z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

An die hebräischen Gemeinden

Kapitel 12

2und dabei aufsehen zu Jesus, der das °Gottvertrauen begründet und vollendet hat. Er hat um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldet, Entehrung verachtet und sich schließlich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt. 3Denkt an ihn, der von °gottfernen Menschen derartige Empörung gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und nicht den Mut verliert.
4Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden, obwohl ihr gegen die °Entfernung von Gott angekämpft habt. 5Aber ihr habt die Mahnung ganz vergessen, die euch als °Kinder anredet: »Mein Kind, verachte nicht die Erziehung der Ewigen, lass nicht nach, wenn sie dich zurechtweist. 6Alle, die die Ewige liebt, erzieht sie. Sie bestraft jedes Kind, das sie angenommen hat.« 7Haltet in der Erziehung aus. °Gott behandelt euch wie seine °Kinder. Denn wo ist ein Kind, das die °Eltern nicht erziehen? 8Wenn ihr aber keine Erziehung bekommt, die euch an allem teilnehmen lässt, könnt ihr nicht wirklich Gottes Kinder sein, sondern steht außerhalb der Gemeinschaft.
9Außerdem: Unsere °leiblichen °Eltern haben uns erzogen und wir verehrten sie. Werden wir uns da nicht erst recht unserem °geistigen °Elternteil unterordnen, um zu leben? 10Die irdischen Eltern haben uns nur wenige Tage nach ihrer Vorstellung erzogen. Das geistige Elternteil tut es zu unserem Nutzen, damit wir an der göttlichen Heiligkeit teilhaben können. 11Jede Erziehung scheint für den Augenblick statt Freude Kummer zu bringen. Danach aber gibt sie denen, die geübt sind, friedvolle Früchte des °gerechten Zusammenlebens.
12Deswegen richtet die herabhängenden Hände und die geschwächten Knie wieder auf, 13und ebnet die Wege mit euren Füßen, damit lahme Menschen nicht vom Weg abkommen, sondern vielmehr geheilt werden. 14Jagt mit allen dem °Frieden und der Heilung nach, ohne die niemand die Ewige sehen wird. 15Achtet darauf, dass niemand °Gottes °Zuneigung fernbleibt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel nach oben wächst und lästig wird, und viele durch sie beschädigt werden. 16Achtet darauf, dass niemand eine unzüchtige und unreine Gesinnung hat wie Esau, der für eine einzige Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte. 17Ihr wisst ja, dass Esau später, als er den Segen erben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Weg zur °Umkehr, obwohl er unter Tränen danach gesucht hatte.

18Ihr seid nicht an den berührbaren Berg herangetreten, der mit Feuer gebrannt hat, in Dunkelheit, Finsternis oder Sturm. 19Auch seid ihr an ihn nicht herangetreten beim Schall der Posaune oder beim Ruf gewichtiger °Worte. Als das Volk Israel diese hörte, weigerte es sich, anwesend zu sein; 20denn sie konnten das Angeordnete nicht mehr ertragen: »Sogar wenn ein Tier den Berg berühren sollte, muss es gesteinigt werden.« 21Und so schrecklich war die Erscheinung, dass Mose sagte: »Ich bin voll Furcht und voll Zittern.«
22Aber ihr seid zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen °Gottes gekommen, dem himmlischen Jerusalem, und zu den unzähligen °Abgesandten Gottes, zur Festversammlung 23und °Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind. Vor allem seid ihr auch zu Gott, die alles richtet, und zu den °Geistern der vollendeten °Gerechten, 24zu Jesus, dem Mittler eines neuen °Bundes, und zum Blut der Besprengung, welches besser redet als das Blut Abels, gekommen.
25Seht zu, dass ihr euch nicht dem Gesprochenen verweigert. Jene, die sich der göttlichen Offenbarung auf der Erde verweigert haben, sind den Worten nicht entkommen. Wir werden erst recht nicht entkommen können, wenn wir uns jetzt von den himmlischen Worten abwenden. 26Denn damals ließ Gottes Stimme die Erde erbeben, nun aber verheißt sie Folgendes: »Noch einmal werde ich nicht allein die Erde erschüttern, sondern auch den Himmel.«