z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Richterinnen und Richter

Kapitel 9

2»Redet doch zu allen Besitzenden in Sichem: ›Was ist besser für euch: dass 70 Männer, alle Söhne Jerubbaals, über euch herrschen, oder dass ein Mann über euch herrscht?‹ Denkt daran, dass ich euer Gebein und euer °Fleisch bin.« 3Da redeten die Geschwister seiner Mutter seinetwegen mit allen Besitzenden Sichems alle diese Worte. Und es neigte sich ihr Herz Abimelech zu, denn sie sagten: »Er ist unser Bruder.« 4Sie gaben ihm 70 Silberstücke aus dem Tempel des Baal-Berit. Abimelech mietete sich dafür entwurzelte und freche Männer, die folgten ihm nach. 5Er kam in das Haus seines Vaters in Ofra und tötete seine Brüder, die Söhne Jerubbaals, 70 Männer auf einem Stein. Jotam ben-Jerubbaal, der kleinste, blieb übrig, denn er hatte sich versteckt. 6Da versammelten sich alle Besitzenden von Sichem und ganz Bet-Millo, gingen und machten Abimelech zum König bei der Eiche des Belagerungswalls, der in Sichem ist.
7Man meldete es dem Jotam. Er ging und stellte sich auf den Gipfel des Garizim und rief ihnen mit lauter Stimme zu:
»Hört mir zu, ihr Besitzenden von Sichem, damit Gott euch hört. 8Die Bäume gingen los, um einen König über sich zu °salben. Sie sagten zum Ölbaum: ›Sei doch König über uns!‹ 9Da sagte der Ölbaum zu ihnen: ›Soll ich mein Fett aufgeben, durch das man °Gottheiten und Menschen °ehrt, damit ich hingehe, um über den Bäumen zu schwanken?‹ 10Da sagten die Bäume zum Feigenbaum: ›Komm, sei du König über uns.‹ 11Da sagte der Feigenbaum zu ihnen: ›Soll ich meine Süße aufgeben und meinen guten Ertrag, damit ich hingehe, um über den Bäumen zu schwanken?‹ 12Da sagten die Bäume zum Weinstock: ›Komm, sei du König über uns.‹ 13Da sagte der Weinstock: ›Soll ich meinen Most aufgeben, der Gottheiten und Menschen erfreut, damit ich hingehe, um über den Bäumen zu schwanken?‹ 14Da sagten alle Bäume zum Bocksdorn: ›Komm, sei du König über uns.‹ 15Da sagte der Bocksdorn zu den Bäumen: ›Wollt ihr mich °wirklich zum König über euch salben? Kommt, bergt euch in meinem Schatten! Wenn nicht, möge Feuer vom Bocksdorn ausgehen und die Zedern des Libanon fressen!‹ 16Nun aber, wenn ihr °wahrhaftig und redlich gehandelt habt, indem ihr Abimelech zum König gemacht habt, und wenn ihr Gutes getan habt für Jerubbaal und für sein Haus, und wenn ihr an ihm ebenso gehandelt habt, wie seine Hände es getan haben, 17(mein Vater kämpfte für euch, er wagte sein °Leben dafür und befreite euch aus der Gewalt Midians, 18ihr aber seid heute gegen das Haus meines Vaters aufgestanden und habt seine Söhne getötet, 70 Männer auf einem Stein, und habt Abimelech, den Sohn seiner Sklavin, zum König über die Besitzenden Sichems gemacht, weil er euer Bruder ist), 19wenn ihr heute wahrhaftig und redlich gehandelt habt an Jerubbaal und seinem Haus, dann freut euch an Abimelech, und er soll sich an euch freuen! 20Wenn nicht, dann soll Feuer von Abimelech ausgehen und die Besitzenden Sichems und Bet-Millo verzehren. Und von den Besitzenden Sichems und von Bet-Millo soll Feuer ausgehen und Abimelech fressen.«
21Jotam floh, verschwand vor seinem Bruder Abimelech. Er ging nach Beër und blieb dort. 22Abimelech herrschte 3 Jahre über Israel.
23Da sandte Gott eine böse °Geistkraft zwischen Abimelech und die Besitzenden von Sichem. Die Besitzenden Sichems verließen Abimelech treulos, 24so kam die Gewalttat an den 70 Söhnen Jerubbaals zurück und ihr Blut legte sich auf ihren Bruder Abimelech, der sie getötet hatte, und auf die Besitzenden Sichems, die ihn darin tatkräftig unterstützt hatten, seine Brüder zu töten. 25Die Besitzenden von Sichem legten ihm, Abimelech, Hinterhalte auf den Berggipfeln. Sie beraubten alle, die auf dem Weg an ihnen vorbeikamen. Das wurde Abimelech gemeldet. 26Gaal ben-Ebed und seine Brüder kamen; sie zogen nach Sichem. Die Besitzenden Sichems fassten zu ihm Vertrauen.