z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Apostelinnen und Apostel

Kapitel 9

1Saulus schnaubte immer noch Drohung und Mord gegen die °Schülerinnen und Schüler des °Herrn. Er trat an den Hohenpriester heran 2und erbat sich von ihm Briefe an die °Synagogen in Damaskus: Wenn er dort welche finde, die sich an diese Richtung hielten, wolle er sie, Männer wie Frauen, gefesselt nach Jerusalem bringen. 3Als er auf der Reise nahe an Damaskus herankam, umstrahlte ihn plötzlich Licht vom Himmel her. 4Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: »Saul, Saul, was verfolgst du mich?« 5Er sagte: »Wer bist du, °Herr?« Der antwortete: »Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6Jetzt aber: °Steh auf und geh in die Stadt! Dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst.« 7Die Männer, die mit ihm reisten, standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden. 8Saulus °erhob sich vom Boden. Obwohl er die Augen offen hatte, konnte er nichts sehen. So führte man ihn an der Hand nach Damaskus hinein. 9Drei Tage lang konnte er nicht sehen; und er aß nicht und trank nicht.
10In Damaskus gab es einen Schüler namens Hananias. Zu ihm sagte der °Herr in einer Vision: »Hananias!« Der sagte: »Da bin ich, Herr.« 11Darauf der Herr zu ihm: »Auf, geh zur ›Geraden Gasse‹ und suche im Haus des Judas einen Saulus aus Tarsus auf! Er wird dir auffallen, weil er betet. 12Und er hat in einer Vision einen Mann namens Hananias gesehen, wie er hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehe.« 13Hananias antwortete: »Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, was alles er deinen °Heiligen in Jerusalem Böses angetan hat. 14Auch hier hat er Vollmacht von den Oberpriestern, alle festzunehmen, die deinen Namen anrufen.« 15Der °Herr sagte zu ihm: »Geh nur hin! Denn diesen habe ich mir als Werkzeug ausgewählt, um meinen Namen vor °Völker zu tragen, vor Königinnen und Könige und vor das °Volk Israel. 16Ich will ihm nämlich zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss.« 17Hananias ging weg, ging in das Haus, legte ihm die Hände auf und sagte: »Saul, lieber Bruder, der Herr hat mich geschickt, Jesus, der dir auf dem Weg, den du kamst, erschienen ist. Du sollst wieder sehen und von heiliger °Geistkraft erfüllt werden.« 18Sogleich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen und er konnte wieder sehen. Er °stand auf und °ließ sich taufen, 19nahm Speise zu sich und kam wieder zu Kräften.

Er hielt sich einige Tage bei den °Schülerinnen und Schülern in Damaskus auf 20und verkündete sogleich in den Synagogen, dass Jesus der °Sohn Gottes sei. 21Alle, die es hörten, konnten es nicht fassen und sagten: »Ist das nicht der, der in Jerusalem denen hart zusetzte, die diesen Namen anrufen, und der deshalb hierher gekommen ist, um sie gefesselt zu den Oberpriestern zu bringen?« 22Saulus aber trat immer stärker auf und brachte die in Damaskus wohnenden Jüdinnen und Juden durcheinander, indem er darlegte, dass Jesus der °Gesalbte sei.
23Als viele Tage verstrichen waren, kam die jüdische Bevölkerung überein, ihn umzubringen. 24Ihre Absicht wurde Saulus bekannt. Sie überwachten auch die Tore Tag und Nacht, damit sie ihn umbringen könnten. 25Da ließen ihn diejenigen, °die bei ihm lernten, nachts durch die Mauer hinunter, indem sie ihn in einem Korb abseilten.