z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Samuels: Erstes Buch

Kapitel 2

1Dann betete Hanna und sagte: Es frohlockt mein °Herz in der Heiligen, erhaben ist mein Horn(165) in der Heiligen.
Mein Mund ist aufgetan gegen die, die mir feind sind,
denn ich erfreue mich deiner Hilfe.
2Keine ist °heilig wie die Heilige, ja keine außer dir.
Keine ist ein Fels wie unser Gott.
3Redet nicht so viel Hochtrabendes daher!
Vorlautes kommt aus eurem Mund hervor.
Ja, eine wissende Gottheit ist die Heilige, Schandtaten haben keinen Bestand.
4Die Bogen der Helden zerbrechen,
und die Strauchelnden rüsten sich mit Stärke.
5Die Satten müssen sich um Brot verdingen,
und die Hungrigen kommen zur Ruhe.
Sogar die Unfruchtbare gebiert siebenfach,
und die Kinderreiche welkt dahin.
6Die Heilige tötet und macht lebendig, führt hinab in die Unterwelt und herauf.
7Die Heilige beraubt und bereichert, erniedrigt und erhöht,
8richtet °Geringe aus dem Staub auf,
erhebt °Arme aus dem Müll,
um sie an die Seite Edler zu setzen.
Einen °Ehrenplatz gibt ihnen die Heilige zu eigen.
Ja, der Heiligen sind die Pfeiler der Erde, gegründet auf ihnen das Erdenrund.
9Die Schritte der Getreuen behütet Gott,
und die °Übeltäter kommen im Finstern um.
Denn nicht in seiner Kraft liegt die Stärke eines Menschen.
10Die gegen die Heilige streiten, erschrecken,
über sie donnert die Gottheit im Himmel!
Die Heilige richtet die Enden der Erde.
Die Gottheit gebe ihrem König Stärke, erhebe das Horn ihres °Gesalbten!
11Danach ging Elkana nach Rama in sein Haus. Der Junge dagegen blieb im Dienst des Heiligen unter Aufsicht des Priesters Eli. 12Elis Söhne aber waren skrupellose Männer. Sie wollten nichts von dem Heiligen wissen.
13Das °Recht der Priester gegenüber dem °Volk war: Wenn jemand ein °Schlachtopfer darbrachte, kam der Priestergehilfe, während man das Fleisch kochte, mit der dreizackigen Fleischgabel in der Hand 14und stach in den Kessel, den Topf, die Schale oder die Schüssel. Das ganze Stück, das die Gabel aufspießte, nahm der Priester für sich heraus. So machten sie es bei allen Leuten aus Israel, die dorthin nach Schilo kamen. 15Doch nun kam, noch ehe man das Fett zum Rauchopfer verbrannte, der Priestergehilfe und sagte zu dem, der das Opfer darbrachte: »Gib Fleisch zum Braten für den Priester! Er nimmt von dir kein gekochtes Fleisch, sondern nur rohes.« 16Wenn die betroffene Person dann sagte: »Man muss doch erst das Fett zum Rauchopfer verbrennen; dann nimm dir, was dein °Herz begehrt«, dann antwortete er ihr: »Sofort gibst du es her! Andernfalls nehme ich es mit Gewalt.« 17So war die °Verfehlung der jungen Männer sehr groß vor dem Heiligen. Denn sie trieben Missbrauch mit der für den Heiligen bestimmten °Gabe.
18Samuel stand im Dienst des Heiligen, ein Gehilfe, bekleidet mit einem leinenen Priesterschurz.(166) 19Auch ein kleines Obergewand machte ihm seine Mutter und brachte es ihm Jahr für Jahr hinauf, wenn sie mit ihrem Mann hinaufzog, um das jährliche Opfer darzubringen. 20Dann segnete Eli Elkana und seine Frau und sagte: » Der Heilige gebe dir Nachkommen von dieser Frau anstelle des Erbetenen, den der Heilige für sich erbeten hat!« Dann gingen sie in ihren Ort zurück. 21Tatsächlich nahm der Heilige sich Hannas an. Sie wurde schwanger und gebar drei Söhne und zwei Töchter. Und der Junge Samuel wurde groß bei dem Heiligen.
22Eli nun war sehr alt. Er hörte von all dem, was seine Söhne ganz Israel antaten, auch davon, dass sie mit den Frauen schliefen, die am Eingang des Begegnungszelts Dienst taten. 23Er sagte zu ihnen: »Warum macht ihr solche Sachen? Ich höre von all diesen °Leuten, dass eure Sachen böse sind. 24Hört doch auf, meine Söhne! Das Gerücht, das ich höre, ist nicht gut, wie es das Volk des Heiligen da ausbreitet. 25Wenn sich ein Mensch gegen einen Menschen °verfehlt, dann kann Gott für ihn vermittelnd eintreten. Wenn sich ein Mensch aber gegen den Heiligen verfehlt, wer soll für ihn Fürbitte halten?« Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters. So wollte der Heilige sie zu Tode bringen.