z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Richterinnen und Richter

Kapitel 8

22Die Israelitinnen und Israeliten sagten zu Gideon: »Herrsche über uns, du und dein Sohn und dein Enkel, denn du hast uns aus der Gewalt der Leute von Midian befreit.« 23Gideon sagte zu ihnen: »Ich will nicht über euch herrschen, und auch mein Sohn soll nicht über euch herrschen, Adonaj soll über euch herrschen.« 24Gideon sagte zu ihnen: »Ich bitte euch um etwas: Gebt mir eine jede und ein jeder einen Ring aus eurer Beute.« Sie besaßen nämlich goldene Nasenringe, denn sie waren Ismaeliterinnen und Ismaeliter. 25Sie sagten: »Wir geben sie dir.« Sie breiteten den Mantel aus und warfen darauf jede und jeder einen Ring aus ihrer Beute. 26Das Gewicht der Goldringe, die er erbeten hatte, betrug 1.700 Goldschekel, also 19 Kilogramm, ohne die Mondamulette, die Ohrgehänge und die Purpurkleider, die die Könige von Midian getragen hatten, und ohne die Halsketten, die die Kamele um ihre Hälse trugen. 27Gideon machte daraus einen Efod(153). Er stellte ihn in seiner Stadt Ofra hin. Und ganz Israel trieb es mit ihm wie bei einem Ehebruch. Das wurde Gideon und seinem Haus zum Fallstrick. 28Midian aber wurde gedemütigt durch die Menschen Israels. Sie konnten ihr Haupt nicht mehr erheben. Und das Land hatte in den Tagen Gideons 40 Jahre Ruhe.
29Jerubbaal ben-Joasch ging und blieb in seinem Haus. 30Gideon hatte 70 Söhne, die aus seinen Lenden entsprungen waren, denn er hatte viele Frauen. 31Seine Nebenfrau, die in Sichem war, gebar ihm auch einen Sohn, dem gab er den Namen Abimelech. 32Gideon-ben Joasch starb in hohem Alter. Er wurde im Grab seines Vaters Joasch in Ofra, der Stadt des Abiësriters, begraben. 33Als Gideon gestorben war, wandten sich die Israelitinnen und Israeliten ab und verhielten sich gegenüber den Baalen, wie sich Menschen verhalten, die die Ehe brechen. Sie machten sich einen Baal-Berit, einen Bundesbaal, zum °Gott. 34Die Israelitinnen und Israeliten dachten nicht mehr an Adonaj, ihre °Gottheit, die sie aus der Gewalt aller Menschen gerettet hatte, die sich ringsum feindlich verhalten hatten. 35Auch zeigten sie keine °Solidarität mit dem Haus Jerubbaal-Gideon, wie es all dem Guten, das er für Israel getan hatte, entsprochen hätte.