z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Apostelinnen und Apostel

Kapitel 21

1Als es daranging auszulaufen, rissen wir uns von ihnen los und kamen auf geradem Kurs nach Kos, am nächsten Tag nach Rhodos und von dort nach Patara. 2Wir fanden ein Schiff, das hinüber nach Phönizien fahren wollte, stiegen ein und liefen aus. 3Wir sichteten Zypern, ließen es zur Linken zurück, segelten auf Syrien zu und landeten in Tyrus an. Dort nämlich sollte das Schiff die Fracht löschen. 4Wir machten die °Schülerinnen und Schüler ausfindig und blieben dort sieben Tage. Sie sagten Paulus durch die °Geistkraft, er solle nicht nach Jerusalem hinaufsteigen. 5Als wir diese Tage verbracht hatten, machten wir uns zur Weiterreise auf, wobei wir von allen, auch Frauen und Kindern, bis aus der Stadt heraus begleitet wurden. Am Strand knieten wir nieder und beteten. 6Nachdem wir uns voneinander verabschiedet hatten, stiegen wir ins Schiff, jene aber kehrten nach Hause zurück. 7Von Tyrus aus führten wir die Seereise zu Ende, gelangten nach Ptolemaïs, begrüßten die Brüder und Schwestern und blieben einen Tag bei ihnen. 8Am nächsten Tag verließen wir sie und kamen nach Cäsarea. Dort gingen wir ins Haus des Verkündigers Philippus, der zu den Sieben gehörte, und blieben bei ihm. 9Er hatte vier jungfräuliche Töchter, die als Prophetinnen wirkten. 10Während wir uns dort mehrere Tage aufhielten, traf von Judäa her ein Prophet namens Agabus ein. 11Er kam zu uns, nahm Paulus den Gürtel ab, fesselte sich damit an Füßen und Händen und sprach: »Das sagt die heilige °Geistkraft: ›Wem dieser Gürtel gehört, den werden so in Jerusalem die jüdischen Autoritäten fesseln und in nichtjüdische Hände ausliefern.‹« 12Als wir das gehört hatten, redeten wir und die Einheimischen auf Paulus ein, er solle nicht nach Jerusalem hinaufsteigen. 13Da antwortete Paulus: »Warum weint ihr und macht mir das °Herz schwer? Ich bin doch nicht nur bereit dazu, in Jerusalem gefesselt zu werden, sondern auch für den Namen Jesu, °dem ich gehöre, zu sterben.« 14Da er sich nicht überreden ließ, gaben wir Ruhe und sagten: »Des °Herrn Wille geschehe!«
15Danach machten wir uns reisefertig und stiegen nach Jerusalem hinauf. 16Auch aus der Gemeinde von Cäsarea gingen °welche mit uns. Sie führten uns zu einem Zyprioten Mnason, einem °Schüler von Anfang an, bei dem wir wohnen sollten. 17Als wir in Jerusalem ankamen, nahmen uns die Schwestern und Brüder gerne auf. 18Am folgenden Tag ging Paulus mit uns zu Jakobus; auch alle Ältesten kamen dazu. 19Er begrüßte sie und führte im Einzelnen aus, was Gott unter °den Völkern durch sein °Wirken getan hatte. 20Als sie das gehört hatten, priesen sie Gott und sagten zu Paulus: »Du siehst, Bruder, wie unzählig viele an Jesus Glaubende es unter der jüdischen Bevölkerung gibt und alle sind sie voll Eifer für die °Tora. 21Über dich haben sie vernommen, du lehrtest alle unter den °Völkern lebenden Jüdinnen und Juden den Abfall von Mose, dass sie ihre Söhne nicht beschneiden und sich selbst nicht an die überlieferten Bräuche halten sollten. 22Wie sollen wir dem begegnen? Es wird ganz sicher bekannt werden, dass du gekommen bist. 23Tu also, was wir dir sagen: Wir haben hier vier Männer, die unter einem Gelübde stehen. 24Die nimm zu dir, weihe dich mit ihnen und bringe auf, was für ihre Auslösung nötig ist, damit sie sich die Haare abschneiden lassen können. Und alle werden erkennen, dass an dem, was sie über dich vernommen haben, nichts dran ist, sondern dass auch du im Einklang mit ihnen die °Tora hältst. 25Was die °zum Glauben gekommenen °Menschen aus den Völkern betrifft, so haben wir unsere Entscheidung brieflich mitgeteilt, dass sie die folgenden Dinge meiden sollen: Fleisch der den Götzen geopferten Tiere, Blutgenuss, Fleisch erstickter Tiere und torawidrige geschlechtliche Beziehungen.«