z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

An die hebräischen Gemeinden

Kapitel 11

3Im Vertrauen auf Gott erkennen wir, dass die °Welt durch Gottes Wort erschaffen worden ist, so dass aus dem Unsichtbaren das Sichtbare geworden ist. 4°Gott vertrauend brachte Abel Gott ein besseres °Opfer dar als Kain. Daher wurde er gerühmt, gerecht zu sein, was Gott ihm aufgrund seiner Geschenke bezeugte. Durch sein Gottvertrauen redet Abel auch noch durch seinen Tod. 5Gott °vertrauend wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehe, und wurde nicht gefunden, weil °Gott ihn entrückt hatte. Denn vor der Entrückung wurde ihm bezeugt, dass Gott an ihm Gefallen gefunden hat. 6Aber ohne Gottvertrauen ist es unmöglich, Gottes Gefallen zu erregen, denn alle, die zu °Gott kommen, müssen darauf °vertrauen, dass Gott existiert und denen Lohn gibt, die sie suchen. 7Im Vertrauen auf Gott wurde Noach gezeigt, was noch nicht zu sehen war. Er baute besorgt eine Arche zur °Rettung seiner Familie. Durch seine Rettung verurteilte Noach die Welt und wurde Erbe der °Gerechtigkeit, die durch Gottvertrauen entsteht.
8Im °Vertrauen auf Gott ging Abraham folgsam in ein Land, das er erben sollte, und brach auf, ohne zu wissen, wohin er käme. 9Durch sein Gottvertrauen siedelte er sich im versprochenen Land an und wohnte wie in der Fremde in Zelten mit Isaak und Jakob, die wie er Erben des Versprechens waren. 10Abraham erwartete eine gut befestigte Stadt, von Gott gebaut und errichtet. 11Durch ihr Gottvertrauen konnte selbst die unfruchtbare Sara trotz ihres Alters Nachkommen zeugen,(842) weil sie die Lebendige für °zuverlässig hielt, die es versprochen hat. 12Darum stammen auch alle Menschen von einem einzigen Menschen ab, der in Bezug auf die Zeugungsfähigkeit schon tot war, unzählbar wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres. 13Diese alle sind im Vertrauen auf Gott gestorben und haben das von Gott Versprochene nicht erhalten, sondern haben es nur von ferne gesehen, gegrüßt und bekannt, dass sie Fremde und Asylantinnen auf der Erde sind. 14Die so reden, zeigen an, dass sie eine Heimat suchen. 15Wenn sie das Land im Sinn gehabt hätten, aus dem sie weggegangen sind, so hätten sie Zeit gehabt, zurückzukehren. 16Aber sie streben nach einer besseren, himmlischen Heimat. Darum schämt sich °Gott ihrer nicht; sie schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden. Gott hat ihnen eine Stadt bereitgestellt.
17Im °Vertrauen auf Gott hat Abraham den Isaak zur Opferung dargeboten, als er auf die Probe gestellt wurde. Er brachte den einzigen Sohn dar, der folgendes Versprechen bekommen hatte, 18indem zu ihm gesagt wurde: »Durch Isaak werden dir Nachkommen berufen werden.« 19Abraham dachte, dass Gott Menschen auch von den Toten °auferwecken kann. Deshalb hat er auch Isaak zur Veranschaulichung der Auferweckung zurückbekommen. 20Im °Vertrauen auf Gott segnete Isaak[FN_]Gen27,27-29.38-40[_MI] Jakob und Esau im Hinblick auf das Kommende. 21Gott vertrauend segnete Jakob sterbend jedes der °Kinder Josefs und beugte sich über die Spitze seines Stabes und betete. 22Durch sein Gottvertrauen ahnte Josef, als er starb, den Auszug der Kinder Israels aus Ägypten bereits und befahl, was mit seinen Knochen geschehen solle.
23Durch °Gottvertrauen wurde Mose nach seiner Geburt drei Monate lang von seinen °Eltern verborgen, weil sie sahen, dass er ein schönes Kind war, und sie sich nicht vor dem Befehl des Herrschers fürchteten. 24Durch Gottvertrauen verschmähte Mose es, nachdem er groß geworden war, Sohn der Pharaonentochter genannt zu werden. 25Er zog es vor, zusammen mit dem °Gottesvolk Schlimmes zu erleiden, und nicht vergänglichen Nutzen aus dem °Unrecht zu haben. 26Mose hielt die Beschimpfung wie sie der °Messias erfahren hatte für einen größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens, denn er hatte die Belohnung vor Augen. 27Im °Vertrauen auf Gott verließ er Ägypten und fürchtete den Zorn des Pharaos nicht. Er hielt alles aus, als ob er die unsichtbare Gottesgestalt sähe.