z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Apostelinnen und Apostel

Kapitel 20

1Nachdem sich der Tumult gelegt hatte, ließ Paulus die °Schülerinnen und Schüler kommen, ermahnte und ermunterte sie. Er nahm Abschied von ihnen und brach auf, um nach Mazedonien zu reisen. 2Durch jene Gebiete zog er hindurch und ermunterte und ermahnte ausführlich die Schwestern und Brüder und gelangte dann nach Griechenland. 3Dort verbrachte er drei Monate. Weil jüdischerseits ein Anschlag gegen ihn geplant war, während er mit dem Schiff nach Syrien auslaufen wollte, beschloss er, durch Mazedonien zurückzukehren. 4Mit ihm waren unterwegs Sopater, der Sohn des Pyrrhus aus Beröa, Aristarch und Sekundus aus Thessaloniki, Gaius aus Derbe, Timotheus sowie Tychikus und Trophimus aus der Provinz Asien. 5Die reisten voraus und erwarteten uns in Troas. 6Wir dagegen segelten nach dem Mazzenfest von Philippi ab und gelangten binnen fünf Tagen zu ihnen nach Troas. Dort hielten wir uns sieben Tage auf.
7Als wir am ersten Wochentag zum Brotbrechen versammelt waren, redete Paulus zu ihnen im Bewusstsein, dass er am nächsten Tag weiterreisen wollte. Seine Rede zog sich bis Mitternacht hin. 8Es gab genug Lampen im Obergeschoss, in dem wir versammelt waren. 9Ein junger Mann namens Eutychus hatte sich ans Fenster gesetzt. Er versank in tiefen Schlaf, als Paulus so lange redete, und fiel – vom Schlaf überwältigt – aus dem dritten Stockwerk herunter und wurde leblos aufgehoben. 10Paulus stieg hinab, warf sich auf ihn, umfasste ihn ganz und sagte: »Regt euch nicht auf! Es ist ja noch °Leben in ihm.« 11Dann stieg er wieder hinauf, brach das Brot, genoss davon, predigte noch lange weiter bis zum Morgengrauen und nach all dem ging er fort. 12Den jungen Mann hatten sie lebendig hereingebracht und waren so über die Maßen getröstet worden.

13Wir gingen voraus zum Schiff und liefen nach Assos aus. Dort sollten wir Paulus an Bord nehmen. So nämlich hatte er es angeordnet, während er selbst auf dem Landweg reisen wollte. 14Als er mit uns in Assos zusammentraf, nahmen wir ihn an Bord und gelangten nach Mitylene. 15Von dort segelten wir am nächsten Tag ab und erreichten die Höhe von Chios, fuhren am folgenden Tag hinüber nach Samos und gelangten einen Tag später nach Milet. 16Denn Paulus hatte sich dafür entschieden, an Ephesus vorbeizusegeln, damit er keine Zeit in der Provinz Asien verlöre. Er war nämlich in Eile, um – wenn irgend möglich – am 50. Tag, dem Tag des Wochenfestes, in Jerusalem zu sein. 17Von Milet schickte er nach Ephesus und ließ die Gemeindeältesten zu sich kommen. 18Als sie bei ihm eingetroffen waren, sagte er ihnen: »Ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an, seit ich die Provinz Asien betrat, die ganze Zeit bei euch verbracht habe: 19Ich habe für den °Herrn gearbeitet – sehr genügsam und unter äußerst bescheidenen Bedingungen, auch unter Tränen und in harten Proben, die mir durch Anschläge jüdischerseits zustießen. 20Ohne jede Scheu habe ich euch alles, was förderlich ist, öffentlich und privat verkündigt und gelehrt. 21Vor Jüdinnen und Juden, vor Griechinnen und Griechen habe ich Zeugnis abgelegt von der °Umkehr zu Gott und vom °Vertrauen auf Jesus, °der Macht über uns hat. 22Und jetzt, passt auf, gehe ich – innerlich bereits gefesselt – nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort begegnen wird. 23Allerdings bezeugt mir die heilige °Geistkraft von Stadt zu Stadt, dass mich Fesseln und Bedrängnisse erwarten. 24Aber ich halte mein °Leben nicht für der Rede wert. Dass ich nur meinen Lauf zu Ende führe, meine °Arbeit nämlich, die mir von Jesus, °dem ich gehöre, aufgetragen worden ist: das Evangelium von Gottes °Freundlichkeit zu bezeugen. 25Und jetzt, passt auf! Ich weiß, dass ihr mich nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei denen ich mit meiner Botschaft von °Gottes Reich vorbeikam.