z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

An die hebräischen Gemeinden

Kapitel 11

23Durch °Gottvertrauen wurde Mose nach seiner Geburt drei Monate lang von seinen °Eltern verborgen, weil sie sahen, dass er ein schönes Kind war, und sie sich nicht vor dem Befehl des Herrschers fürchteten. 24Durch Gottvertrauen verschmähte Mose es, nachdem er groß geworden war, Sohn der Pharaonentochter genannt zu werden. 25Er zog es vor, zusammen mit dem °Gottesvolk Schlimmes zu erleiden, und nicht vergänglichen Nutzen aus dem °Unrecht zu haben. 26Mose hielt die Beschimpfung wie sie der °Messias erfahren hatte für einen größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens, denn er hatte die Belohnung vor Augen. 27Im °Vertrauen auf Gott verließ er Ägypten und fürchtete den Zorn des Pharaos nicht. Er hielt alles aus, als ob er die unsichtbare Gottesgestalt sähe. 28Im Vertrauen auf Gott feierte Mose Pessach und bestrich die Türpfosten mit Blut, damit der Verderber nicht ihre Erstgeburt anrühre. 29Im Vertrauen auf Gott durchschritten die Kinder Israels das Rote Meer wie trockenes Land. Als die Ägypter es ebenfalls versuchten, wurden sie verschlungen.
30Durch °Gottvertrauen fielen die Mauern Jerichos, nachdem sie sieben Tage umkreist worden waren. 31Durch ihr Gottvertrauen kam die Prostituierte Rahab nicht mit den Ungehorsamen um, weil sie die Kundschafter Israels in °Frieden aufgenommen hatte.
32Was soll ich noch sagen? Die Zeit würde mir fehlen, wenn ich noch von Gideon, Barak, Simson, Jiftach, David, Samuel und den Prophetinnen und Propheten erzählen würde. 33Sie alle haben im °Vertrauen auf Gott °Königreiche niedergekämpft, °Gerechtigkeit erwirkt, die Gottesversprechen erlangt, Löwen den Rachen gestopft 34und Feuersglut gelöscht. Sie sind vor der Schärfe des Schwertes entflohen, stark geworden, als sie schwach waren, sind im Krieg gestärkt worden und haben fremde Heere in die Flucht geschlagen.
35Frauen haben ihre Toten durch °Auferstehung zurückbekommen. Andere nahmen die Freilassung nicht an, sondern wurden zu Tode gefoltert, um eine bessere Auferstehung zu erlangen. 36Wieder andere haben Verspottung und Auspeitschungen erduldet, oder aber Fesseln und Gefängnis. 37Sie wurden gesteinigt, verbrannt, zersägt und mit dem Schwert ermordet. Sie zogen in Schaffellen und Ziegenhäuten umher, litten Not, wurden unterdrückt und misshandelt. 38Sie, die zu gut für die Welt waren, irrten in Wüsten, Gebirgen, Höhlen und Erdklüften umher.
39Diese alle wurden wegen ihres °Gottvertrauens von Gott in der Schrift gerühmt, haben aber das von Gott Versprochene nicht erlangt. 40Gott hat für uns etwas Besseres vorgesehen, damit die Zeuginnen und Zeugen nicht ohne uns vollkommen werden.