z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Samuels: Erstes Buch

Kapitel 12

3Hier bin ich! Sagt gegen mich aus vor dem Heiligen und vor seinem °Gesalbten! Wessen Stier habe ich weggenommen oder wessen Esel habe ich weggenommen? Wen habe ich unterdrückt? Wen habe ich misshandelt? Aus wessen Hand habe ich Bestechung angenommen, um beide Augen zu seinen Gunsten zuzudrücken? Ich will euch °Rechenschaft geben.« 4Da sagten sie: »Du hast uns weder unterdrückt noch misshandelt. Du hast niemandem das Geringste weggenommen.« 5Und er sagte zu ihnen: »Zeugnis legt Gott gegen euch ab, und Zeugnis legt sein Gesalbter an diesem Tag ab, dass ihr bei mir nicht das Geringste gefunden habt.« »So sei es«, sagte man.
6Dann sagte Samuel zum Volk: » Der Heilige ist es, der Mose und Aaron gemacht und eure Vorfahren aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat. 7Stellt euch jetzt auf! Ich will mit euch vor dem Heiligen ins Gericht gehen wegen all der °Gerechtigkeitstaten des Heiligen, die er für euch und eure Vorfahren getan hat. 8Als Jakob nach Ägypten kam, da schrien eure Vorfahren zu dem Heiligen. Und der Heilige sandte Mose und Aaron, die führten eure Vorfahren aus Ägypten heraus und ließen sie an diesem Ort wohnen. 9Doch sie vergaßen den Heiligen, ihre Gottheit. Die gab sie in die Gewalt Siseras, des Heerführers von Hazor, und in die Gewalt der Philister und in die Gewalt des Königs von Moab. Die führten Krieg gegen sie. 10Da schrien sie zu dem Heiligen und sagten: Wir haben uns °verfehlt. Ja, wir haben den Heiligen verlassen und den Baal-Göttern und den Astarte-Göttinnen gedient. Reiß uns doch nun aus der Gewalt unsrer Feindinnen und Feinde, so wollen wir dir °dienen. 11Dann schickte der Heilige Jerubbaal und Bedan, Jiftach und Samuel. So riss er euch aus der Gewalt eurer Feinde ringsum, und ihr wohntet in Sicherheit. 12Dann saht ihr, dass Nahasch, der König des ammonitischen Volkes, gegen euch herankam, und ihr sagtet zu mir: Nein! Ein König soll über uns herrschen. Doch der Heilige, eure Gottheit, übt über euch die Königsherrschaft aus. 13Nun denn, da ist der König, den ihr erwählt habt, den ihr gefordert habt – ja, der Heilige hat über euch einen König gesetzt. 14Wenn ihr den Heiligen, eure Gottheit, fürchtet, ihr dient, auf ihre Stimme hört und euch dem Befehl des Heiligen nicht widersetzt, dann werdet sowohl ihr als auch der König, der über euch herrscht, bei dem Heiligen, eurer Gottheit, bleiben. 15Wenn ihr aber nicht auf die Stimme des Heiligen hört und euch dem Befehl des Heiligen widersetzt, dann wird die Hand des Heiligen auf euch wie auf euren Vorfahren liegen. 16So stellt euch jetzt auf und seht diese große Tat, die der Heilige vor euren Augen tut! 17Ist jetzt nicht Weizenernte? Ich will zu dem Heiligen rufen, dass er Donner und Regen bringt. Erkennt und seht ein, dass eure Bosheit groß ist, die ihr in den Augen des Heiligen getan habt, indem ihr für euch einen König gefordert habt!« 18Dann rief Samuel zu dem Heiligen, und der Heilige brachte Donner und Regen am selben Tag. Und das ganze Volk °geriet in große Furcht vor dem Heiligen und Samuel. 19Das ganze Volk sagte zu Samuel: »Bete für deine °Sklavinnen und Sklaven zu dem Heiligen, deiner Gottheit, damit wir nicht sterben. Ja, allen unseren °Verfehlungen haben wir noch eine Bosheit hinzugesetzt, indem wir für uns einen König gefordert haben.« 20Da sagte Samuel zum Volk: »Fürchtet euch nicht! Zwar habt ihr diese ganze Bosheit begangen. Doch weicht nun nicht mehr von dem Heiligen ab und dient dem Heiligen mit eurem ganzen °Herzen! 21Ihr sollt nicht ausgerechnet zu den Nichtigen abweichen, die nicht helfen noch retten, weil sie eben nichtig sind! 22Denn der Heilige gibt sein Volk nicht auf um seines großen Namens willen. Ja, dem Heiligen hat es gefallen, euch zu seinem Volk zu machen. 23Auch mir selbst sei es fern, mich gegen den Heiligen zu °verfehlen, indem ich es unterlasse, für euch zu beten. Ich will euch den guten und rechten Weg lehren. 24Nur fürchtet den Heiligen und dient Gott °beständig mit eurem ganzen Herzen. Seht doch, was Gott Großes an euch getan hat. 25Wenn ihr euch aber andauernd böse verhaltet, dann werdet ihr weggerafft, sowohl ihr als auch euer König.«