten aus seinem Wort, das er über uns gesprochen hatte und über die, die bei uns Recht sprachen und Israel richteten, über unsere Königshäuser, über unsere hohe Beamtenschaft und alle Menschen in Israel und Juda. 2Nie wurde unter dem ganzen Himmel etwas getan wie das, was er in Jerusalem tat, wie in der °Tora des Mose geschrieben ist: 3Menschen unter uns aßen das °Fleisch ihres Sohnes und andere das °Fleisch ihrer Tochter. 4Der Ewige gab sie in die Hand aller Königreiche rings um uns herum, zur Schande und zur Ödnis unter allen °Völkern rings um uns herum, unter die er sie zerstreute. 5Sie wurden nach unten getreten und kamen nicht hoch, weil wir uns gegen den Ewigen, unsere Gottheit, °verfehlt haben, indem wir nicht auf ihre Stimme hörten.
6Beim Ewigen, unserem Gott ist °Gerechtigkeit, uns aber und unseren °Vorfahren steht die Scham im Gesicht, wie es heute der Fall ist. 7All jenes Böse, das der Ewige über uns ausgesprochen hat, ist über uns gekommen. 8Keineswegs haben wir vor dem Ewigen darum gebetet, alle unter uns von dem abzubringen, was ihr bösartiges °Herz erstrebt. 9Der Ewige aber hatte die bösen Folgen im Blick, der Ewige ließ sie über uns kommen, denn der Ewige ist gerecht in all seinen Taten, die er unseretwegen angeordnet hat. 10Wir aber hörten nicht auf seine Stimme, dass wir unseren Weg nach den Anordnungen des Ewigen auszurichten hätten, die er uns gegenüber erlassen hat.
11Jetzt aber, Ewiger, Gottheit Israels, die du dein °Volk aus dem Land Ägypten mit starker Hand herausgeführt hast, mit Zeichen und Wundern, mit großer Macht und mit erhobenem Arm, und dir einen Namen gemacht hast, wie es heute der Fall ist: 12Wir haben Verfehlungen begangen, gottlos gehandelt, Unrecht getan, Ewiger, unser Gott, hinsichtlich all deiner gerechten Weisungen. 13Dein Grimm soll sich von uns abwenden! Denn nur wenige von uns sind unter den °Völkern übrig geblieben, wohin du uns zerstreut hast. 14Erhöre, Ewiger, unser Flehen und unser Gebet, reiße uns heraus um deinetwillen und lass uns °Gnade finden gegenüber denen, die uns verschleppt haben, 15damit die ganze Erde erfahre, dass du der Ewige, unser °Gott, bist, weil dein Name ausgerufen ist über Israel und über sein Geschlecht.
16Ewiger, schau herab aus deinem heiligen Haus und denke an uns; neige, Ewiger, dein Ohr und höre; 17öffne deine Augen und schau: Nicht die Toten im Hades, deren °Lebensgeist aus ihrem Inneren genommen ist, erweisen dem Ewigen Ehre und preisen seine gerechten Taten, 18sondern das über die Maßen trauernde °Menschenleben, das gebeugt und schwach einhergeht, die erlöschenden Augen, die hungernde °Kehle, sie erweisen dir Ehre und preisen deine °Gerechtigkeit, Ewiger. 19Denn nicht aufgrund der gerechten Taten unserer °Vorfahren und unserer Königsfamilien legen wir unser Flehen vor dir nieder, Ewiger, unsere Gottheit. 20Denn du hast deinen Grimm und deinen Zorn auf uns gesandt, wie du gesagt hattest durch Hand und Mund derer, die prophetisch reden und dir untergeben sind: 21¹So spricht der Ewige: Beugt eure Schultern, unterwerft euch dem König von Babylon und bleibt in dem Land, das ich euren Vorfahren gegeben habe. 22Wenn ihr nicht auf die Stimme des Ewigen hört und euch dem König von Babylon nicht unterwerft, 23werde ich aus den Städten Judas und um Jerusalem herum die Stimme der Freude und des Jubels verschwinden lassen, die Stimme des Bräutigams und der Braut, und es wird das ganze Land zur Ödnis, menschenleer.“
24Aber wir haben nicht auf deine Stimme gehört, dass wir uns dem König von Babylon unterwerfen sollen, und du hast aus deinen Worten Taten gemacht, die du gesprochen hattest durch Hand und Mund derer, die prophetisch reden und dir untergeben sind, dass nämlich die Gebeine unserer Königsfamilien und die Gebeine unserer Vorfahren aus ihrem Grab herausgenommen würden. 25Sieh, sie sind in die Hitze des Tages und den Frost der Nacht hinausgeworfen; sie starben unter schwerem Leiden, durch Hunger und Schwert und Aussendung von Epidemien.(632)